Standort
Parkraum in Düsseldorf
Auf einen Blick:
Düsseldorf ist Anziehungspunkt für Menschen aus der Region, ganz Deutschland sowie dem Ausland. Die Stadt ist Ort des Handels, der Kultur, der Freizeit und des Arbeitens. Sie ist tägliches Ziel von knapp 320.000 Pendlerinnen und Pendlern. Über 210.000 Personen pendeln innerhalb der Stadt. Hinzu kommen tausende Einzelhandels- und Geschäftskunden, Kultur- und Freizeitinteressierte sowie Messegäste.
Die Reisenden nutzen dabei Fahrräder, Busse, Züge, die Stadtbahn, Autos, Flugzeuge und Schiffe über den Rhein, um in die Stadt zu gelangen und sich dort zu fortzubewegen. Die Stadt ist daher auf ein leistungsfähiges Verkehrssystem angewiesen, das sich einerseits an der Nachfrage orientiert, aber andererseits auch Anreize setzt, um seine Funktionsfähigkeit langfristig zu gewährleisten. Ein Teil dieses Systems, aber gleichzeitig ein wichtiges Anreizelement sind Parkplätze im öffentlichen Raum. Die Landeshauptstadt etabliert derzeit ein Parkraummanagementsystem für weite Teile der Stadt.
Die IHK nimmt solche Herausforderungen – wie auch bestehende Chancen – regelmäßig zum Anlass, um aus Wirtschaftssicht auf die Stadtentwicklung einzuwirken. Dafür greift sie auf selbst entwickelte Studien, Positionspapiere sowie Workshopergebnisse zurück. Auf dieser Basis platziert sie Wirtschaftsinteressen in städtischen Entwicklungskonzepten, in aktuellen politischen Diskussionen sowie in Fachgesprächen mit der Verwaltung. Die IHK wird auch die hier formulierten Positionen in politische und öffentliche Diskussionen einbringen. Ziel ist es, die Wirtschaft in Düsseldorf zu stärken. Die IHK wird dafür in allen im Folgenden genannten Punkten mit Politik, Verwaltung und den Unternehmen kooperieren, um die positive Mobilität zu forcieren.
Düsseldorf ist Anziehungspunkt für Menschen aus der Region, ganz Deutschland sowie dem Ausland. Die Stadt ist Ort des Handels, der Kultur, der Freizeit und des Arbeitens. Sie ist tägliches Ziel von knapp 320.000 Pendlerinnen und Pendlern. Über 210.000 Personen pendeln innerhalb der Stadt. Hinzu kommen tausende Einzelhandels- und Geschäftskunden, Kultur- und Freizeitinteressierte sowie Messegäste.
Die Reisenden nutzen dabei Fahrräder, Busse, Züge, die Stadtbahn, Autos, Flugzeuge und Schiffe über den Rhein, um in die Stadt zu gelangen und sich dort zu fortzubewegen. Die Stadt ist daher auf ein leistungsfähiges Verkehrssystem angewiesen, das sich einerseits an der Nachfrage orientiert, aber andererseits auch Anreize setzt, um seine Funktionsfähigkeit langfristig zu gewährleisten. Ein Teil dieses Systems, aber gleichzeitig ein wichtiges Anreizelement sind Parkplätze im öffentlichen Raum. Die Landeshauptstadt etabliert derzeit ein Parkraummanagementsystem für weite Teile der Stadt.
Die IHK nimmt solche Herausforderungen – wie auch bestehende Chancen – regelmäßig zum Anlass, um aus Wirtschaftssicht auf die Stadtentwicklung einzuwirken. Dafür greift sie auf selbst entwickelte Studien, Positionspapiere sowie Workshopergebnisse zurück. Auf dieser Basis platziert sie Wirtschaftsinteressen in städtischen Entwicklungskonzepten, in aktuellen politischen Diskussionen sowie in Fachgesprächen mit der Verwaltung. Die IHK wird auch die hier formulierten Positionen in politische und öffentliche Diskussionen einbringen. Ziel ist es, die Wirtschaft in Düsseldorf zu stärken. Die IHK wird dafür in allen im Folgenden genannten Punkten mit Politik, Verwaltung und den Unternehmen kooperieren, um die positive Mobilität zu forcieren.
Aktuelle Position der IHK Düsseldorf zum Parkraummanagement
- Innenstadt – Parkstände im öffentlichen Raum teils sinnvoller nutzbar Die Innenstadt umfasst nach unserer Definition einen Bereich vom Rhein bis zum Hauptbahnhof und vom Hofgarten bis zur Graf-Adolf-Straße. Dieser Bereich ist großteils dicht bebaut und geprägt durch Handel, Gastronomie und Büronutzung. Es sind nahezu flächendeckend öffentliche und private Tiefgaragen und Parkhäuser vorhanden. Mit Ausnahme weniger Tage, etwa in der Vorweihnachtszeit, reicht die Kapazität der vorhandenen Parkhäuser in der Regel aus, um die Nachfrage zu bedienen. Gleiches gilt überdies für den Medienhafen.
Die vorhandene Verkehrsfläche in der Innenstadt ist nahezu nicht erweiterbar und sollte daher effizient genutzt werden. Das umfasst nach unserem Verständnis insbesondere ihre Bereitstellung für den fließenden Verkehr für Fußgänger, Radfahrer, Pkw, Lkw und ÖPNV sowie die Einrichtung von Liefer- und Ladezonen. Darüber hinaus kann durch Verbesserung der Aufenthaltsqualität oder die Einrichtung von Außenterrassen die Situation für die Wirtschaft verbessert werden
. - Vorschlag der IHK: Parkplätze im öffentlichen Raum sind daher in solchen innerstädtischen Lagen entbehrlich, in denen ausreichend privater Parkraum vorhanden ist und in denen die Flächen einer sinnvolleren Nutzung wie Fahrspuren für ÖPNV, Pkw, Fahrrad, den Fußwegen, Liefer- und Ladezonen oder zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität genutzt werden. Beispiele sind die Pläne für den Radweg auf der Königsallee oder die Umgestaltung des Carlsplatzes. Wichtig ist dabei die frühzeitige Beteiligung der vor Ort ansässigen Unternehmen sowie die Nutzung von Reallaboren und Testfeldern, die eine nachträgliche Korrektur bei unerwünschten Effekten ermöglichen.
- Zwischen Innenstadt und Lastring – mit Augenmaß und Innovation
Der Bereich zwischen Innenstadt und Lastring reicht die Nutzung vom Wohnen über Büros und Gastronomie zu Handel und Gewerbe. Im Vergleich zur Innenstadt gibt es weniger öffentliche Tiefgaragen und Parkhäuser. Bewohnerparkgebiete sind nahezu flächendeckend eingerichtet. Nutzer aus anderen Stadtteilen oder von außerhalb sind auf Parkplätze im öffentlichen Raum angewiesen. Eine Verknappung des vorhandenen Parkraums, etwa für die oben genannten Nutzungen, führt zu einer weiteren Steigerung des teils bereits hohen Parkdrucks.
Die Bewirtschaftung des Parkraums durch Parkscheiben und Parkscheinautomaten ist für kurzzeitige Nutzungen aus Sicht der IHK bislang angemessen. Für die Beschäftigten der in diesen Bereichen ansässigen Unternehmen müssen allerdings Angebote geschaffen werden, damit der Standort Düsseldorf auch weiterhin für Unternehmen und ihre Fachkräfte erreichbar und attraktiv bleibt. Darüber hinaus müssen auch zwischen Innenstadt und Lastring ausreichende Liefer- und Ladezonen eingerichtet werden.
Vorschlag der IHK:
Kurzfristig ist im Zuge der Ausweitung von Anwohnerparken und Parkraumbewirtschaftung daher ein Parkausweis für Gewerbetreibende einzuführen, der über die engen Bedingungen des Erlasses III B 3 – 78-12/2 vom 4.12.2015 des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr hinaus geht. Aus Sicht der IHK sollte die Differenzierung nach Branchen entfallen. Vergleichbar mit dem Anwohnerparkausweis sollte die unbürokratische Beantragung für alle Unternehmen in einem Bewohnerparkgebiet geöffnet werden. Der Umfang der möglichen Genehmigungen sollte sich an der Zahl der Beschäftigten orientieren und könnte beispielsweise 10 Prozent betragen.
Mittelfristig sind Alternativen zum öffentlichen Raum zu schaffen, die auch von privaten Anliegern genutzt werden können. Dies sind beispielsweise neue Quartiersgaragen, die gesondert oder im Zuge von Neubauprojekten entstehen können. Hierzu sollte die Stellplatzsatzung angepasst werden. Der Finanzierung können die Einnahmen aus den Bewohnerparkausweisen dienen. Darüber hinaus sind im Zuge geringerer Büroauslastung freiwerdende Stellplätze bei Unternehmen und Parkplätze von Supermärkten zu erschließen und im Zuge eines bestenfalls gesamtstädtischen Systems anzubieten. Erste Beispiele existieren dafür in Düsseldorf bereits. Unternehmen mit entsprechenden Flächen sollten diese aktiv anbieten.
- Außerhalb des Lastrings – Entwicklung im Blick behalten
Außerhalb des Lastrings befinden sich neben zahlreichen Wohnstandorten auch Handelsstandorte, Stadtteilzentren sowie Industrie- und Gewerbegebiete. Der Parkdruck ist hier größtenteils geringer. Die ÖPNV-Anbindung ist im Vergleich zu den vorgenannten Bereichen jedoch schlechter, sodass der Pkw für die Erreichbarkeit der Standorte wichtiger ist. Die Probleme durch parkende Pkw wirken aktuell geringer und die Nutzungskonkurrenz für knappen öffentlichen Raum kleiner. Verdrängungseffekte durch die weitere Parkraumbewirtschaftung und die Umnutzung von Parkplätzen führen aus Sicht der IHK aber perspektivisch zu größeren Problemen außerhalb des Lastrings.
Vorschlag der IHK:
Es braucht aus Sicht der IHK vor allem ein Angebot von gut angebundenen P+R-Plätzen am Düsseldorfer Stadtrand und in den Nachbarkommunen. Zudem sollten insbesondere die großen Hauptverkehrsstraßen so[1]wie der Lastring vorwiegend dem motorisierten Verkehr vorbehalten bleiben, um Ausweicheffekte ins nachgelagerte Netz zu vermeiden.