Frist endet am 31.12.2022

Rechtzeitige Offenlegung des Jahresabschlusses

Nach § 325 HGB müssen veröffentlichungspflichtige Unternehmen die Offenlegung ihres Jahresabschlusses grundsätzlich innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag vornehmen.
Die Offenlegungsfrist für das Geschäftsjahr 2021 (wenn es dem Kalenderjahr entspricht) endet somit am 31. Dezember 2022.
Rechnungsunterlagen mit einem Geschäftsjahresbeginn vor dem 01.01.2022 sind beim Bundesanzeiger einzureichen, während Unterlagen ab dem Geschäftsjahr 2022 direkt an das Unternehmensregister zu übermitteln sind. Betreiber des Bundesanzeigers und des Unternehmensregisters ist jeweils die  Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln. Werden die einzureichenden Unterlagen nicht fristgerecht und vollständig eingereicht, leitet das Bundesamt für Justiz von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren ein. 
Das Ordnungsgeld liegt grundsätzlich zwischen 2.500 und 25.000 Euro; in besonderen Fällen kann das Ordnungsgeld aber auch deutlich höher ausfallen.
Hinweis:
Das Bundesamt für Justiz hat auf seiner Homepage bekannt gegeben, dass es in Abstimmung mit dem Bundesministerium der Justiz gegen Unternehmen, deren gesetzliche Frist zur Offenlegung von Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 am 31. Dezember 2022 endet, vor dem 11. April 2023 kein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 des Handelsgesetzbuchs einleiten wird.
Weitere Informationen zur Offenlegung von Jahresabschlüssen finden Sie hier