Pressemitteilung

Breite Unterstützung für zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Norden

Gemeinsamer Runder Tisch zu A 26 Ost, A 26 West und A 39

Elbe-Weser-Raum (IHK). Mit großer Beteiligung und regem Austausch hat am 8. Juni ein gemeinsamer digitaler Runder Tisch der Industrie- und Handelskammern Elbe-Weser, Lüneburg-Wolfsburg und Hamburg gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes sowie der DEGES stattgefunden. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Planungsstände der Autobahnprojekte A 26 Ost, A 26 West und A 39 sowie die drängenden Herausforderungen beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Norddeutschland, die großen Nachholbedarf aufweist.
Zahlreiche politische Vertreter aus Bundes- und Landesebene, Mitglieder des Bundestags und der Landtage sowie Mitarbeitende aus Abgeordnetenbüros, folgten der Einladung. In kompakten Fachbeiträgen informierten die Planungs- und Projektverantwortlichen über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte der Vorhaben.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Der Handlungsdruck ist hoch. „Der Erhalt der bestehenden Infrastruktur hat Priorität – aber nicht im Gegensatz zum notwendigen Neubau“, stellte Christoph von Speßhardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Elbe-Weser, klar. Einigkeit bestand darin, dass die Verkehrswege im Norden vielerorts an ihre Grenzen stoßen: „Es drückt an allen Ecken und Enden.“
Die Projekte A 26 und A 39 wurden übereinstimmend als zentrale Bausteine für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Verkehrsnetz bewertet. Dabei wurde hervorgehoben, dass die einzelnen Maßnahmen eng miteinander verzahnt sind:
Besondere Bedeutung wurde der A 26 Ost zugeschrieben, insbesondere im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung rund um die Köhlbrandquerung in Hamburg. Aus Sicht der Teilnehmer ist das Projekt unverzichtbar und sollte – wo möglich – beschleunigt oder abschnittsweise früher realisiert werden. „Es greift alles ineinander. Wir haben im Norden einen großen Nachholbedarf und müssen ein verlässliches und redundantes Verkehrsnetz aufbauen.“, betonte Kai Gerullis von der Handelskammer Hamburg.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den finanziellen Rahmenbedingungen. Diskutiert wurde die Notwendigkeit einer auskömmlichen und verlässlichen Haushaltsausstattung für Infrastrukturprojekte. „Das kann nicht nur durch weitere zusätzliche Sondervermögen erfolgen, sondern muss durch eine langfristig tragfähige Finanzierung geschehen, die auch Kostensteigerungen auffängt.“, mahnte Tobias Siewert, IHK Lüneburg-Wolfsburg.
Die Veranstalter richteten einen klaren Appell an die politischen Entscheidungsträger: Die konsequente Unterstützung der Projekte sowie eine angemessene finanzielle Ausstattung seien essenziell für deren Umsetzung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Informations- und Abstimmungsbedarf weiterhin groß ist und ein Hand-in-Hand von Politik, Planern und den Kammern unerlässlich ist. Alle Beteiligten unterstrichen, dass die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Die IHKs sowie die Projektpartner wollen den Dialog fortsetzen und den Austausch weiter intensivieren, um die wichtigen Infrastrukturvorhaben im Norden gemeinsam voranzubringen.