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Wenn das Licht ausgeht – Was der Stromausfall in Berlin für unsere Unternehmen bedeutet
Sicherheit ist keine Randnotiz – sie ist die Grundlage für Frieden, Wohlstand, Wachstum und ein Leben in Freiheit. Gerade in einer offenen, demokratischen Gesellschaft brauchen wir deshalb eine Krisenvorsorge, die aktiv, vorausschauend und integriert ist. Denn Stabilität entsteht nicht von selbst – weder für unser Land noch für unsere Region.
Astrid Striese, Geschäftsführerin ATL Striese Immobilien KG und Vizepräsidentin der IHK Braunschweig
Schon heute zeigen sich geopolitische Spannungen auch bei uns: durch hybride Bedrohungen, gezielte Störungen kritischer Infrastruktur oder Angriffe auf Kommunikations- und Versorgungssysteme. Der Stromausfall in Berlin hat – ansatzweise – vor Augen geführt, wie schnell vermeintliche Selbstverständlichkeiten wegbrechen können: Heizungen fallen aus, Lebensmittelmärkte schließen, Tankstellen funktionieren nicht, Kartenzahlungen werden unmöglich, Mobilfunk und Internet sind nur eingeschränkt nutzbar. Was im Privaten unbequem ist, wird für Unternehmen rasch existenziell.
Ein längerer Stromausfall kann Produktion und Dienstleistungen abrupt unterbrechen, IT-Systeme und Datensicherheit gefährden, Kühlketten reißen lassen und Logistikprozesse lahmlegen. Hinzu kommt: In einem Krisenfall sind weitere Szenarien keineswegs ausgeschlossen – von gestörten Lieferketten über Personalausfälle bis hin zu Einschränkungen bei Wasser, Treibstoff und Kommunikation. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, ob etwas passiert, sondern wie gut wir vorbereitet sind, wenn es passiert. Vorbereitung schafft Handlungsfähigkeit – und Handlungsfähigkeit ist der Unterschied zwischen einer Störung und einer Krise.
Die IHK-Organisation und Ihre IHK Braunschweig bleiben dabei nicht untätig. Neben Gesprächen mit relevanten Stellen und unserer Mitwirkung in Planungs- und Austauschformaten verstehen wir es auch als unsere Aufgabe, Unternehmerinnen und Unternehmern konkrete, praxistaugliche Informationen an die Hand zu geben. Genau dafür stellen wir Ihnen den „Vorsorgeplan für Krisen, Katastrophen und Konflikte“ zur Verfügung unter
www.ihk.de/braunschweig/krisenvorsorgeplan.
www.ihk.de/braunschweig/krisenvorsorgeplan.
Diese Handreichung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt beim Aufbau eines eigenen Krisenmanagements sowie einer strukturierten Vorsorgeplanung. Neben rechtlichen Grundlagen finden Sie darin eine ausführliche Checkliste, die hilft, Maßnahmen zu priorisieren, Verantwortlichkeiten festzulegen und den Überblick in der Umsetzung zu behalten – damit aus „Wir sollten mal …“ ein belastbarer Plan wird.
Die Broschüre wurde gemeinsam von der Handelskammer Hamburg und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erarbeitet. Und ich möchte an dieser Stelle auch persönlich unterstreichen, wie wichtig das Thema ist: Auf Basis langjähriger Erfahrung in Sicherheitspolitik und Krisenvorsorge weiß ich, dass Resilienz nicht in der Krise entsteht – sondern in der Vorbereitung. Panik ist fehl am Platz. Aber Vorsorge ist klug. Nutzen Sie die Zeit, in ruhigen Phasen Routinen, Notfallkontakte, Kommunikationswege und Mindestvorräte zu prüfen – niemand weiß, was morgen kommt.
2/2026
