Informationen zur Gas- und Strompreisbremse

Kaum ein Thema war in diesem Jahr ähnlich dominant wie die explodierenden Energiepreise und die Folgen für Unternehmen und private Haushalte. Bereits im Herbst 2021 waren steigende Gaspreise zu verzeichnen, wobei die Kosten an den Märkten im Spätsommer 2022 ein Hoch erreicht und sich von früheren Preisniveaus deutlich entkoppelt haben. Zwar haben sich die Preisniveaus aktuell etwas normalisiert, liegen aber noch weiterhin deutlich über dem Stand vor dem Krieg in der Ukraine.
Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage und um Planungssicherheit zu ermöglichen, hat die Bundesregierung Preisbremsen für Gas, Wärme und Strom eingeführt. Diese unterscheiden sich in der Preisdeckelung und Modalitäten für Klein- und Großverbraucher (80% Entlastungskontingent für Kleinverbraucher, 70% für Großverbraucher) und gehen auf Vorschläge zurück, die die Gaskommission auf Bundesebene erarbeitet hat. Kleinverbraucher (Gruppe 1: Haushalte/SLP-Kunden) und Großverbraucher (Gruppe 2: RLM-Kunden) werden nach bei der Gaspreisbremse nach ihrem Verbrauch unterschieden, wobei 1,5 Millionen Kilowattstunden den Übergang zwischen den Gruppen markieren. Bei der Strompreisbremse ist ein jährlicher Strombedarf von 30.000 Kilowattstunden die Grenze. Die Laufzeit der Preisbremsen wird vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gehen, wobei eine Verlängerung bis 30. April 2024 geplant ist.  
Während die Inanspruchnahme der reduzierten Preiskontingente ohne umfangreichen Beantragungsaufwand abläuft, sind viele nachgelagerte Fragen noch offen oder zumindest unklar. Diese beziehen sich beispielsweise auf die absolute Höchstgrenze bei der Entlastungssumme, die sich nicht nur auf die Entlastungen der Preisbremsen beziehen, sondern alle staatlichen Beihilfen für krisenbedingte Energiemehrkosten (Dezember Soforthilfe, Energiekostendämpfungsprogramm) umfassen. Entsprechend unterscheidet sich auch die Berechnung der tatsächlich zu erwartenden Entlastungen.
Aufgrund des hohen Detailgrads der Regelungen hat der DIHK ein  kontinuierlich angepasstes FAQ zusammengestellt. Dort finden sich Hinweise und Erläuterungen zur Gaspreisbremse  sowie zur Strompreisbremse.