Tourismuspolitische Positionen

Die IHK Dresden betont, dass Tourismus, Gastgewerbe, Reise‑ und Freizeitwirtschaft bedeutende Wirtschafts‑ und Standortfaktoren im Kammerbezirk sind, die allerdings durch Corona, Energiekrise, Preissteigerungen und Fachkräftemangel weiterhin unter herausfordernden Rahmenbedingungen leiden. Sie fordert daher von der Politik nachhaltige und verlässliche strukturelle Verbesserungen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Branche zu sichern. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitskräften, zur Verbesserung von Förderbedingungen und zur Stärkung des Tourismus als Querschnittsindustrie.
  1. Quantität und Qualität der Tourismuswirtschaft erhalten – Planbare, niedrigschwellige Förderinstrumente und kontinuierliches Marketing stärken das Image und die Wettbewerbsfähigkeit
  2. Tourismus als Querschnittsindustrie unterstützen – Besser koordinierte Politik zwischen Ministerien, um seiner gesamtwirtschaftlichen Bedeutung gerecht zu werden
  3. Arbeitskräfte sichern – Verbesserung des Branchenimages, Berufs‑ und Karrierekommunikation sowie erleichterte Fachkräfteanwerbung, auch international
  4. Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft und integrativ stärken – Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als integrale Bestandteile touristischer Angebote verankern
  5. Verlässliche, hürdenfreie Förderung – Kritik an schwer zugänglichen Förderkriterien; Forderung nach verständlicher, wettbewerbsfreundlicher Förderpolitik
  6. Keine zusätzliche Mehrbelastung – Ablehnung neuer bürokratischer oder regulatorischer Belastungen
  7. Reiserecht evaluieren – Gesetzliche Anpassungen zur Reduzierung von Informations‑, Dokumentations‑ und Versicherungsanforderungen
  8. Ablehnung kommunaler Bettensteuern – Forderung eines gesetzlichen Verbots und transparente Nutzung bestehender Einnahmen
  9. Besuchsanlässe schaffen – Förderung von Großevents, Tagungs‑/Kongresstourismus und erweiterten Öffnungszeiten zur Stärkung der Destinationen

Status quo/aktuelle Situation für Unternehmen

Tourismus, Gastgewerbe, Reise- und Freizeitwirtschaft sind bedeutende Wirtschafts- und Standortfaktoren für den Kammerbezirk Dresden. Allerdings haben die letzten Jahre tiefe Spuren in der Tourismuslandschaft hinterlassen. Als eine der hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche kämpft das Tourismusgewerbe immer noch mit den langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise (z. B. Rückzahlung coronabedingter Kredite, Investitionsstau, verschärfter Personalmangel). Und auch wenn die Nachfrage inzwischen wieder angezogen hat, bleiben die Rahmenbedingungen für den Tourismus insgesamt volatil. Energiekrise, Preissteigerungen und Nachfrageverschiebungen müssen gestemmt werden. Deshalb braucht die Tourismusindustrie auch zukünftig die Unterstützung durch den Freistaat.

Forderungen und Lösungsvorschläge

Das fordern wir
Diese neun Kernforderungen fassen die politischen Erwartungen der IHK Dresden zusammen, um die Rahmenbedingungen für Tourismus, Gastgewerbe, Reise‑ und Freizeitwirtschaft dauerhaft zu verbessern, die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern und langfristiges Wachstum in Sachsen zu fördern.
Bundes- und Landespolitik reagierten schnell mit Hilfen in der Corona-Krise, doch die Tourismusbranche wünschte sich mehr Planbarkeit, eine einheitliche Öffnungsstrategie und fordert nun neue, niedrigschwellige Förderinstrumente sowie kontinuierliches Tourismusmarketing und eine langfristige Imageverbesserung für Sachsen.
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Die IHK Dresden fordert ein stärkeres politisches Bekenntnis und eine bessere Koordinierung zwischen den Ministerien, um den Tourismus als Querschnittsindustrie nachhaltig zu unterstützen und seine Bedeutung für Wirtschaft und Standort zu stärken.
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Die IHK Dresden fordert zur Sicherung von Arbeitskräften im Tourismus eine Verbesserung des Branchenimages, kontinuierliche Berufs‑ und Karrierekommunikation sowie erleichterte, unbürokratischere Anwerbung internationaler Fachkräfte.
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Die IHK Dresden fordert, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Digitalisierung dauerhaft in der Tourismuswirtschaft zu verankern, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil touristischer Angebote zu stärken und Landesstrategien stärker an der Leistungsfähigkeit der Betriebe auszurichten.
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Die IHK Dresden fordert eine verlässliche, verständliche und ohne neue Hürden ausgestaltete Förderpolitik für die Tourismuswirtschaft, kritisiert derzeitige schwer zugängliche Kriterien und wettbewerbsverzerrende Regelungen und begrüßt die Wiederauflage des Programms „Regionales Wachstum“.
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Die IHK Dresden fordert, zusätzliche bürokratische und regulatorische Mehrbelastungen für die Tourismuswirtschaft zu vermeiden, etwa durch vereinfachte Allergenkennzeichnung, Ablehnung eines Lebensmittel‑Transparenzsystems und berücksichtigende Arbeitszeitregelungen.
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Die IHK Dresden fordert eine Evaluierung des Reiserechts und gegebenenfalls gesetzliche Anpassungen, um die Belastungen durch Informations‑, Dokumentations‑ und Versicherungsanforderungen für Hotellerie, Reisevermittler und kleine Veranstalter zu reduzieren.
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Die IHK Dresden lehnt kommunale Bettensteuern als nicht zweckgebundene Belastung der Beherbergungsbetriebe ab, fordert ein gesetzliches Verbot und verlangt, dass bestehende Einnahmen nur für den Tourismus verwendet und transparent mit der Branche abgestimmt werden.
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Die IHK Dresden fordert, neue Besuchsanlässe wie touristische Großevents, stärkere Tagungs‑ und Kongresstourismus‑Angebote und erweiterte Öffnungszeiten von Weihnachtsmärkten zu unterstützen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Destinationen zu erhöhen.
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