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Der DIHK Brüssel – für Wirtschaft vor Ort in Europa

Die Europäische Union (EU) erscheint vielen Bürgern entweder abstrakt und fern. Zugleich erleben insbesondere Unternehmen EU-Vorschriften bisweilen als praxisferne Bürokratie, auf die wirklich Betroffene keinen Einfluss haben. Umso wichtiger ist es für die deutsche Wirtschaft, im Gesamtinteresse ihrer Mitgliedsunternehmen bei den für sie relevanten Richtlinien und Verordnungen auch in Brüssel mitzumischen.

Wer Europa mitgestalten möchte, muss vor Ort sein. Seit 1961 vertritt daher der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die IHK-Organisation auf dem europapolitischen Parkett – mit einem eigenen Büro an der Avenue des Arts 19 mitten im Herzen der europäischen Hauptstadt. 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich dort mit intensiver Rückkopplung in die 79 deutschen IHKs und die Berliner DIHK-Zentrale um Themen wie den Europäischen Binnenmarkt, Handels- und Regionalpolitik sowie Umwelt- und Energiepolitik. Das Team verfolgt neue Gesetzesinitiativen, bringt die Positionen der IHK-Organisationen in die Diskussionen in Kommission und Parlament ein. Außerdem bereitet das Brüsseler Büro Informationen für die IHKs und deren Mitglieder auf. Aus der Feder des Brüsseler Brexit-Experten stammt beispielsweise die Brexit-Checkliste, die Unternehmen auf mit dem britischen Austritt verbundene Risiken vorbereitet hat.

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Handelspolitik, die vollständig in der Kompetenz der EU liegt. So enthält das gerade in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan auf Initiative des DIHK ein eigenes Mittelstandskapitel. Das ist erstmals so. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist das sehr wertvoll. Denn sie verzweifeln bislang oft an den Auflagen zur Nutzung von Handelsabkommen. Die EU muss hier weiter Regeln vereinfachen – daran arbeitet der DIHK, Hand in Hand mit dem europäische Kammerdachverband EUROCHAMBRES, der ein direkter Nachbar des DIHK ist.

Darüber hinaus setzt sich der DIHK für eine effiziente europäische Energie- und Klimapolitik ein. Diese hilft Deutschland dabei, bei seiner Energiewende die Kosten im Zaum zu halten. Auch auf Drängen des DIHK hat Europa vor kurzem Regeln verabschiedet, die langfristig zu einer günstigeren Energieversorgung für die Industrie in ganz Deutschland beitragen können.

Für eine erfolgreiche Arbeit ist die enge Anbindung an die IHKs unverzichtbar. Anfang 2019 hat der DIHK die europapolitischen Positionen der IHK-Organisation in Brüssel präsentiert. Sie fassen in 21 Kapiteln zusammen, was die IHKs und ihre Mitglieder von Europa erwarten. Wie ein roter Faden zieht sich ein Wunsch durch: Bei allen wirtschaftsrelevanten Vorhaben soll die EU nicht nur die Großunternehmen im Blick haben, sondern auch die vielen KMU. Daher ist das Motto, das der DIHK Brüssel allen Entscheidern in den EU-Institutionen immer einflüstert, inzwischen ein geflügeltes Wort: „Think big, but think small first!“