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Nr. 16314

Webinar: EU-Indien-Freihandelsabkommen - praktische Nutzung der Zollvorteile

Veranstaltungsdetails

Die EU und Indien haben im Januar 2026 die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Mit einem gemeinsamen Markt von rund zwei Milliarden Menschen wird damit die weltweit größte Freihandelszone nach Bevölkerungszahl entstehen. Für deutsche Unternehmen eröffnet das Abkommen neue Chancen sowohl beim Export nach Indien als auch beim Import und bei der Beschaffung aus Indien.

Kern des Abkommens ist ein weitreichender gegenseitiger Zollabbau: Indien wird die Zölle auf 86 Prozent der Zolltariflinien vollständig abschaffen. Insgesamt sollen 96,6 Prozent der EU-Warenausfuhren nach Indien von vollständigen oder teilweisen Zollsenkungen profitieren. Nach Angaben der Europäischen Kommission können EU-Unternehmen dadurch jährlich bis zu rund vier Milliarden Euro an Zöllen einsparen. Auch die EU baut ihre Zölle auf Waren mit indischem Präferenzursprung weitreichend ab: Insgesamt sollen 99,3 Prozent der Warenimporte aus Indien vollständig oder teilweise liberalisiert werden. Das Abkommen wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 in Kraft treten.

Für Unternehmen stellt sich daher bereits jetzt die Frage, wie sie die künftigen Zollvorteile in der Praxis nutzen können.

Inhalte:

  • Überblick über das Abkommen und seine Bedeutung für den Handel zwischen der EU und Indien
  • Prüfschema zur Anwendung von Präferenzen
  • Aufbau und wesentliche Inhalte des Abkommens sowie die vorgesehenen Zollabbaustufen auf beiden Seiten
  • Ursprungsregeln im EU-Indien-Abkommen, Ursprungsnachweise und Nachweisverfahren
  • Praxisbeispiele zur Umsetzung der Ursprungsregeln sowie zu besonderen Regelungen (z. B. Toleranzen, Kumulierungen und Drawback-Verbot)
  • Fragerunde

Referentin: Stefanie Schick, Diplom-Finanzwirtin (FH) | Fachberaterin für Zölle und Verbrauchsteuern, AWB Tax GmbH, Münster

 


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