Corona: Verdienstausfall von Erwerbstätigen nach § 56 ff. Infektionsschutzgesetz

Selbstständige und Freiberufler gehen im Fall einer offiziell verhängten Quarantäne (wenn Ihr Unterrnehmen wegen eines Krankheitsfalls von einer Behörde geschlossen werden muss oder wenn Sie selbst unter Quarantäne gestellt werden und nicht erwerbstätig sein können) nicht leer aus. Sie erhalten nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten Geld für Ihren Verdienstausfall.
Bei Beschäftigten zahlt in der Regel das Unternehmen weiter, das sich jedoch das Geld erstatten lassen kann. Die Entschädigung gilt auch für Selbstständige und Freiberufler. Grundlage dafür ist der Gewinn, der im Steuerbescheid für das letzte Jahr festgestellt wurde. Bei Existenzgefährdungen werden zudem auch Mehraufwendungen ersetzt.
Achtung: Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56 ff.) bestehen nur  bei angeordneter  (häuslicher) Isolation oder Quarantäne. Nur wer aufgrund des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne  gestellt wird, einem sogenannten “Tätigkeitsverbot“ unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht  kein  Anspruch  auf  Entschädigung für Verdienst- bzw. Einnahmeausfälle, die Folge der durch die Allgemeinverfügung bzw. Rechtsverordnung verfügten Beschränkungen und Verbote für bestimmte Einrichtungen, Geschäfte und Dienstleistungen sind. Diese Maßnahmen stellen kein berufliches Tätigkeitsverbot im Sinne des § 56 Abs. 1 Satz 1 IfSG dar.
Nähere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf folgenden Internetseiten:
Die Anträge sind gemäß § 56 Abs. 11 IfSG innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit, dem Ende der Absonderung oder nach dem Ende der vorübergehenden Schließung oder der Untersagung des Betretens nach Absatz 1a Satz 1 bei der zuständigen Behörde zu stellen.