Warnung
Wirtschaftsschutz warnt vor Sabotage
Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine haben russische Akteure ihre digitalen und realen Sabotage- sowie Spionageaktivitäten deutlich ausgeweitet. Besonders gefährdet sind Unternehmen, die für Versorgung, Infrastruktur oder öffentliche Sicherheit wichtig sind.
Zunehmend treten sogenannte „Low Level Agents“ auf – oft über soziale Medien angeworbene Personen, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln große Schäden verursachen können. Auch innere Risiken, verursacht durch absichtliche oder unbeabsichtigte Taten von eigenen Mitarbeitenden (sogenannten Innentätern), sind zu beachten. Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierung von Mitarbeitenden, die an Stellen mit möglichen Sicherheitsrisiken eingesetzt werden, ist unerlässlich, um Sicherheitsbewusstsein, Handlungskompetenz und Schutzmaßnahmen zu stärken.
Empfohlene Prüfpunkte:
- Aufbau und laufende Aktualisierung einer umfassenden Sicherheitsstrategie
- Identifikation möglicher Schwachstellen, die eine Sabotage ermöglichen
- Erstellung und regelmäßiges Testen von Notfall- und Reaktionsplänen für den Fall eines Sabotageversuchs
- Klare interne Regelungen im Hinblick auf die Zuständigkeiten für Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Verfassungsschutz
- Überprüfung öffentlich zugänglicher Unternehmensdaten und ggf. deren Entfernung
Unternehmen sollten diese Hinweise in ihre Gefährdungsbeurteilungen einbeziehen.
