Transformation
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Südhessen wächst. Bis 2050 sollen es 5,7 Prozent mehr Menschen sein, was sich schon heute in immer knapper werdenden Flächen für Wohnen und Gewerbe bemerkbar macht. Mit Blick auf die bereits heute bestehenden Gewerbe- und Siedlungsflächen fällt auf: die Folgen des Klimawandels, wie Überschwemmungen, Biodiversitätsverluste und die Erwärmung städtischer Gebiete werden mehr. Flächen unter wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen effizienter zu nutzen, ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Entwicklung - für Ihren Unternehmensstandort, wie auch für die Region.
- Herausforderungen und Chancen: Nachhaltiges Wachstum in Südhessen
- Klimaangepasster Standort
- Biodiversitätsfreundlicher Standort
- Inklusiver Unternehmensstandort
- Flächenbedarf: Expansion oder Reduktion
- Internationalisierung: Expansion in neue Märkte
- Beratung
- Best-Practice zu nachhaltigen Unternehmensstandorten
- Vertiefende Informationen
Herausforderungen und Chancen: Nachhaltiges Wachstum in Südhessen
Wenn Sie für sich die Frage „Ist mein Unternehmensstandort zukunftsfähig?“ beantworten möchten, sollten Sie die nachstehenden Bereiche analysieren:
Klimaangepasster Standort
Die Folgen des Klimawandels – zum Beispiel durch Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürme -erhöhen das wirtschaftliche Risiko an Unternehmensstandorten. In der Folge kommt es häufiger zu Sachschäden, Produktionsausfällen und Produktivitätseinbußen. Letzteres, da beispielsweise extreme Hitze sich negativ auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz ausüben kann. Klimaresilienz von Gewerbegebieten wird zu einer entscheidenden Stadtortvariablen.
Fragen, die Sie sich stellen können:
Fragen, die Sie sich stellen können:
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Ist Ihr Unternehmensstandort von Hochwasser/Überschwemmungen gefährdet? (hlnug: Hochwasserrisikomanagement)
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Gab es in der Vergangenheit Probleme bei Starkregen?
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Haben Sie Versickerungsanlagen auf dem Firmengelände?
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Haben Sie Flächen, die Sie zur Versickerung nutzen könnten?
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Können Sie Ihre Dachflächen begrünen, um Regenwasser zurückzuhalten?
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Wie hoch ist der Versiegelungsanteil in Ihrem Gewerbegebiet?
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Können Sie Dach- oder Fassadenflächen begrünen oder durch Bäume beschatten?
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Können Sie die natürliche Nachtabsenkung zur Temperatursenkung in Ihren Gebäuden nutzen?
Biodiversitätsfreundlicher Standort
Ganz wesentliche Bausteine zu widerstandsfähigen und klimaangepassten Standorten sind die Begrünung und Entsiegelung von Flächen. Jedoch sind die meisten Gewerbe- und Industriegebiete zu 70 bis 90 Prozent versiegelt und bieten Tieren und Pflanzen keinen optimalen Lebensraum. Ein erhöhter Grünanteil kann eine Vielzahl positiver Effekte mit sich bringen, die nicht nur dem Naturschutz zugutekommen. Dazu gehören unter anderem eine verbesserte Aufenthaltsqualität für die Mitarbeiter, Kostenreduzierung durch einen geringeren Materialverschleiß am Gebäude sowie eine bessere Außendarstellung.
Fragen, die Sie sich stellen können:
Wie hoch ist der Anteil versiegelter Fläche meines Unternehmensgrundstücks?
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Welche Vorgaben macht der Bebauungsplan der Kommune?
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Sind in Zukunft bauliche Maßnahmen geplant, die eine Entsiegelung und Begrünung ermöglichen?
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Hat Ihr Grundstück Kriechzäune für Kleintierwechsel?
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Hat Ihr Grundstück eine Insektenfreundliche Beleuchtung?
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Haben Sie Dach- und/oder Fassadenbegrünung?
Inklusiver Unternehmensstandort
Ein inklusiver und barrierefreier Unternehmensstandort ist gesetzlich vorgeschrieben, insbesondere für Unternehmen, die eine Gewerbeimmobilie neu bauen oder umfassend umbauen.
Barrierefreiheit im Gewerbe bedeutet, dass alle Personen, unabhängig von körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen, die Außenanlagen und Innenräume eines Unternehmens problemlos nutzen können.
Ein barrierefreier Unternehmensstandort fördert nicht nur die Chancengleichheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Fragen, die Sie sich stellen können:
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Wie definiert Ihr Unternehmen Inklusion?
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Wie inklusiv ist Ihre Unternehmenskultur?
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Welche Maßnahmen fördern Sie aktiv?
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Haben Sie geeignete Anpassungen für Mitarbeiter mit besonderen Bedürfnissen?
Flächenbedarf: Expansion oder Reduktion
Unternehmen sollten in einer Vorausschau von drei bis fünf Jahren auch das Thema Flächenbedarf näher betrachten. Sie sollten beim Flächenbedarf überlegen, wie ihre langfristige Wachstumsstrategie aussieht. Wird eine Expansion angestrebt, könnte mehr Fläche erforderlich sein, um Personal und Produktion zu integrieren. Andererseits könnte eine Reduktion sinnvoll sein, wenn Remote-Arbeit oder Automatisierung den Platzbedarf verringern. Wichtig sind auch Flexibilität und Skalierbarkeit der Flächen, insbesondere bei unsicheren wirtschaftlichen Bedingungen. Darüber hinaus sollte die Lage der Flächen in Bezug auf Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter berücksichtigt werden. Eine regelmäßige Analyse der Flächennutzung hilft, ineffiziente Raumaufteilungen zu erkennen und gegebenenfalls zu optimieren.
Fragen, die Sie sich stellen können:
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Haben Sie am Standort Wachstumspotenzial?
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Welchen Rahmen setzt die kommunale Bauleitplanung hinsichtlich Nachverdichtung?
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Ist Ihr Standort noch für Ihre Bedarfe geeignet hinsichtlich Erreichbarkeit für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten?
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Ist der Standort an den Klimawandel angepasst?
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Sollten Sie weniger Flächen benötigen, können Sie diese Fremdvermieten?
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Können Sie Flächen entsiegeln und beispielsweise einer natürlichen Versickerung bereitstellen?
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Gibt es komplementäre Unternehmen die zu Ihrem Unternehmen passen und so Flächen effizienter gemeinsam genutzt werden können?
Internationalisierung: Expansion in neue Märkte
Neue Märkte zu erschließen kann große Wachstumschancen bieten. Gleichermaßen kann es sinnvoll sein, für Teilbereiche des Unternehmens an anderen Standorten nach geeigneten Flächen zu suchen. Zuvor bedarf es in jedem Fall einer Analyse der konkreten Bedingungen vor Ort, um einschätzen zu können, ob dieser Schritt für Sie der richtige ist. Fragen, die Sie sich stellen können:
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Warum möchten Sie internationalisieren, und welche Ziele verfolgen Sie?
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Welche Märkte bieten das größte Potenzial für Ihre Produkte oder Dienstleistungen?
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Wie groß ist die Nachfrage im Zielmarkt, und wie sieht der Wettbewerb aus?
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Welche kulturellen, sprachlichen und rechtlichen Unterschiede müssen Sie beachten – gerade auch bei Bau und Betrieb?
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Gibt es wirtschaftliche oder politische Risiken im Zielmarkt?
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Gibt es regulatorische Anforderungen, wie Zulassungen oder Zertifikate, die wir erfüllen müssen?
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Gibt es lokale Partner, mit denen wir zusammenarbeiten können?
Beratung
- Flächenbedarf in Südhessen: Wirtschaftsförderungen der Kommunen sind geeignete Ansprechpartner, wenn es um die Veränderung der Flächen geht
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Im Netzwerk "Gewerbegebiete im Wandel" kommen Vertreter*innen aus Kommunen und anderen Institutionen zusammen, die Gewerbegebiete nachhaltig, attraktiv und klimagerecht gestalten möchten. Austausch und Expertise für Einsteiger und Profis.Gewerbegebiete im Wandel.
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Bodensee-Stiftung: Biodiversität am Standort
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Integrationsamt Hessen: Fachberatung zu Inklusion
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Industrie- und Handelskammern (IHKs): bieten Beratung, Marktanalysen und Informationen zu Export- und Importvorschriften. Sie haben internationale Netzwerke und Partnerkammern weltweit.
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Auslandshandelskammern (AHK): unterstützen mit Marktanalysen, Kontakte zu lokalen Partnern und Unterstützung bei rechtlichen und steuerlichen Fragen im Ausland.
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Germany Trade & Invest (GTAI): Nationale Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die Informationen zu internationalen Märkten, rechtlichen Rahmenbedingungen und Geschäftsmöglichkeiten bereitstellt.
Best-Practice zu nachhaltigen Unternehmensstandorten
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Deutsche Gesellschaft Nachhaltiges Bauen: Auszeichnung Nachhaltige Unternehmensstandorte
Vertiefende Informationen
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
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Hessisches Ladesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie: Handlungshilfen, u.a. mit Infos zu klimaangepassten Bestandsgebäuden, Hitzekarten, Stark-Regen Hinweiskarte
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IHK Pfalz, Hochwasserschutzforum: Gemeinsam mit dem Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) und den IHKn Rhein-Neckar, Darmstadt und Rheinhessen organisiert die IHK Pfalz jährlich das Hochwasserschutzforum. Das Hochwasserschutzforum bringt Kommunen, Unternehmen und Fachbehörden aktuelle Entwicklungen im Bereich des Hochwasserschutzes näher.
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Perform: Projekt Zukunftsfähige Gewerbegebiete (ZGE)
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Stadt Bocholt, Leitlinie für eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung, Beispiele für Unternehmen