Plenarsitzung vom 11. Mai 2015

1. Aktuelles
2. Jahresprogramm 2015 des Juniorenkreises der Handelskammer
3. Ergänzungswahlen zum Plenum 2015
4. Zukünftige Entwicklung des Weser-Kuriers und Analyse der Bürgerschaftswahl in Bremen

Präses Christoph Weiss begrüßte als Gäste den Präsidenten der IHK Bremerhaven, Herrn Hans-Christoph Seewald und den Sprecher des Juniorenkreises, Herrn Nils Götzel.
Simon Reimer informierte über den Sachstand zu den geplanten Maßnahmen an der sanierungsbedürftigen Berufsschule für Großhandel, Außenhandel und Verkehr (GAV) in Bremen. Der Verein Bremer Spediteure habe dazu ein Gespräch mit Frau Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt geführt. Mittlerweile sei vorgesehen, dass die Berufsschule in Walle nicht saniert, sondern in der Bremer Überseestadt neu gebaut werde. Voraussichtlich in drei Jahren könnten die ersten Schüler am neuen Standort unterrichtet werden. Wichtig sei es nun, dass der vorgesehene Zeitplan eingehalten werde.
Ralph Sandstedt berichtete über die Messe Transport-Logistic 2015 in München. Im Rahmen der Messe wurde unter anderem die aktuelle Fraunhofer-Studie vorgestellt, in der insgesamt 154 Gewerbegebiete im gesamten Bundesgebiet untersucht wurden. Das Bremer Güterverkehrszentrum habe dabei erneut seinen Spitzenplatz als erfolgreichstes Logistik-Gewerbegebiet Deutschlands behauptet. Er selbst habe in seiner Funktion als Geschäftsführer der GVZ Entwicklungsgesellschaft Bremen die Auszeichnung entgegengenommen. Bewertet worden seien unter anderem Ansiedlungserfolge, Infrastruktur, ökonomisches Umfeld und Dienstleistungsangebote.
Nils Götzel, Sprecher des Juniorenkreises der Wirtschaftsjunioren Bremen, berichtete über die aktuellen Themen und Projekte seiner Unternehmensorganisation im laufenden Jahr. In Arbeitskreisen werden durch die Mitglieder erneut zahlreiche Veranstaltungen organisiert und Projekte initiiert. Neben den regelmäßigen Treffen im Rahmen der sogenannten 'First Wednesdays' stünde das Netzwerken im Vordergrund. Dazu werden stetig Seminare angeboten und Wirtschaftsthemen diskutiert. Der Verband stehe grundsätzlich allen Unternehmern oder Führungskräften zwischen 18 und 35 Jahren offen. Interessenten aus dem Unternehmerkreis seien immer herzlich willkommen.
Karsten Nowak, Leiter des Geschäftsbereichs Einzelhandel, Tourismus, Recht, informierte über die Vorbereitungen für die Wahlen zum gemeinsamen Plenum im Herbst 2015. Die Kammerwahlen, die letztmalig noch formal getrennt in den beiden Kammerbezirken der Handelskammer Bremen und der IHK Bremerhaven stattfinden, sollen zeitgleich bis zum 12. Oktober 2015 durchgeführt werden. Im Plenum der Handelskammer Bremen seien dazu im März die Mitglieder des Wahlausschusses gewählt worden. Wahlbewerbungen können vom 13. Juni bis 3. Juli 2015 eingereicht werden. Die Bekanntmachung der Bewerberlisten erfolge sodann in Verbindung mit dem Beginn der Briefwahl am 7. September. Das Ergebnis werde am 12. Oktober feststehen. Die neu gewählten Unternehmer und Unternehmerinnen und die bis 2018 gewählten Plenarmitglieder der Handelskammer Bremen werden ab dem 1.1.2016 gemeinsam die Wirtschaft im Land Bremen repräsentieren.
Moritz Döbler, Chefredakteur des Weser-Kuriers, berichtete über die Weiterentwicklung der Tageszeitung und analysierte die Bürgerschaftswahl vom 10. Mai in Bremen. Der Weser-Kurier erreiche rund 55 Prozent der Bürger in der Region und habe damit bundesweit die höchste Quote einer Regionalzeitung. Die Redaktion sei in Bremen verwurzelt und halte die Balance zwischen Heimatverbundenheit und kritischer Distanz. Zukünftig wolle man noch mehr die Entscheidungsträger aus Bremen und der Region in Gastbeiträgen und Interviews zu Wort kommen lassen. Ziel sei es, neue Impulse zu geben und Debatten anzustoßen. Der Dialog mit den Lesern und Leserinnen sei dabei sehr wichtig.
Im Vorfeld der Bürgerschaftswahl habe der Weser-Kurier rund 100 Zeitungsseiten themenbezogene Berichterstattung gebracht; unter anderem eine Interview-Serie mit Bundeschefs von sechs Parteien – darunter Bundeskanzlerin Merkel – sowie eine Porträtserie mit den Spitzenkandidaten. Das Wahlergebnis bringe, nicht zuletzt auch durch die Rücktrittserklärung des langjährigen Präsidenten des Senats einen Tag nach der Wahl, eine Zäsur für Bremen mit sich. Ein großes Problem sei die historisch niedrige Wahlbeteiligung von rund 50 Prozent.