Starkes Ehrenamt – starke Gemeinschaft

Ehre ist ein immer noch ausgesprochen positiv besetzter Begriff. Aber wer ehrt eigentlich wen: ich die Menschen, Gruppen oder Aktionen, denen ich mich zuwende? Ja, gern! Oder wird meine Person durch deren Respekt geehrt? Selbstverständlich auch das!
Unser Gemeinwesen funktioniert, wie hinreichend bekannt, oft nur dadurch, dass sich Frauen, Männer und Kinder freiwillig aus innerer Überzeugung als Helferinnen und Helfern in wechselnden Situationen anderen unterstützend anbieten. Ohne freiwillige Feuerwehren hier und überall, müssten sich Millionen Menschen sorgen. Viele soziale Einrichtungen würden zum Schaden aller verkümmern, selbstverständlich auch Religionsgemeinschaften und jede Art von Kultur. Ebenso danke ich den hilfsbereiten jungen Leuten, die Mädchen und Jungen durch sportliches Engagement zu Gesundheit und Lebensfreude verhelfen oder kleinen, mittleren und größeren Betrieben, welche mit Stiftungen und durch verschiedenste Aktivitäten soziales Engagement mit ihren Beschäftigten ausleben und anerkennen.
Mir liegt die wünschenswerte Bereitschaft möglichst vieler Menschen am Herzen, neben den individuellen beruflichen Herausforderungen mit Sachkenntnis ehrenamtlich in Berufsorganisationen, Vereinen und Politik, Fachverbänden und Kammern aktiv sein zu wollen. Deutschland rühmt sich seiner dualen Berufsausbildung, diese klappt aber nur mit Tausenden von Prüfern. So wie sich ein tüchtiges IHK-Präsidium aus einer gewählten und bewährten Vollversammlung speist.
Schön auch, dass es Fach- und Regionalausschüsse gibt, für die unter anderem eine beeindruckende Zahl von Wirtschaftsjunioren mit neuem, aktuellem Wissen und ihrer Begeisterung ein wunderbares Reservoir darstellen. So wird aus einem unbezahlten Ehrenamt tatsächlich ein Generationenvertrag, was vor wenigen Wochen anlässlich des IHK-Sommerabends und der dort vertretenen spannenden Mischung älterer und jüngerer Unternehmerinnen und Unternehmern respektive Fach- und Führungskräften wieder zu erleben war.
Das Braunschweiger Land genießt vielfältige internationale Anerkennung. Anders als in Big-Cities kennt und hilft sich hier eine starke Gemeinschaft, oft unabhängig von Branchen und Geschäftsbeziehungen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Dem Ehrenamt sei Dank!