Energiekrise

Beihilfen für Unternehmen mit hohen Energiekosten beantragen

Noch bis Ende August können Unternehmen mit sehr hohen Energiekosten beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle einen Zuschuss zu ihren Erdgas- und Stromkosten beantragen. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in besonders energieintensiven Wirtschaftszweigen tätig sind. Die wichtigsten Konditionen und Infos zur Antragstellung erhalten Sie hier.
20. Juli 2022
Die Unterstützung von Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen läuft jetzt an. Anträge beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind seit dem 15. Juli möglich. Grundsätzlich wird ein Teil der Erdgas- und Stromkosten von Februar bis September 2022 bezuschusst, soweit sich der Preis im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt hat. Außerdem muss die  Branche des Unternehmens in den  Leitlinien für staatliche Klima-, Umweltschutz- und Energiebeihilfen (KUEBLL) erfasst sein und der Betrieb mindestens drei Prozent Energiekosten haben.
Wichtig: Der Antrag muss bis zum 31. August 2022 gestellt sein.
Die Grundförderung beträgt maximal 30 Prozent der gestiegenen Kosten bis zu einer Höhe von zwei Millionen Euro. Mehr erhalten Firmen, die zudem einen Betriebsverlust nachweisen. Noch einmal mehr erhalten besonders energieintensive Branchen, die auf der europäischen Liste des befristeten Krisenrahmens für staatliche Beihilfen zur  Stützung der Wirtschaft infolge der Aggression Russlands gegen die Ukraine (Temporary Crisis Framework) stehen.
Achtung:
  • Erdgas wird in den Fördermonaten Juli bis September (ursprünglich war Juni bis Sept. vorgesehen) nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat.
  • Eine erste Abschlagszahlung innerhalb von 80 Prozent ist innerhalb von wenigen Wochen nach Antragstellung - auch für erst zukünftig erwartete Kosten - möglich.
Neu gegenüber dem bisherigen Entwurf ist:
  • Im Unternehmensverbund können mehrere Unternehmen Anträge stellen, allerdings gilt die maximale Förderungssumme für den ganzen Unternehmensverbund.
  • Die Konzernmutter selbst muss kein negatives EBITDA für die höheren Förderungsstufen aufweisen.
Das Zuschussprogramm ergänzt die seit Ende April beziehungsweise Anfang Mai laufenden KfW-Kredite, Bund-Länder-Bürgschaftsprogramme und seit dem 17. Juni 2022 die Margining-Absicherungen. Es hat ein Volumen von fünf Milliarden Euro.

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Alice Sophie Thomas
Alice Sophie Thomas
Bereich: Unternehmen und Standort
Themen: Umwelt- und Energieberatung, Umwelt- und Energiepolitik