Verkehr
DIHK-Verkehrsausschuss zu Gast in Düsseldorf
Brücken, Straßen, Schienen, Häfen: Was auf den ersten Blick nach einzelnen Themen klingt, entscheidet im Alltag über die Stärke eines Wirtschaftsstandorts. Wie kommen Waren zuverlässig an? Erreichen Beschäftigte ihre Arbeitsplätze? Können Unternehmen investieren, wachsen und klimafreundlicher werden? Wie beschleunigen wir die Infrastrukturerneuerung?
Genau um diese Fragen ging es beim DIHK-Verkehrsausschuss, der am 2. und 3. Juni in Düsseldorf zusammenkam. In Düsseldorf diskutierten die Mitglieder, worauf es jetzt ankommt: eine leistungsfähige Infrastruktur, schnellere Verfahren und Lösungen, die in der Praxis funktionieren.
Unter der Leitung des Ausschussvorsitzenden Georg Dettendorfer und seiner Stellvertreterin Sandra Jachmann diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der IHK-Organisation mit Politik und Wirtschaft über die Mobilität von morgen. Mit dabei waren unter anderem beim politischen Vorabend NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und live aus Brüssel Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, MdEP, die den Blick auf Landes-, Bundes- und Europapolitik einbrachten.
Die zentrale Botschaft der Unternehmen war unmissverständlich: Deutschland braucht mehr Tempo. Nicht nur bei neuen Projekten, sondern vor allem dort, wo Infrastruktur bereits heute an ihre Grenzen kommt. Brücken müssen schneller ersetzt, Verkehrsachsen zügiger saniert und Genehmigungen einfacher, digitaler und verlässlicher werden.
Planungsbeschleunigung darf kein politisches Versprechen bleiben. Sie muss auf Baustellen, in Behörden und bei Unternehmen spürbar werden. Einen Einblick aus der Praxis bildete die Aachener Haarbachtalbrücke, die in nur 20 Monaten durch das Ratinger Unternehmen AMAND Bau GmbH neu gebaut wurde und nun als „Aachener Modell“ bundesweit gefordert wird.
Wie eng Verkehrspolitik mit unternehmerischer Praxis verbunden ist, zeigten die Besuche bei Konecranes und auf dem EUREF-Campus Düsseldorf. Bei Konecranes wurde deutlich, wie wichtig gut erreichbare Industriestandorte und funktionierende Logistikketten für Unternehmen sind. Der EUREF-Campus wiederum zeigte, wie Mobilität, Energie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit künftig zusammengedacht werden können.
Damit wurde in Düsseldorf sichtbar: Infrastruktur ist längst mehr als Asphalt und Gleise. Sie ist Voraussetzung für Transformation, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wer klimafreundliche Mobilität, starke Industrie und verlässliche Logistik will, muss Planung, Genehmigung und Bau deutlich schneller machen.
Für die IHK Düsseldorf ist klar: Die Wirtschaft braucht keine weiteren Grundsatzdebatten, sondern Umsetzung. Unternehmen investieren, modernisieren und entwickeln neue Lösungen. Jetzt müssen auch die Rahmenbedingungen Schritt halten.
Der DIHK-Verkehrsausschuss hat in Düsseldorf ein starkes Signal gesetzt: Gute Verkehrspolitik zeigt sich nicht in Ankündigungen, sondern darin, dass Bewegung entsteht.