Social-Media-Manager/in (IHK) - Live-Online-Zertifikatslehrgang
Social-Media-Manager/in (IHK) - Live-Online-Zertifikatslehrgang
Veranstaltungsdetails
Social Media verstehen. Strategisch planen. Professionell umsetzen.
Social Media ist längst ein zentraler Bestandteil moderner Unternehmenskommunikation. Professionelles Social-Media-Management bedeutet jedoch weit mehr als regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.
Welche Plattform passt zu welcher Zielgruppe? Welche Inhalte funktionieren für welche Kommunikationsziele? Was bedeuten CTR, Conversion, Engagement oder Reach tatsächlich? Wie werden Social-Media-Profile professionell aufgebaut? Wie lässt sich Reichweite organisch und bezahlt entwickeln? Und welche rechtlichen Regeln müssen bei Bildern, Musik, Influencern, Gewinnspielen und Werbung beachtet werden? Das schafft eine wichtige Grundlage für die Kommunikation mit Fachleuten, Dienstleistern und Agenturen.
Der Zertifikatslehrgang Social-Media-Manager/in (IHK) vermittelt das Handwerkszeug für professionelles Social-Media-Management - von den technischen und strategischen Grundlagen über Content, Monitoring und Reporting bis hin zu Recht, Plattformmanagement, Reichweitenaufbau und Kampagnenplanung.
Arbeiten mit den eigenen Social-Media-Accounts
Der Lehrgang wird konsequent an der Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet. Sie entwickeln während des Lehrgangs ihr persönliches Social Media Handbuch als Arbeits- und Strategiedokument, das nach dem Lehrgang im Unternehmensalltag weiter genutzt wird.
Wenn Sie möchten, können Sie uns bereits vor Beginn des Lehrgangs die Links zu den Social-Media-Accounts zukommen lassen, die Sie im Lehrgang analysieren und weiterentwickeln möchten. So kann die Vorbereitung bereits auf konkrete Profile, Fragestellungen und Herausforderungen ausgerichtet werden.
Auch während des Lehrgangs werden Beispiele und Übungen möglichst nah an den tatsächlichen Accounts und Aufgaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt.
So entsteht keine theoretische Social-Media-Schulung, sondern eine praxisorientierte Arbeitsgrundlage für den eigenen beruflichen Alltag.
Das Social-Media-Workbook
Der rote Faden des Lehrgangs ist die Erstellung des individuellen Social Media Handbuchs
Es wird bereits am ersten Lehrgangstag angelegt und über alle sechs Tage kontinuierlich erweitert. Dabei werden unter anderem individuelle Entscheidungen und Regeln dokumentiert, beispielsweise:
- zu verwendende Emojis, Hashtags, Nametags und sprachlicher Stil
- Content-Kanäle und Formate
- Redaktions- und Themenplanung
- rechtliche Grundlagen und Prüfroutinen
- Social-Media-Guidelines und Netiquette
- Community-Management-Regeln (Kommentarregeln)
- Kampagnenstrukturen
- KPI-Definitionen
- Textbausteine für Bewertungen und Community-Reaktionen
Referent:
Dr. Stefan Strauß ist Unternehmer, Geschäftsführer einer Marketingagentur und Speaker. Er war rund 8 Jahre Professor für Marketing an Hochschulen. Seit vielen Jahren berät er Unternehmen aus Mittelstand und Konzernen in den Bereichen Marketing, CRM, Social Media, digitale Kommunikation und künstliche Intelligenz. Als Dozent verbindet er wissenschaftlich fundierte Marketingmodelle mit praktischer Umsetzung und aktuellen Technologien.
Aus dem Inhalt:
Tag 1: Social Media verstehen und einordnen
- Social Media im Orchester des Marketings und in der Hierarchie des Unternehmens
- zentrale Fachbegriffe (meist Anglizismen, s.g. "Buzzwords") wie Funnel, Conversion, Click-Through-Rate, Reach, Engagement usw.
- Tags, Hashtags, Place Tags, Music Tags und Name Tags
- Verknüpfung von Website und Social Media
- Embeds, Icons und Widgets
- Open Graph und Social Sharing
- Multiplikatoren: Influencer, Ambassadors, Mitarbeiter und Kunden
- Anlage des Social Media Workbook
Tag 2: Monitoring, Reporting und Content-Marketing
- Social-Media-Monitoring in Abgrenzung zum Reporting
- Kennzahlen und KPIs
- Interpretation von Daten
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen
- Grundlagen des Content Marketings
- Text-, Bild-, Video- und Audio-Content
- Content-Formate und Varianten
- Redaktionsplanung
- Agenda Setting und Agenda Surfing
- Ressourcenplanung für Blog, Podcast, Vlog und Social-Media-Content
- Definition der relevanten Content-Kanäle im Social Media Workbook
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
Tag 3: Recht und Social Media
- Digitale-Dienste-Gesetz und Impressumspflicht
- Urheberrecht, Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrecht
- Musikrechte und kommerzielle Nutzung von Musik
- Creative Commons, Royalty Free und lizenzierte Inhalte
- Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA)
- EU AI Act, GDPR (bzw. hier: DSGVO)
- Gewinnspiele: Wettbewerbsrecht und UWG
- Kennzeichnung von Werbung und Influencer Marketing
- Abgrenzung von Werbung und redaktionellen Inhalten
- Übertragung der rechtlichen Erkenntnisse in das Social Media Workbook
(Ziel ist nicht, aus Marketingverantwortlichen Juristen zu machen. Die Teilnehmer sollen typische rechtliche Risiken erkennen, kritische Situationen einschätzen und wissen, wann eine rechtliche Prüfung durch Juristen erforderlich ist.)
Tag 4: LinkedIn und B2B Social Media
- Personenprofile und Unternehmensprofile
- kostenlose und kostenpflichtige z. B. LinkedIn-Angebote
- Profiloptimierung und Auffindbarkeit
- strategische Verschlagwortung
- Unternehmensziele und Kommunikationsziele
- Zusammenspiel von Personen- und Unternehmensprofilen
- organische und bezahlte Reichweite
- LinkedIn-Werbung
- Entwicklung einer integrierten LinkedIn-Projektierung als Prüfungsvorbereitung
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
Tag 5: Instagram, TikTok und B2C Social Media
- Instagram und TikTok
- Personen- und Unternehmensaccounts
- kostenlose und kostenpflichtige Funktionen
- Content- und Reichweitenstrategien
- organische und bezahlte Reichweite
- Meta Business Suite
- Instagram Ads und TikTok Ads
- Kooperationen mit Content Creators und Influencern
- Kosten und Kalkulation von Creator-Kooperationen
- ggf. weitere Plattformen wie Pinterest, Snapchat, Twitch, Telegram und Whatsapp
- Entwicklung einer integrierten Social-Media-Projektierung als Prüfungsvorbereitung
- Übertragung der Erkenntnisse in das Social Media Workbook
Tag 6: Reputation Management, Social-SEO und Kampagnenplanung
- Online-Bewertungen und Bewertungsportale, z.B. Google Unternehmensprofil
- Umgang mit positiven und negativen Bewertungen
- lokale Auffindbarkeit und Branchenverzeichnisse
- Posting und Chat über das Google Unternehmensprofil
- YouTube als Video-, Such- und Empfehlungsplattform (SEO)
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
- Prüfungsvorbereitung mit der Gruppe: Die eigenen Social-Media-Kampagne
- Kampagnenplanung und -budgetierung
Die Abschlussprüfung
Die Prüfung ist bewusst praxisorientiert. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer entwickelt während des Lehrgangs eine eigene Social-Media-Kampagne. Die fertige Konzeption wird in einem etwa 10-minütigen Vortrag vor dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer und der Gruppe präsentiert. Anschließend findet ein etwa 10-minütiges Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer statt. Die Konzeption umfasst unter anderem:
- Projekttitel
- Ist-Analyse
- Soll-Analyse (SMART-Ziel)
- Kampagne
- Tracking und Messbarkeit
- Kosten- und Budgetstruktur
Die Prüfung dauert damit pro Teilnehmer inklusive Präsentation, Fachgespräch und Bewertung ungefähr 30 Minuten. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das IHK-Zertifikat Social-MediaManager/in (IHK). Es ist eine Anwesenheit von 80 % der Lehrgangszeit notwendig.
Online-Termine:
05.04.2027 Montag
06.04.2027 Dienstag
12.04.2027 Montag
13.04.2027 Dienstag
19.04.2027 Montag
20.04.2027 Dienstag
27.04.2027 Dienstag
jeweils von 9 - 16.15 Uhr
(insgesamt 56 Unterrichtsstunden)
Der Lehrgang findet zu 100 Prozent online statt. Voraussetzungen zur Teilnahme sind ein leistungsstarker, moderner PC/Laptop, eine stabile Internetleitung sowie eine Kameraverbindung und ggf. Kopfhörer/Headset.
Die Veranstaltung wird mit MS Teams durchgeführt. Besondere technische Voraussetzungen sind hierfür nicht notwendig.
Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich insbesondere an:
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Marketing und Kommunikation
- Social-Media-Verantwortliche
- Online-Redakteurinnen und Online-Redakteure
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Vertrieb und Kundenmanagement
- Unternehmerinnen und Unternehmer
- Selbstständige und Freelancer
- Agenturmitarbeiterinnen und Agenturmitarbeiter
- Fach- und Führungskräfte
- Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit Social-Media-Aufgaben
Der Lehrgang eignet sich sowohl für Personen, die bereits Social Media betreuen, als auch für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die künftig professionelle Social-Media-Aufgaben übernehmen möchten.
Förderung:
Für Solo-Selbstständige besteht die Möglichkeit, eine Förderung über das ESF-Förderprogramm KOMPASS vorab für diesen Lehrgang zu beantragen (https://kompass-programm.de)
Für Personen/ Beschäftigte mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen besteht die Möglichkeit, den Bildungsscheck 2.0 zu erhalten (https://www.mags.nrw/bildungsscheck)
Bildungsurlaub: Die IHK Düsseldorf, Abt. Weiterbildung ist anerkannte Einrichtung der Arbeitnehmerweiterbildung nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz des Landes NRW (AWbG).
Social Media Manager/in oder KI-Social-Media-Manager/in als Spezialisierung? Oder erstmal einen grundlegenden Marketing-Lehrgang?
Neben dem klassischen Social-Media-Manager/in (IHK) wird der Lehrgang auch als KI-Social-Media-Manager/in (IHK) angeboten.
Beide Lehrgänge vermitteln eine gemeinsame strategische und fachliche Grundlage. Der KI Social Media Manager/in setzt darüber hinaus einen deutlich stärkeren Schwerpunkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Dabei werden zahlreiche KI-Tools vorgestellt und praktisch eingesetzt - darunter auch Lösungen, die in kostenfreien Varianten genutzt werden können. Gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile betrachtet.
Sie möchten Marketing als Ganzes verstehen?
Dann empfehlen wir den übergeordneten Lehrgang KI-Marketing-Manager/in (IHK). Dort wird Marketing nicht nur aus der Perspektive von Social Media betrachtet, sondern als integriertes System aus Strategie, Marke, Zielgruppen, Online- und Offline-Marketing, Kommunikation, CRM, künstlicher Intelligenz, AI Agents, Marketingplanung und Controlling.
Der Social Media Manager/-in (IHK) ist dagegen der Spezialistenlehrgang für professionelle Social-Media-Arbeit.
Häufig gestellte Fragen:
Muss ich bereits im Marketing arbeiten?
Nein. Der Lehrgang ist auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger geeignet. Grundlegende Marketingkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Muss ich bereits Erfahrung mit Social Media haben?
Nein. Die technischen und fachlichen Grundlagen werden zu Beginn des Lehrgangs vermittelt. Vorkenntnisse können jedoch dabei helfen, die Inhalte schneller auf die eigene Praxis zu übertragen.
Kann ich meine eigenen Social-Media-Accounts mitbringen?
Ja. Dies ist ausdrücklich erwünscht. Sie können vor Beginn des Lehrgangs die Links zu den Accounts zur Verfügung stellen, die Sie im Kurs analysieren und weiterentwickeln möchten.
Werden meine Accounts im Kurs tatsächlich besprochen?
Die Übungen und Beispiele werden möglichst eng an den Teilnehmer-Accounts und den konkreten beruflichen Fragestellungen ausgerichtet. Dadurch wird der Lehrgang besonders praxisnah.
Was ist das Social Media Workbook?
Das Workbook ist eine während des gesamten Lehrgangs entwickelte persönliche Arbeitsgrundlage. Darin werden unter anderem Plattformstrategien, Content-Regeln, Hashtags, Guidelines, Netiquette, KPIs und Kampagnenentscheidungen dokumentiert.
Ich arbeite aber nicht im Marketing, sondern in der Personal-Abteilung?
Auch Employer Branding kann als Kampagne ein großes Thema sein. Sie sind herzlich willkommen.
Welche Social-Media-Plattformen werden behandelt?
Schwerpunkte sind insbesondere LinkedIn, Instagram, TikTok und YouTube. Je nach Teilnehmerstruktur und Praxisrelevanz können auch Pinterest, Snapchat, Twitch, Telegram oder Whatsapp-Business oder weitere Plattformen betrachtet werden.
Werden auch bezahlte Social-Media-Werbung und Ads behandelt?
Ja. Der Lehrgang behandelt sowohl organische als auch bezahlte Reichweite und führt in die entsprechenden Self-Service-Werbemöglichkeiten der relevanten Plattformen ein.
Wird Influencer Marketing behandelt?
Ja. Content Creator, Influencer, Ambassadors und Kooperationen werden ebenso behandelt wie die grundlegenden Kosten- und Kalkulationsfragen entsprechender Kooperationen.
Wird Social-Media-Recht behandelt?
Ja. Ein vollständiger Lehrgangstag widmet sich den rechtlichen Grundlagen, unter anderem Urheberrecht, Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Musikrechte, Impressumspflicht, Werbung, Gewinnspiele und relevante europäische Regelungen. Es muss aber in der Prüfung nicht ein einzige Paragraph genannt werden können. Ziel ist nur der Überblick über die Rechtsgebiete.
Muss ich Jurist sein, um den Lehrgang zu verstehen?
Nein. Ziel ist nicht die juristische Ausbildung, sondern die Fähigkeit, typische Risiken zu erkennen und Social-Media-Maßnahmen rechtlich verantwortungsvoll zu planen.
Wird künstliche Intelligenz im Lehrgang behandelt?
Im klassischen Social Media Manager/-in (IHK) wird KI im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen und den relevanten Aufgabenfeldern berücksichtigt. Wer KI besonders intensiv und mit zahlreichen unterschiedlichen Tools einsetzen möchte, sollte den Lehrgang KI-Social-Media-Manager/in (IHK) wählen.
Was ist der Unterschied zum KI-Social-Media-Manager/in (IHK)?
Der klassische Lehrgang konzentriert sich stärker auf das Social-Media-Handwerk, die Plattformen, Strategien, rechtlichen Grundlagen, Content, Monitoring und Kampagnenplanung.
Der KI-Social-Media-Manager/in (IHK) integriert dagegen deutlich stärker verschiedene KI-Werkzeuge in Recherche, Strategie, Content, Analyse, Kampagnen und Automatisierung.
Ist der Social Media Manager/in (IHK) auch für Vereine oder andere Institutionen geeignet?
Ja. Insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Social Media für ihre Institutionen oder Vereine künftig übernehmen sollen, können die Inhalte unmittelbar auf die Kommunikation übertragen. Es werden meist andere Ziele als Umsatz oder Bewerbungen verfolgt. Auch Spenden, Presseerwähnungen oder einfach nur Reichweite können Ziele sein.
Wie läuft die Abschlussprüfung ab?
Sie entwickeln während des Lehrgangs eine eigene Social-Media-Konzeption und präsentieren diese etwa zehn Minuten. Anschließend findet ein etwa zehnminütiges Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer statt.
Muss ich eine schriftliche Abschlussarbeit abgeben?
Nein. Die Prüfung erfolgt über die Präsentation der eigenen Social-Media-Konzeption und das anschließende Fachgespräch. Das Social Media Workbook dient während des Lehrgangs als zentrale Arbeits- und Transfergrundlage.
Was erhalte ich nach erfolgreichem Abschluss?
Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie das IHK-Zertifikat Social-Media-Manager/in (IHK).
Social Media ist längst ein zentraler Bestandteil moderner Unternehmenskommunikation. Professionelles Social-Media-Management bedeutet jedoch weit mehr als regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.
Welche Plattform passt zu welcher Zielgruppe? Welche Inhalte funktionieren für welche Kommunikationsziele? Was bedeuten CTR, Conversion, Engagement oder Reach tatsächlich? Wie werden Social-Media-Profile professionell aufgebaut? Wie lässt sich Reichweite organisch und bezahlt entwickeln? Und welche rechtlichen Regeln müssen bei Bildern, Musik, Influencern, Gewinnspielen und Werbung beachtet werden? Das schafft eine wichtige Grundlage für die Kommunikation mit Fachleuten, Dienstleistern und Agenturen.
Der Zertifikatslehrgang Social-Media-Manager/in (IHK) vermittelt das Handwerkszeug für professionelles Social-Media-Management - von den technischen und strategischen Grundlagen über Content, Monitoring und Reporting bis hin zu Recht, Plattformmanagement, Reichweitenaufbau und Kampagnenplanung.
Arbeiten mit den eigenen Social-Media-Accounts
Der Lehrgang wird konsequent an der Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet. Sie entwickeln während des Lehrgangs ihr persönliches Social Media Handbuch als Arbeits- und Strategiedokument, das nach dem Lehrgang im Unternehmensalltag weiter genutzt wird.
Wenn Sie möchten, können Sie uns bereits vor Beginn des Lehrgangs die Links zu den Social-Media-Accounts zukommen lassen, die Sie im Lehrgang analysieren und weiterentwickeln möchten. So kann die Vorbereitung bereits auf konkrete Profile, Fragestellungen und Herausforderungen ausgerichtet werden.
Auch während des Lehrgangs werden Beispiele und Übungen möglichst nah an den tatsächlichen Accounts und Aufgaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt.
So entsteht keine theoretische Social-Media-Schulung, sondern eine praxisorientierte Arbeitsgrundlage für den eigenen beruflichen Alltag.
Das Social-Media-Workbook
Der rote Faden des Lehrgangs ist die Erstellung des individuellen Social Media Handbuchs
Es wird bereits am ersten Lehrgangstag angelegt und über alle sechs Tage kontinuierlich erweitert. Dabei werden unter anderem individuelle Entscheidungen und Regeln dokumentiert, beispielsweise:
- zu verwendende Emojis, Hashtags, Nametags und sprachlicher Stil
- Content-Kanäle und Formate
- Redaktions- und Themenplanung
- rechtliche Grundlagen und Prüfroutinen
- Social-Media-Guidelines und Netiquette
- Community-Management-Regeln (Kommentarregeln)
- Kampagnenstrukturen
- KPI-Definitionen
- Textbausteine für Bewertungen und Community-Reaktionen
Referent:
Dr. Stefan Strauß ist Unternehmer, Geschäftsführer einer Marketingagentur und Speaker. Er war rund 8 Jahre Professor für Marketing an Hochschulen. Seit vielen Jahren berät er Unternehmen aus Mittelstand und Konzernen in den Bereichen Marketing, CRM, Social Media, digitale Kommunikation und künstliche Intelligenz. Als Dozent verbindet er wissenschaftlich fundierte Marketingmodelle mit praktischer Umsetzung und aktuellen Technologien.
Aus dem Inhalt:
Tag 1: Social Media verstehen und einordnen
- Social Media im Orchester des Marketings und in der Hierarchie des Unternehmens
- zentrale Fachbegriffe (meist Anglizismen, s.g. "Buzzwords") wie Funnel, Conversion, Click-Through-Rate, Reach, Engagement usw.
- Tags, Hashtags, Place Tags, Music Tags und Name Tags
- Verknüpfung von Website und Social Media
- Embeds, Icons und Widgets
- Open Graph und Social Sharing
- Multiplikatoren: Influencer, Ambassadors, Mitarbeiter und Kunden
- Anlage des Social Media Workbook
Tag 2: Monitoring, Reporting und Content-Marketing
- Social-Media-Monitoring in Abgrenzung zum Reporting
- Kennzahlen und KPIs
- Interpretation von Daten
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen
- Grundlagen des Content Marketings
- Text-, Bild-, Video- und Audio-Content
- Content-Formate und Varianten
- Redaktionsplanung
- Agenda Setting und Agenda Surfing
- Ressourcenplanung für Blog, Podcast, Vlog und Social-Media-Content
- Definition der relevanten Content-Kanäle im Social Media Workbook
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
Tag 3: Recht und Social Media
- Digitale-Dienste-Gesetz und Impressumspflicht
- Urheberrecht, Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrecht
- Musikrechte und kommerzielle Nutzung von Musik
- Creative Commons, Royalty Free und lizenzierte Inhalte
- Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA)
- EU AI Act, GDPR (bzw. hier: DSGVO)
- Gewinnspiele: Wettbewerbsrecht und UWG
- Kennzeichnung von Werbung und Influencer Marketing
- Abgrenzung von Werbung und redaktionellen Inhalten
- Übertragung der rechtlichen Erkenntnisse in das Social Media Workbook
(Ziel ist nicht, aus Marketingverantwortlichen Juristen zu machen. Die Teilnehmer sollen typische rechtliche Risiken erkennen, kritische Situationen einschätzen und wissen, wann eine rechtliche Prüfung durch Juristen erforderlich ist.)
Tag 4: LinkedIn und B2B Social Media
- Personenprofile und Unternehmensprofile
- kostenlose und kostenpflichtige z. B. LinkedIn-Angebote
- Profiloptimierung und Auffindbarkeit
- strategische Verschlagwortung
- Unternehmensziele und Kommunikationsziele
- Zusammenspiel von Personen- und Unternehmensprofilen
- organische und bezahlte Reichweite
- LinkedIn-Werbung
- Entwicklung einer integrierten LinkedIn-Projektierung als Prüfungsvorbereitung
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
Tag 5: Instagram, TikTok und B2C Social Media
- Instagram und TikTok
- Personen- und Unternehmensaccounts
- kostenlose und kostenpflichtige Funktionen
- Content- und Reichweitenstrategien
- organische und bezahlte Reichweite
- Meta Business Suite
- Instagram Ads und TikTok Ads
- Kooperationen mit Content Creators und Influencern
- Kosten und Kalkulation von Creator-Kooperationen
- ggf. weitere Plattformen wie Pinterest, Snapchat, Twitch, Telegram und Whatsapp
- Entwicklung einer integrierten Social-Media-Projektierung als Prüfungsvorbereitung
- Übertragung der Erkenntnisse in das Social Media Workbook
Tag 6: Reputation Management, Social-SEO und Kampagnenplanung
- Online-Bewertungen und Bewertungsportale, z.B. Google Unternehmensprofil
- Umgang mit positiven und negativen Bewertungen
- lokale Auffindbarkeit und Branchenverzeichnisse
- Posting und Chat über das Google Unternehmensprofil
- YouTube als Video-, Such- und Empfehlungsplattform (SEO)
- Übertragung der Ergebnisse in das Social Media Workbook
- Prüfungsvorbereitung mit der Gruppe: Die eigenen Social-Media-Kampagne
- Kampagnenplanung und -budgetierung
Die Abschlussprüfung
Die Prüfung ist bewusst praxisorientiert. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer entwickelt während des Lehrgangs eine eigene Social-Media-Kampagne. Die fertige Konzeption wird in einem etwa 10-minütigen Vortrag vor dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer und der Gruppe präsentiert. Anschließend findet ein etwa 10-minütiges Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer statt. Die Konzeption umfasst unter anderem:
- Projekttitel
- Ist-Analyse
- Soll-Analyse (SMART-Ziel)
- Kampagne
- Tracking und Messbarkeit
- Kosten- und Budgetstruktur
Die Prüfung dauert damit pro Teilnehmer inklusive Präsentation, Fachgespräch und Bewertung ungefähr 30 Minuten. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das IHK-Zertifikat Social-MediaManager/in (IHK). Es ist eine Anwesenheit von 80 % der Lehrgangszeit notwendig.
Online-Termine:
05.04.2027 Montag
06.04.2027 Dienstag
12.04.2027 Montag
13.04.2027 Dienstag
19.04.2027 Montag
20.04.2027 Dienstag
27.04.2027 Dienstag
jeweils von 9 - 16.15 Uhr
(insgesamt 56 Unterrichtsstunden)
Der Lehrgang findet zu 100 Prozent online statt. Voraussetzungen zur Teilnahme sind ein leistungsstarker, moderner PC/Laptop, eine stabile Internetleitung sowie eine Kameraverbindung und ggf. Kopfhörer/Headset.
Die Veranstaltung wird mit MS Teams durchgeführt. Besondere technische Voraussetzungen sind hierfür nicht notwendig.
Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich insbesondere an:
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Marketing und Kommunikation
- Social-Media-Verantwortliche
- Online-Redakteurinnen und Online-Redakteure
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Vertrieb und Kundenmanagement
- Unternehmerinnen und Unternehmer
- Selbstständige und Freelancer
- Agenturmitarbeiterinnen und Agenturmitarbeiter
- Fach- und Führungskräfte
- Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit Social-Media-Aufgaben
Der Lehrgang eignet sich sowohl für Personen, die bereits Social Media betreuen, als auch für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die künftig professionelle Social-Media-Aufgaben übernehmen möchten.
Förderung:
Für Solo-Selbstständige besteht die Möglichkeit, eine Förderung über das ESF-Förderprogramm KOMPASS vorab für diesen Lehrgang zu beantragen (https://kompass-programm.de)
Für Personen/ Beschäftigte mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen besteht die Möglichkeit, den Bildungsscheck 2.0 zu erhalten (https://www.mags.nrw/bildungsscheck)
Bildungsurlaub: Die IHK Düsseldorf, Abt. Weiterbildung ist anerkannte Einrichtung der Arbeitnehmerweiterbildung nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz des Landes NRW (AWbG).
Social Media Manager/in oder KI-Social-Media-Manager/in als Spezialisierung? Oder erstmal einen grundlegenden Marketing-Lehrgang?
Neben dem klassischen Social-Media-Manager/in (IHK) wird der Lehrgang auch als KI-Social-Media-Manager/in (IHK) angeboten.
Beide Lehrgänge vermitteln eine gemeinsame strategische und fachliche Grundlage. Der KI Social Media Manager/in setzt darüber hinaus einen deutlich stärkeren Schwerpunkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Dabei werden zahlreiche KI-Tools vorgestellt und praktisch eingesetzt - darunter auch Lösungen, die in kostenfreien Varianten genutzt werden können. Gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile betrachtet.
Sie möchten Marketing als Ganzes verstehen?
Dann empfehlen wir den übergeordneten Lehrgang KI-Marketing-Manager/in (IHK). Dort wird Marketing nicht nur aus der Perspektive von Social Media betrachtet, sondern als integriertes System aus Strategie, Marke, Zielgruppen, Online- und Offline-Marketing, Kommunikation, CRM, künstlicher Intelligenz, AI Agents, Marketingplanung und Controlling.
Der Social Media Manager/-in (IHK) ist dagegen der Spezialistenlehrgang für professionelle Social-Media-Arbeit.
Häufig gestellte Fragen:
Muss ich bereits im Marketing arbeiten?
Nein. Der Lehrgang ist auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger geeignet. Grundlegende Marketingkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Muss ich bereits Erfahrung mit Social Media haben?
Nein. Die technischen und fachlichen Grundlagen werden zu Beginn des Lehrgangs vermittelt. Vorkenntnisse können jedoch dabei helfen, die Inhalte schneller auf die eigene Praxis zu übertragen.
Kann ich meine eigenen Social-Media-Accounts mitbringen?
Ja. Dies ist ausdrücklich erwünscht. Sie können vor Beginn des Lehrgangs die Links zu den Accounts zur Verfügung stellen, die Sie im Kurs analysieren und weiterentwickeln möchten.
Werden meine Accounts im Kurs tatsächlich besprochen?
Die Übungen und Beispiele werden möglichst eng an den Teilnehmer-Accounts und den konkreten beruflichen Fragestellungen ausgerichtet. Dadurch wird der Lehrgang besonders praxisnah.
Was ist das Social Media Workbook?
Das Workbook ist eine während des gesamten Lehrgangs entwickelte persönliche Arbeitsgrundlage. Darin werden unter anderem Plattformstrategien, Content-Regeln, Hashtags, Guidelines, Netiquette, KPIs und Kampagnenentscheidungen dokumentiert.
Ich arbeite aber nicht im Marketing, sondern in der Personal-Abteilung?
Auch Employer Branding kann als Kampagne ein großes Thema sein. Sie sind herzlich willkommen.
Welche Social-Media-Plattformen werden behandelt?
Schwerpunkte sind insbesondere LinkedIn, Instagram, TikTok und YouTube. Je nach Teilnehmerstruktur und Praxisrelevanz können auch Pinterest, Snapchat, Twitch, Telegram oder Whatsapp-Business oder weitere Plattformen betrachtet werden.
Werden auch bezahlte Social-Media-Werbung und Ads behandelt?
Ja. Der Lehrgang behandelt sowohl organische als auch bezahlte Reichweite und führt in die entsprechenden Self-Service-Werbemöglichkeiten der relevanten Plattformen ein.
Wird Influencer Marketing behandelt?
Ja. Content Creator, Influencer, Ambassadors und Kooperationen werden ebenso behandelt wie die grundlegenden Kosten- und Kalkulationsfragen entsprechender Kooperationen.
Wird Social-Media-Recht behandelt?
Ja. Ein vollständiger Lehrgangstag widmet sich den rechtlichen Grundlagen, unter anderem Urheberrecht, Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Musikrechte, Impressumspflicht, Werbung, Gewinnspiele und relevante europäische Regelungen. Es muss aber in der Prüfung nicht ein einzige Paragraph genannt werden können. Ziel ist nur der Überblick über die Rechtsgebiete.
Muss ich Jurist sein, um den Lehrgang zu verstehen?
Nein. Ziel ist nicht die juristische Ausbildung, sondern die Fähigkeit, typische Risiken zu erkennen und Social-Media-Maßnahmen rechtlich verantwortungsvoll zu planen.
Wird künstliche Intelligenz im Lehrgang behandelt?
Im klassischen Social Media Manager/-in (IHK) wird KI im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen und den relevanten Aufgabenfeldern berücksichtigt. Wer KI besonders intensiv und mit zahlreichen unterschiedlichen Tools einsetzen möchte, sollte den Lehrgang KI-Social-Media-Manager/in (IHK) wählen.
Was ist der Unterschied zum KI-Social-Media-Manager/in (IHK)?
Der klassische Lehrgang konzentriert sich stärker auf das Social-Media-Handwerk, die Plattformen, Strategien, rechtlichen Grundlagen, Content, Monitoring und Kampagnenplanung.
Der KI-Social-Media-Manager/in (IHK) integriert dagegen deutlich stärker verschiedene KI-Werkzeuge in Recherche, Strategie, Content, Analyse, Kampagnen und Automatisierung.
Ist der Social Media Manager/in (IHK) auch für Vereine oder andere Institutionen geeignet?
Ja. Insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Social Media für ihre Institutionen oder Vereine künftig übernehmen sollen, können die Inhalte unmittelbar auf die Kommunikation übertragen. Es werden meist andere Ziele als Umsatz oder Bewerbungen verfolgt. Auch Spenden, Presseerwähnungen oder einfach nur Reichweite können Ziele sein.
Wie läuft die Abschlussprüfung ab?
Sie entwickeln während des Lehrgangs eine eigene Social-Media-Konzeption und präsentieren diese etwa zehn Minuten. Anschließend findet ein etwa zehnminütiges Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss beziehungsweise Prüfer statt.
Muss ich eine schriftliche Abschlussarbeit abgeben?
Nein. Die Prüfung erfolgt über die Präsentation der eigenen Social-Media-Konzeption und das anschließende Fachgespräch. Das Social Media Workbook dient während des Lehrgangs als zentrale Arbeits- und Transfergrundlage.
Was erhalte ich nach erfolgreichem Abschluss?
Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie das IHK-Zertifikat Social-Media-Manager/in (IHK).