IHK Wirtschaft online
Nr. 7100562
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Wer ist eigentlich Moritz Tetzlaff?

Seit vielen Jahren bewegt sich ­Moritz Tetzlaff an den Schnittstellen von Unternehmertum, Innovation und gesellschaftlichem Engagement. Ob als Gründer, Projektleiter oder heute sogar als Geschäftsführer der Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH (iTUBS) – für ihn steht jederzeit die Frage im Mittelpunkt, wie aus Ideen konkrete Lösungen entstehen können.
Geboren wurde Tetzlaff in Wolfenbüttel, aufgewachsen ist er in Braunschweig. Nur für zwei Jahre zog es ihn gemeinsam mit seiner Familie nach Südafrika, bevor die Heimatstadt wieder zum Lebensmittelpunkt wurde. Heute lebt er als Vater von zwei Kindern in der Region und fühlt sich der Löwenstadt nach wie vor eng verbunden.

Selbstständigkeit legt Grundstein

Nach einer Ausbildung zum Mediengestalter studierte er Medien und Betriebswirtschaft in Hamburg und Berlin. Anschließend sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Bereichen – vom Projektmanagement über Marketing bis hin zu Business Development. Bereits früh reizte ihn die Frage, wie kreative Ideen ihren Weg in die Praxis finden und erfolgreich umgesetzt werden können.
Gesagt, getan: 2012 wagte Tetzlaff den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Kickpack GmbH. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er kreative Produkte aus Karton – von Kickertischen und Tischtennisplatten bis hin zum detailgetreuen T1-Bus für Kinder. „Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und auch mit Unsicherheiten umgehen zu müssen, sind Erfahrungen, von denen ich bis heute profitiere“, bekräftigt Moritz Tetzlaff. Später führten ihn verschiedene Stationen immer stärker in die Innovations- und Start-up-Welt. Besonders die Themen Vernetzung, Technologietransfer und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren rückten dabei in den Mittelpunkt.
Seit 2023 ist er Teil der iTUBS, deren Geschäftsführung er seit Dezember 2024 verantwortet. Besonders fasziniert ihn an dieser Aufgabe die enorme Bandbreite an Ideen und Forschungsvorhaben, die an der Universität ihren Ursprung haben. Über allem steht für ihn jedoch die Zusammenarbeit mit den Menschen, die dort mit großem Engagement Innovationen vorantreiben.

Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen

Sein Ziel dabei ist klar: Brücken zu schlagen – zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam mit seiner Geschäftsführungskollegin ­Manuela Breuer will er die iTUBS gezielt weiterentwickeln und den Transfer von Wissen und Technologien nachhaltig stärken. „Ebenso wichtig ist es mir, Ausgründungen der TU zu unterstützen und Gründungsteams auf ihrem Weg von der Idee zum Unternehmen zu begleiten“, so Tetzlaff.
Auch für die Region sieht er große Chancen. Die enge Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur schafft aus seiner Sicht ein starkes Fundament, um die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu bewältigen. Entscheidend sei dabei der lebendige Austausch zwischen Menschen und Institutionen vor Ort. Genau hier setzt sein Einsatz an – mit dem Anspruch, gemeinsam mit vielen Partnern neue Impulse zu setzen und Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Engagement kommt nicht zu kurz

Auch gesellschaftliches Engagement gehört für Moritz Tetzlaff zum Selbstverständnis. Er ist Mitgründer der Initiative „Hey, Alter!“, die ausgediente Computer an Kinder und Jugendliche vermittelt. Auch als Jugendfußballtrainer war er viele Jahre aktiv.
Ein weiteres Projekt liegt ihm bis heute besonders am Herzen: die Crowdfunding-Kampagne „Namensretter EINTRACHT-STADION“. Als Projektleiter begleitete er die Initiative gemeinsam mit Fans, Ehrenamtlichen und zahlreichen Unterstützern. „Die Kampagne zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung der Verein für viele Menschen in Braunschweig besitzt – und was möglich ist, wenn sich eine Gemeinschaft für ein gemeinsames Ziel einsetzt.“
5/2026