Konjunkturbericht IV. Quartal 2025
Konjunktur auf niedrigem Niveau
Ausblick auf das Jahr 2026 bleibt verhalten
Die Wirtschaft im Elbe-Weser-Raum stagniert zum Jahresende. Wie das Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage zeigt, bleibt die Konjunktur auf einem niedrigen Niveau. Die Erwartungshaltung für das Jahr 2026 ist unterm Strich eher pessimistisch.
Der Saldo aus positiver und negativer Lageeinschätzung im Elbe-Weser-Raum kann sich zum Jahresende minimal verbessern. „Allerdings ist dies nur darauf zurückzuführen, dass weniger Unternehmen als zuvor ihre Lage als schlecht bewerten“, gibt IHK-Volkswirt Henrik Gerken zu Bedenken. Nach 29 Prozent im Vorquartal zeigen sich nun 25 Prozent von einem schlechten Quartal enttäuscht. Während 18 Prozent (zuvor: 20 Prozent) ihre gegenwärtige Lage als gut bewerten, spricht etwas mehr als jeder zweite Betrieb (57 Prozent) von einem befriedigenden bzw. saisonüblichen Verlauf. „Insgesamt verharrt die konjunkturelle Lage damit weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, so Gerken.
Lage und Erwartungen fehlt es an Dynamik
Für Deutschland rechnen die meisten Forschungsinstitute in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Im Elbe-Weser-Raum bleibt die Erwartungshaltung der Unternehmen per Saldo weiterhin negativ. Zwar rechnen nun zwölf Prozent der Betriebe (zuvor: zehn Prozent) mit einer eher besseren Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten, allerdings nimmt auch die Anzahl der Pessimisten leicht zu. 31 Prozent (zuvor: 27 Prozent) rechnen mit einer eher ungünstigeren Entwicklung.
Wirtschaftspolitik weiter im Fokus
Die größten Herausforderungen sind aus Sicht der Unternehmen weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (67 Prozent), gefolgt von den steigenden Arbeitskosten (61 Prozent) und der zurückhaltenden Inlandsnachfrage (57 Prozent).
„Die ersten Maßnahmen der Bundesregierung zeigen bislang wenig konjunkturelle Effekte“, berichtet der IHK-Volkswirt. „Dabei benötigen unsere Unternehmen gerade jetzt spürbare Erleichterungen bei Steuern, Lohnnebenkosten und Bürokratie“, bekräftigt Christoph von Speßhardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Elbe-Weser. Die IHK werde in diesem Jahr mit einer entschlossenen Positionierung und deutlichen Worten auftreten, um eine Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu erwirken, so von Speßhardt. Der IHK-Hauptgeschäftsführer betont: „Von der Politik erwarten wir Mut zur schnellen Veränderung statt Angst vor Entscheidungen.“ Nach den vielen Ankündigungen in den letzten Monaten sei es nun an der Zeit, dass die Maßnahmen umgesetzt werden und die Unternehmen davon auch etwas merken.
Information zur Umfrage: 371 Unternehmen aus dem Elbe-Weser-Raum wurden befragt; 202 Unternehmen haben geantwortet. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 54,4 Prozent.
Die regionalen Ergebnisse fließen ein in die Konjunkturreporte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Diese berichten über die Lage und Erwartungen der deutschen Unternehmen.
Die regionalen Ergebnisse fließen ein in die Konjunkturreporte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Diese berichten über die Lage und Erwartungen der deutschen Unternehmen.
