Ausbildungsunternehmen stellen sich vor

Rundum vielfältig

„Mir gefällt, dass es kein reiner Bürojob ist“
Beim Wohnungsbau-Unternehmen Paeschke in Langenfeld haben die Auszubildenden die Chance, sämtliche Bereiche rund um das Thema Immobilien kennenzulernen, von der Planung bis hin zur Schlüsselübergabe. Das macht die Ausbildung besonders abwechslungsreich.
Schon bei seinem Praktikum in der zehnten Klasse wusste Fabian Claßen, dass er in diesem Unternehmen richtig ist.
„Ich durfte bereits damals viele spannende Aufgaben übernehmen und konnte sogar erste Kundenkontakte aufbauen. Nach dem Abitur war mir dann schnell klar, dass ich mich bei Paeschke für eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bewerben möchte“, sagt der 21-jährige Langenfelder.
Dass er die dafür nötigen Eigenschaften mitbringt, hatte Fabian Claßen bereits bewiesen. Der Abschluss des Vertrags ging deshalb ziemlich fix.
„Bei der Auswahl der Azubis kommt es vor allem auf die Persönlichkeit an“, sagt Ausbildungsleiter Oliver Sachs. „Wir legen großen Wert auf Zuverlässigkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit.“
Die Schulnoten spielten eine eher untergeordnete Rolle. Da bei Paeschke der ständige und enge Austausch mit den Kunden im Vordergrund stehe, achte er allerdings auf die Leistung in Deutsch. „Da sollte eine gute Note stehen, da uns guter Ausdruck und eine gute Sprache sehr wichtig sind“, so Sachs.
Das Unternehmen bietet das Rundum-Paket zum Thema Immobilien. Ein Aspekt, der Claßen von Beginn an ansprach.
„Ein Großteil der Firmen im Bereich Immobilien sind reine Makler-Firmen oder Hausverwaltungen. Hier wird jeder Bereich abgedeckt, und zu jedem Bereich gibt es Experten, die man bei Fragen ansprechen kann“, sagt er.
Alle Bürotüren stünden offen, die Atmosphäre sei sehr familiär. Technische Baudetails gehören ebenso zum Arbeitsalltag wie verschiedene Wege des Vertriebs. Gute Architekten und gute Verkäufer sitzen sozusagen unter einem Dach.
„Das macht es einfach, alle Facetten kennenzulernen und zu verstehen“, erzählt Claßen.
Vorbereitungskurse für anstehende Prüfungen
Schon bald während seiner Ausbildung zeichnete sich ab, dass er sie verkürzen und danach fest übernommen wird. Seit Januar dieses Jahres arbeitet Fabian Claßen im Bauträgerwesen, betreut die Mängelbearbeitung, kümmert sich um Qualitäts-Management und Mietverwaltung.
„Wir freuen uns natürlich, wenn wir Auszubildende übernehmen können. Da wir ein eher kleines Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern sind, können wir das aber nicht garantieren“, sagt Oliver Sachs. 
Aktuell hat die Firma, die auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurückblickt und von Gernot Paeschke geführt wird, drei Auszubildende.
Eine von ihnen ist Belén Stevens-Rey. Die 24-Jährige wollte nach dem Fach-Abitur arbeiten und nicht in einem Hörsaal sitzen, darum sah sie sich nach passenden Ausbildungsberufen um.
„Der Beruf der Immobilienkauffrau hat mich gereizt, weil er sehr vielseitig und kein reiner Bürojob ist. Man kommt mit vielen Menschen in Kontakt und besucht auch mal eine Baustelle“, sagt die Düsseldorferin.
Wenn sie sich auf Prüfungen ihrer Berufsschule in Köln vorbereiten muss, helfen ihr die Kollegen. „Ich finde es super, dass wir dabei so unterstützt werden.“
Neben der Berufsschule können die Auszubildenden an unterschiedlichen Weiter- und Fortbildungen teilnehmen, es gibt Vorbereitungskurse für anstehende Tests oder Klausuren.
„Wir begleiten die jungen Mitarbeiter durch alle Stationen. Das ist uns wichtig, seit wir vor mehr als 25 Jahren mit dem Ausbilden begonnen haben“, betont Oliver Sachs.
Belén Stevens-Rey ist bereits auf der Zielgeraden, sie hat nur noch ein Jahr vor sich. Wie auch immer ihr beruflicher Weg weitergeht, eines weiß sie bereits jetzt: „Ich fühle mich in allen Bereichen sicher.“ Dem Rundum-Paket sei Dank.
Text: Gesa van der Meyden
Foto: Paul Esser