Plenarsitzung vom 23. Mai 2016

  1. Aktuelles
  2. Vorstellung der neuen Mitglieder der Wahlgruppen "Handel", "Einzelhandel", "Tourismus und Gastgewerbe" sowie "Speditions- und Verkehrsgewerbe"
  3. Positionsbestimmung zur Fortführung des Technologietransferzentrums (TTZ) an der Hochschule Bremerhaven e.V.
  4. Neue Regelung über die Prüferentschädigung
  5. Benennung eines stellv. Mitglieds für den Rundfunkrat von Radio Bremen
  6. Benennung eines Vertreters mit Gast-Status für den Aufsichtsrat der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH
  7. Europapolitische Positionen 2016 der IHK-Organisation
  8. Immobiliardarlehensvermittler
  9. Verschiedenes
Vortrag: Mehrwert für Unternehmen: Transfer – Frau Professorin Dr. Karin Luckey


Präses Harald Emigholz begrüßte die Mitglieder des Plenums in den Räumlichkeiten der Hochschule Bremen. Er berichtete über den überraschenden Baustopp des Offshore-Terminals Bremerhaven (OTB), der vom Bremer Verwaltungsgericht verhängt worden ist. Wichtig sei es, dass sich die Politik weiterhin für den Bau ausspreche und alles daran setze, die Realisierung voranzubringen. Er informierte zudem über seine Besuche bei Einzelhandelsunternehmen in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven in den vergangenen Wochen, bei denen sich interessante Gespräche ergeben haben und die er fortsetzen wolle.
Die neuen Plenarmitglieder Vizepräses Stephan Schulze-Aissen (P.F. Aissen KG), Marita Dewitz (Albatros-Apotheke Marita Dewitz e.K.), Arne Dunker (Klimahaus Betriebsgesellschaft mbH), Stefan Oelkers (Addicks & Kreye Container-Service GmbH & Co.) und Dennis Witthus (Witthus Heimtex Fachmarkt GmbH) stellten sich und ihre Unternehmen vor.
Dr. Frank Thoss, Leiter des Geschäftsbereichs Industrie, Innovation, Energie, Umwelt, berichtete über den aktuellen Sachstand bei der Neuausrichtung des Technologietransferzentrums an der Hochschule Bremerhaven e. V. (TTZ) und stellte eine Positionsbestimmung der Handelskammer Bremen zur Fortführung des TTZ vor.
Das Plenum stimmte dem Positionspapier einstimmig zu, um den erforderlichen Umstrukturierungsprozess des TTZ zu forcieren.
Das Plenum stimmte der neuen Regelung über die Entschädigung der ehrenamtlichen Tätigkeiten von Mitgliedern in Prüfungsausschüssen und den zu Prüfungszwecken herangezogenen Personen (Prüferentschädigung) sowie den Entschädigungssätzen zu.
Das Plenum benannte einstimmig Frau Claudia Kessler (HE Space Operations GmbH) als stellvertretendes Mitglied für die am 2. Juni 2016 beginnende vierjährige Amtsperiode des Rundfunkrats von Radio Bremen. Ebenfalls einstimmig benannte das Plenum Herrn Vizepräses Hans-Christoph Seewald als Vertreter mit Gast-Status für den Aufsichtsrat der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH.
Das Plenum stimmte den Europapolitischen Positionen 2016 der IHK-Organisation zu und beschloss, die grundsätzlichen Standpunkte zu europapolitischen Fragestellungen als Grundlage für die weitere Kammerarbeit zu übernehmen.
Karsten Nowak, Leiter des Geschäftsbereichs Einzelhandel, Existenzgründung und Unternehmensförderung erläuterte, dass die Handelskammer Bremen neben der bisherigen Erlaubniserteilung und Registrierung von Versicherungs- und Finanzan-lagenvermittlern seit dem 15. April 2016 auch für die Berufszugangs- und Berufs-ausführungsvorschriften der Immobiliardarlehensvermittler zuständig ist. Die neue Aufgabe mache eine satzungsrechtliche Ergänzung im Gebührentarif erforderlich. Das Plenum stimmte der entsprechenden Ergänzung einstimmig zu.
Frau Professorin Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen, berichtete in ihrem Vortrag "Mehrwert für Unternehmen: Transfer" über das Leistungsportfolio der Hochschule als Innovationsmotor und "Hot Spot" für die regionale Entwicklung. Die größte Fachhochschule im Lande Bremen achte bei der Ausrichtung ihrer rund 70 Studiengänge konsequent auf einen hohen Praxisanteil und auf enge Partnerschaften mit Unternehmen. Mit ihren rund 9.000 Studierenden und 1.700 Absolventen pro Jahr leiste sie einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit Fach- und Führungskräften vor Ort. Vor allem für den Mittelstand sei die praxisorientierte Ausrichtung wichtig, die der Wirtschaft direkt neues Wissen über Märkte und Technologien zur Verfügung stelle. Sie warb dafür, dass sich Wirtschaft und Wissenschaft in der Region regelmäßig hinsichtlich der Bedarfe austauschten. Zum 1. Mai 2016 habe man dazu beispielsweise in der Bremer Neustadt ein "Career-Service" eingerichtet, der auch für Unternehmen als Lotse fungieren könne. Eine weitere Plattform stelle zudem auch der Initiativkreis zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers an der Hochschule Bremen e.V. dar, in dem bereits namhafte Unternehmen und Institutionen vertreten sind. Weitere Mitglieder seien herzlich willkommen.