Pressemitteilung

PM014: Netzbetreiber starten bundesweite Marktabfrage zum Infrastrukturbedarf

IHK ruft zur Beteiligung auf / Webinar zur Nutzung der Umfrageplattform am 12. Februar

Elbe-Weser-Raum (IHK). Die deutschen Übertragungs- (ÜNB), Gas-Fernleitungs- (FNB) sowie die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) haben am 3. Februar eine gemeinsame deutschlandweite Marktabfrage gestartet, um aktuelle und zukünftige Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff zu erfassen. Die Abfrage läuft bis zum 13. März und bildet die Grundlage für die Erstellung der Szenariorahmen der nächsten Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff für das Jahr 2027. Damit wollen die Netzbetreiber sicherstellen, dass der geplante Umbau des Energiesystems, das geprägt ist durch neue Erzeugungsanlagen, industrielle Umstellungen, Wasserstoffnutzung und zunehmende Elektrifizierung, auf einer verlässlichen Datengrundlage erfolgt. Eine präzise Bedarfsermittlung ist entscheidend, um die Energieinfrastruktur zielgerichtet auszubauen und Planungssicherheit zu schaffen.
Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Akteure, deren heutige oder künftige Projekte eine Relevanz für das Strom- oder Wasserstoffnetz besitzen. Dazu zählen Großverbraucher mit einer geplanten elektrischen Anschlussleistung ab 10 Megawatt wie etwa Rechenzentren, Großbatteriespeicher oder Power‑to‑Heat‑Anlagen sowie Unternehmen, die deutliche Lasterhöhungen an bestehenden Industriestandorten erwarten. Zusätzlich richtet sich die Abfrage an Betreiber von Power‑to‑Gas‑Anlagen ab 10 Megawatt elektrischer Leistung, an Produzenten und Verbraucher von Wasserstoff, einschließlich Wasserstoffkraftwerken, H2‑Speichern und industriellen Großabnehmern, sowie an Verteilnetzbetreiber, die relevante Bedarfsentwicklungen oder Wasserstoffprognosen melden möchten. Auch potenzielle Anschlussnehmer, die künftig an eines der Infrastrukturnetze angebunden werden wollen, sind ausdrücklich aufgefordert, ihre geplanten Projekte einzubringen.
Die Teilnahme an der Marktabfrage erfolgt ausschließlich online über die zentrale Plattform www.infrastrukturbedarf‑abfrage‑nep.de, auf der alle benötigten Formulare und Informationen zur Verfügung stehen.
Zusätzlich bieten die Netzbetreiber am 12. Februar von 10 Uhr bis 12 Uhr ein öffentliches Webinar an, in dem die Plattform vorgestellt und Fragen beantwortet werden. Die Anmeldung ist über die Abfrageplattform möglich. Darüber hinaus stehen auf der Website umfangreiche FAQs, Hinweise zu Projektmeldungen und weiterführende Informationen bereit.
„Mit der Beteiligung an der Marktabfrage wird ein wichtiger Beitrag zur integrierten Energieinfrastrukturplanung in Deutschland geleistet“, sagt Sina Elmers, Energieexpertin der IHK Elbe-Weser. „Nur wenn die Bedarfe möglichst vollständig erfasst werden, kann der Ausbau der Strom‑ und Wasserstoffnetze bedarfsgerecht, effizient und im Sinne der Energiewende gestaltet werden.“
Pressemitteilung Nr. 14
Stade, 6. Februar 2026