Nahversorgung stärken
Kleine Märkte, große Wirkung: Smart Stores
Digitale Kleinstsupermärkte, Smart Stores genannt, entwickeln sich in Niedersachsen zunehmend zu einem Problemlöser für mangelnde Nahversorgung – besonders dort, wo klassische Supermärkte längst verschwunden sind oder wegen zu geringer Einwohnerzahlen nicht wirtschaftlich betrieben werden können.
Im November 2025 hatte die IHK Niedersachsen Vertreter von Politik, Verwaltung und aus der Praxis zu einem Smart Stores-Fachgespräch eingeladen. Die dort diskutierten Erfahrungen und Herausforderungen bündelt nun das IHKN-Impulspapier „Smart Stores: Innovative Nahversorgung in Niedersachen“.
Rund 90 digitale Kleinstsupermärkte gibt es bereits in Niedersachsen, davon 17 im Elbe-Weser-Dreieck (PNG-Datei · 273 KB). Sie schließen gezielt Versorgungslücken im ländlichen Raum, ergänzen die klassischen Hof- und Dorfläden, stärken das soziale Umfeld und ermöglichen zeitgemäßes Einkaufen – flexibel, wohnortnah und rund um die Uhr. Sie leisten bereits heute einen messbaren Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen, auch jenseits der Ballungsräume.
Rechtlich bewegen sich Smart Stores jedoch weiterhin in einem bundesweiten Flickenteppich: In fünf Bundesländern existieren bereits spezifische gesetzliche Regelungen, in weiteren laufen politische Debatten. Auch in Niedersachsen wird derzeit über einen Gesetzentwurf diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Sonntagsöffnung. Die IHK-Elbe-Weser ist überzeugt, dass es in Niedersachsen schnell klare, praxistaugliche und unbürokratische Regeln für Smart Stores braucht, damit diese Konzepte dauerhaft funktionieren und ländliche Regionen stärken können.
