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Konflikt im Nahen Osten – was Unternehmen jetzt wissen müssen!

Nachstehend erhalten Sie Informationen zu den Auswirkungen des Konfliktes im Nahen Osten, die regelmäßig aktualisiert werden.

Wie ist die Lage vor Ort?

Am Morgen des 28. Februar 2026 haben Israel und die USA mit Luftschlägen gegen Ziele in Iran begonnen. Es folgten Luftangriffe aus Iran auf Israel und weitere Ziele in der Region.
Die Lufträume von Israel und Iran wurden gesperrt. Es kann jederzeit zur Sperrung weiterer Lufträume in der Region kommen. Mehrere Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region eingestellt.
Das Auswärtige Amt informiert, dass mit weiteren Angriffen gerechnet werden muss und warnt vor Reisen in die folgenden Staaten beziehungsweise Gebiete:
  • Israel
  • Palästinensische Gebiete
  • Libanon
  • Jordanien
  • Syrien
  • Irak
  • Iran
  • Bahrain
  • Kuwait
  • Oman
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Saudi-Arabien
  • Katar
  • Jemen
Alle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie unter dem nachfolgenden Link:
Das Auswärtige Amt hat darüber hinaus einen Krisenstab eingerichtet und wichtige Informationen in FAQs zusammengefasst, die Sie nachstehend abrufen können:

Ich habe Mitarbeiter vor Ort. Was kann ich tun?

Schaffen Sie sich einen Überblick, welche Mitarbeiter in den betroffenen Ländern unterwegs sind und kontaktieren Sie diese. Überprüfen Sie, ob eine kurzfristige Ausreise sinnvoll und auch möglich ist.
Informationen zu Flugplänen etc. erhalten Sie bei den Fluggesellschaften.
Stellen Sie einen Notfallkontakt in Ihrem Unternehmen zur Verfügung. Prüfen Sie, ob gegebenenfalls über den Versicherungsanbieter ihrer Mitarbeiter Unterstützung möglich ist.
Deutsche Staatsangehörige, die sich in der Region aufhalten, sollten sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND des Auswärtigen Amtes eintragen. Laut unserer Informationen arbeitet das Auswärtige Amt mit Hochdruck daran, eine Lösung für die in der Region festsitzenden deutschen Staatsbürger zu finden.
Ausländische Mitarbeiter sollten sich an die Vorgaben der lokalen Behörden halten oder die Botschaft Ihres Heimatlandes kontaktieren.

Meine Mitarbeiter vor Ort wollen auf dem Landweg ausreisen. Ist das möglich?

Die internationalen Flughäfen in Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind derzeit geschlossen. Vereinzelt finden Flüge aus bzw. in die VAE statt.
Wenn Sie auf dem Landweg ausreisen möchten, beachten Sie bitte die jeweiligen lokalen Vorschriften zur Einreise sowie eine etwaige Visumspflicht. Informationen finden Sie auf den nachfolgenden Webseiten:
Es wird empfohlen, Visa im Voraus zu erhalten, da die Einreise mit Visa on arrival nicht garantiert werden kann. Darüber hinaus ist für die Einreise in den Oman entweder ein bestätigtes Flugticket oder eine Hotelreservierung nachzuweisen.
Laut unserer Information sind die nachfolgenden Grenzübergänge geöffnet.
Land Grenzübergang/Airport Status/Hinweise
VAE Al Batha / Ghuwaifat (zu Saudi-Arabien) Grenzübergang offen; Leihwagen aktuell knapp
Bahrain King Fahd Causeway (zu Saudi-Arabien) Offen
Katar Abu Samra (zu Saudi-Arabien) Offen
Saudi-Arabien
  • King Fahd International Airport, Dammam

  • King Khalid International Airport, Riad
Flughafen offen, aber Ausfälle und Verspätungen

Offen
Oman Hatta–Al Wajajah (Landgrenze zu VAE) Offen, Verkehr sehr langsam

Welche Auswirkungen auf den Handel und Logistikrouten sind zu erwarten?

Die Auswirkungen des Krieges sind noch nicht vollständig absehbar und hängen von der Dauer der Auseinandersetzung sowie einer möglichen weiteren Eskalation ab.
In einer Erklärung von Seiten Irans wurde die Straße von Hormus, ein strategischer Engpass für rund 20 Prozent des weltweiten Öltransits, geschlossen. Eine offizielle Bestätigung dazu liegt jedoch nicht vor, viele Schiffe meiden derzeit die Route. Auch die Handelsroute über das Rote Meer sowie den Suezkanal könnte beeinträchtigt werden.
Es ist mit steigenden Frachtkosten sowie längeren Transitzeiten zu rechnen. Gleichzeitig könnten Frachtkapazitäten kurzfristig knapp werden. Verzögerungen bei Rohstoff- und Zwischenproduktlieferungen (zum Beispiel Öl, Chemikalien, Gütertransit über Golf-Häfen) sind möglich. Öl- und Energiepreise reagieren sensitiv und könnten stark schwanken, je nach Dauer und Intensität der Störung.

Wie hoch ist der Handel von Deutschland und NRW mit den Golfstaaten?

Der Anteil der Golfstaaten am gesamten NRW-Außenhandel beträgt lediglich knapp 2 Prozent. Die mit Abstand wichtigsten Handelspartner von Nordrhein-Westfalen in der Golfregion sind die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Saudi-Arabien.
2025
Nordrhein-Westfalen
NRW-Ausfuhr
NRW-Einfuhr
NRW-Handel gesamt
Veränderung zum Vorjahr
in Mio. Euro
in Mio. Euro
in Mio. Euro
in %
Bahrain
33,7
145,7
179,4
-12,6
Irak
168,1
411,0
579,1
-18,5
Katar
139,5
146,8
286,3
-2,0
Kuwait
114,8
1,8
116,7
-8,7
Oman
69,9
10,4
80,3
-45,4
Saudi-Arabien
990,9
221,7
1.212,7
-1,2
Vereinigte Arabische Emirate
1.532,1
333,2
1.865,2
+24,7
Israel
919,8
330,1
1.249,9
+5,6
Iran
141,2
15,4
156,6
-32,2

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gerne (Kontakt: Aaron Röschke). Darüber hinaus stehen Ihnen in der Region die Ansprechpartner der jeweiligen Auslandshandelskammern zur Verfügung:
  1. Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer
    (zuständig unter anderem für VAE, Irak, Katar, Kuwait, Oman)
  2. Delegation der Deutschen Wirtschaft
    für Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen

Informationsangebot der IHK Düsseldorf

Die IHK Düsseldorf veranstaltet in Zusammenarbeit mit der IHK Ostwestfalen eine Webinarreihe zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Bei diesen Webinaren werden auch der derzeitige Konflikt sowie dessen Auswirkungen thematisiert: