Berufsbildung
Neuordnung Bautechnischer Konstrukteur
Der bisherige Beruf Bauzeichner/-in von 2002 wurde durch die Neuordnung grundlegend modernisiert und umbenannt. Dabei wurden die erweiterten Aufgaben durch die Digitalisierung und die modernen Arbeitsprozesse in der Baubranche berücksichtigt.
Modellbasierte Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM), vernetzte Arbeitsprozesse, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie eine enge, kollaborative Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten prägen heute die Baupraxis und somit die Ausbildung.
Modellbasierte Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM), vernetzte Arbeitsprozesse, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie eine enge, kollaborative Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten prägen heute die Baupraxis und somit die Ausbildung.
Änderungen im Überblick
Zentrale Inhalte in der Ausbildung sind die digitale Planung und Konstruktion mit modernen CAD-Systemen und modellbasierten Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM). Die Auszubildenden lernen, im gemeinsamen digitalen Modell zu arbeiten und Planungsprozesse kooperativ und kollaborativ umzusetzen.
Neu ist außerdem die stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, unter anderem durch die Einbindung der Kreislaufwirtschaft in den Planungsprozess.
Ausbildungsstruktur
Bisherige Schwerpunkte bei der Ausbildung von Bauzeichnern wurden in drei Fachrichtungen überführt. Diese werden vertieft im dritten Ausbildungsjahr vermittelt:
- Architektur
- Ingenieurbau
- Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau
Im ersten Ausbildungsjahr sind Ausbildungsinhalte zusätzlich zur betrieblichen Ausbildung vertieft in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu vermitteln.
Prüfungsstruktur
Mit Einführung des neuen Berufsbildes wurde an der bewährten Prüfungsstruktur mit einer Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung festgehalten.
Die Zwischenprüfung mit praktischen und schriftlichen Aufgaben findet im zweiten Ausbildungsjahr statt und bezieht sich auf die Ausbildungsinhalte der ersten 18 Monate. Die Abschlussprüfung beinhaltet bei jeder Fachrichtung 4 Prüfungsbereiche:
- Erstellen technischer Dokumente (50 %)
- Anwenden des digitalen Informationsmodells (15 %)
- Planungs- und Konstruktionsregeln anwenden (25 %)
- Wirtschafts- und Sozialkunde (10 %)
Bei dem Prüfungsbereich “Erstellen von Dokumenten für die Planungs- und Ausführungsphase” entscheidet der Ausbildungsbetrieb, mit welcher Variante die berufliche Handlungsfähigkeit geprüft wird. Es steht ein Betrieblicher Auftrag oder eine Arbeitsprobe als Prüfungsvariante zur Wahl.
Ordnungsmittel und Umsetzungshilfe
Die aktualisierte Ausbildungsordnung und der Rahmenlehrplan können auf der Webseite des BIBB eingesehen werden. Hinweise zur betrieblichen Ausbildung stellt dass BIBB mit der Umsetzungshilfe “Ausbildung gestalten” bereit.
Überbetriebliche Ausbildung
Ausbildungszentren für die Berufsausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten sind unter anderem über die SOKA-Bau zu finden.
