Jahrespressegespräch

IHK-Ausbildungssituation 2025

Ausbildungszahlen liegen in der Region im Plus

Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) vermeldet für das Jahr 2025 einen positiven Trend bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen. „Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 1.821 neue Ausbildungsverträge in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen. Das sind 18 Verträge mehr als im Vorjahr und entspricht über alle Bereiche hinweg einem Plus von 1,0 Prozent“, so IHK-Präsident Theo Eilers.

IHK verzeichnet Unterschiede zwischen den Berufsbereichen

Differenziert nach Berufsbereichen zeigt sich ein Zuwachs im gewerblich-technischen Bereich von 3,6 Prozent. Im Bereich der kaufmännischen Berufe ist hingegen ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent zu verzeichnen.
Besonders hervorzuheben ist bei den gewerblich-technischen Berufen der Bereich Papier/Druck. Hier wurden insgesamt 11 neue Ausbildungsverträge registriert, was einem Zuwachs von 52,4 Prozent entspricht. Auch der Bereich Bau, Steine, Erden konnte mit insgesamt 107 neu eingetragenen Verträgen ein deutliches Plus von 28,9 Prozent verzeichnen.
Bei den kaufmännischen Berufen gingen die Zahlen in den meisten Bereichen leicht zurück. Positive Entwicklungen zeigten sich jedoch im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent (insgesamt 256 Verträge) sowie im Bereich Verkehr und Transport mit einem Plus von 26,2 Prozent (17 Verträge mehr als im Vorjahr).
Dieser Trend hielt auch zu Beginn des neuen Jahres an. Bezogen auf den Vorjahreszeitraum konnten im Januar 2026 mit 195 Verträgen bereits 46 mehr neu eingetragene Verträge verzeichnet werden. Dies ist ein Plus von 30,9 Prozent.

Sicherung des Fachkräftenachwuchses steht weiterhin im Fokus

Vor dem Hintergrund insgesamt rückläufiger Ausbildungszahlen in vielen Regionen Niedersachsens ist diese Entwicklung ein positives Signal für den Ausbildungsstandort Ostfriesland und Papenburg. Dies zeigt, dass sich das gemeinsame Engagement von Betrieben, Schulen und Kammer in der Region auszahlt. Gleichwohl bleibt die Sicherung des Fachkräftenachwuchses eine zentrale Aufgabe, die auch in den kommenden Jahren hohe Anstrengungen aller Beteiligten erfordert.
In diesem Zusammenhang werde die IHK auch 2026 einen Arbeitsschwerpunkt auf die Berufsorientierung legen. IHK-Präsident Eilers: „Eine frühzeitige, umfassende und strukturierte Berufsorientierung an allen Schulen ist elementar. Hier bringen sich die Betriebe sowie die IHK aktiv ein, um in der Region den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die vielfältigen Karrieremöglichkeiten vor Ort aufzuzeigen.“ Insbesondere an Gymnasien müsse die Berufsorientierung noch stärker und die Chancen der dualen Ausbildung noch deutlicher hervorgehoben werden. Die IHK unterstützt in diesem Zusammenhang auch in diesem Jahr die bundesweite Ausbildungskampagne „Ausbildung macht mehr aus uns - Jetzt #könnenlernen.“ Über das Projekt „Passgenaue Besetzung“ bringt die IHK Jugendliche und Betriebe zusammen. Im Rahmen von Matching-Aktionen und Speed-Datings kann eine erste Kontaktaufnahme zwischen den Interessierten erfolgen. Auf diese Weise unterstützt die IHK auch kleinere Betriebe bei der Besetzung der freien Ausbildungsplätze.