Aktiv in der Umweltgesetzgebung mitwirken

Mehr als zwei Dekaden hat sich Kerstin Fetsch, Umweltbeauftragte bei der envia Mitteldeutsche Energie AG, bei der IHK Cottbus im Umwelt- und Energieausschuss engagiert eingebracht. Dafür wurde sie bei der letzten IHK-Vollversammlung am 25. November 2025 mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. "Eine tolle Anerkennung für die geleistete Arbeit", wie sie sagt. Was Kerstin Fetsch zu dem Ehrenamt bewogen und die Mitarbeit für sie besonders spannend gemacht hat, erzählt sie im Kurzinterview mit uns.
Frau Fetsch, stellen Sie sich und Ihre Arbeit bei der enviaM doch bitte kurz vor!
Kerstin Fetsch: Ich bin seit 48 Jahren in der Energiewirtschaft tätig. Bei der envia Mitteldeutsche Energie AG sorge ich im Betriebssicherheitsmanagement/IMS dafür, dass unsere Betriebe sicher und effizient arbeiten und setze mich für eine nachhaltige Energieversorgung ein. Um die verschiedenen Umweltthemen kümmere ich mich in der enviaM-Gruppe und den Vorgängerunternehmen seit 1990. Als Umweltreferentin in Funktion der Umwelt- und Abfallbeauftragten koordiniere ich verschiedenste Umweltthemen, zum Beispiel das Entsorgungsmanagement oder den Immissionsschutz.
Was hat Sie dazu moviert sich bei der IHK Cottbus im Umwelt- und Energieausschuss zu engagieren?
Kerstin Fetsch: Ich arbeite seit Dezember 2004 im Fachausschuss mit, weil ich mein Wissen und meine Erfahrungen dort sehr gut einbringen kann, und unserer Branche hilft. Außerdem finde ich den Blick über den Tellerrand spannend. Die Ausschussarbeit ermöglichte es mir auch Einblicke in andere Unternehmen und Inspiration für die eigene Arbeit zu bekommen.
Was wollten und konnten Sie durch ihr Mitwirken erreichen?
Kerstin Fetsch: Ich habe ein großes Interesse an Umwelt- und Energiethemen. Als Ausschussmitglied hat man die Möglichkeit, aktiv an der Umweltgesetzgebung mitzuwirken, z. B durch Stellungnahmen zu Gesetzgebungsentwürfen oder durch die Teilnahme an Gesprächsrunden mit Vertretern des Umweltministeriums. So war ich immer gut über geplante Gesetzesänderungen informiert und hatte auch an der einen oder anderen Stelle einen Anteil, dass Änderungen eingeflossen sind.
Wo liegen die Schwerpunkte der fachlichen Ausschussarbeit?
Kerstin Fetsch: Schwerpunkte sind neben der Förderung erneuerbarer Energien und Verbesserung der Energieeffizienz auch die Entwicklung von Strategien zur Reduzierung von Emissionen und die aktive Mitgestaltung im Umwelt- und Energierecht.
Welche Themen fanden Sie besonders spannend?
Themen rund um innovative Technologien und ihre konkrete Anwendung in der Praxis. Darauf wurde in vielen Ausschussrunden eingegangen. Diese Entwicklungen sind nicht nur faszinierend, sondern auch entscheidend für unsere Zukunft.
Welchen Nutzen haben Sie aus dieser Tätigkeit gezogen?
Ich habe über die Jahre viele neue Kontakte gewonnen sowie wertvolle Einblicke in verschiedene Bereiche der Energie- und Umweltwirtschaft. Oftmals habe ich dabei auch eigene Anregungen für meine Arbeit mitgenommen.
Warum würden Sie Unternehmensvertretern empfehlen sich bei der IHK im Ehrenamt zu engagieren?
Das Engagement in einem Fachausschuss ist eine großartige Möglichkeit, Netzwerke zu knüpfen, Wissen auszutauschen und seine Branche stark zu vertreten.