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10 Jahre „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ – 10 Praxistipps aus einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeitsmarktintegration
Wie gelingt die Integration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund ins Unternehmen? Welche Möglichkeiten gibt es, den Spracherwerb direkt am Arbeitsplatz zu fördern? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten? Zum zehnjährigen Jubiläum zieht das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge (NUiF) Bilanz und teilt 10 Praxistipps aus 10 Jahren gelebter Integration in Arbeit.
Im März 2016 wurde das NUiF als gemeinsame Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer sowie des Bundeswirtschaftsministeriums gegründet. Seit Beginn verfolgt das Unternehmensnetzwerk ein klares Ziel: Betriebe dabei zu begleiten, Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte erfolgreich auszubilden, zu beschäftigen und auch langfristig zu binden – mit praxisnahem Know-how zu rechtlichen Fragen, Förderangeboten und erprobten Integrationsmaßnahmen. Darüber hinaus teilt das NETZWERK die guten Beispiele seiner Mitgliedsunternehmen und stärkt den Austausch und die Vernetzung der Betriebe untereinander, damit das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss. Zehn Jahre später zählt das NETZWERK 4900 Mitglieder aus allen Branchen und Regionen Deutschlands, die sich für die Arbeitsmarktintegrationen von Geflüchteten und Zugewanderten engagieren – vom kleinen Blumenladen bis zum DAX-Konzern.
10 Praxistipps aus 10 Jahren NUiF
- Die Belegschaft von Anfang an informieren und einbeziehen
Eine offene Kommunikation im Unternehmen schafft Vertrauen. Betriebe sollten ihre Mitarbeitenden frühzeitig über neue Kolleginnen und Kollegen informieren, Entscheidungen erläutern und Raum für Rückfragen geben. Hintergrundinformationen zu Herkunftsländern und kulturellen Unterschieden oder interkulturelle Schulungen helfen, Missverständnisse und eventuelle Vorbehalte zu verringern.
- Ein gutes Onboarding ist das A und O
Eine strukturierte Willkommensphase erleichtert den Einstieg enorm: Eine Willkommensmappe, definierte Kommunikationsroutinen und klare Aufgaben unterstützen das Ankommen. Ebenso wertvoll ist die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben – von der Kontoeröffnung über die Auswahl der Krankenversicherung bis zur Wohnungssuche.
- Ein Patenprogramm aufbauen
Erfahrene Mitarbeitende oder ältere Auszubildende können neuen Kolleginnen und Kollegen als Mentoren zur Seite stehen. Sie erklären Abläufe, Gepflogenheiten im Betrieb (z. B. zu Kantine, Arbeitszeiten, Krankmeldung) und stehen als vertrauensvolle Ansprechpersonen bereit. Freiwilligkeit ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Zudem sollte den Mitarbeitenden ausreichend Zeit für diese Aufgabe eingeräumt werden und ggf. andere Aufgaben im Team neu verteilt werden.
- Gezielte Sprachförderung ermöglichen
Die Sprache ist eine der größten Herausforderungen. Unternehmen können unter anderem mit Azubi- und Berufssprachkursen des BAMF unterstützen und sollten darauf achten, dass auch die Fachsprache früh geübt wird. Das NUiF stellt hierfür Vokabelflyer für verschiedene Branchen kostenfrei zur Verfügung. Zudem können zum Start „Einfache Sprache“ und Visualisierungen für die Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen sowie mit der Kundschaft helfen.
- Gute Kommunikationsstrukturen aufbauen
Regelmäßige Gespräche und eine wertschätzende Feedbackkultur helfen, Schwierigkeiten früh zu erkennen und Lösungen zu finden oder Unterstützungsangebote zu organisieren.
- Unterstützungsangebote nutzen
Egal ob schlechte Noten in der Berufsschule, sprachliche Hürden oder psychische Belastungen: Geflüchtete oder Zugewanderte stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen. Firmen sollten die regional verfügbaren Beratungs-, Förder- und Unterstützungsangebote kennen und Mitarbeitende für deren Nutzung möglichst freistellen.
- Erwartungsmanagement und Perspektivwechsel
Integration ist ein Prozess, der nicht immer von Anfang an glatt läuft. Ein Perspektivwechsel kann helfen, mit mehr Empathie, Kreativität und Geduld auf herausfordernde Situationen zu reagieren und neue Lösungen zu finden.
- Kulturelle Sensibilität entwickeln und stärken
Unsicherheiten und Konflikte entstehen oft aus unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen. Schulungen oder interkulturelle Trainings können helfen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen.
- Beratungsangebote kennen
Viele Fragen und Herausforderungen müssen Betriebe nicht allein lösen. Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Förderinstrumenten oder zur Integration am Arbeitsplatz bieten z. B. IHKs, Welcome Center oder das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge.
- Sich mit anderen Betrieben vernetzen
Vernetzen lohnt sich: Der Austausch mit anderen Unternehmen hilft, erprobte Lösungen zu finden, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Herausforderungen – von der Rekrutierung bis zur langfristigen Integration – können so effizienter gemeistert werden.
Das NETZWERK unterstützt Unternehmen mit praxisnahen Informationsmaterialien, individueller Beratung, Webinaren sowie mit regionalen Veranstaltungen und Workshops. Alle Angebote und die Mitgliedschaft sind kostenfrei.
Informationen zur Mitgliedschaft
Mit aktuell rund 4900 Mitgliedern ist das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge deutschlandweit der größte Zusammenschluss von Betrieben, die sich für die Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten und Zugewanderten engagieren. Das NETZWERK unterstützt Unternehmen mit praxisnahen Informationsmaterialien, individueller Beratung, Webinaren sowie mit regionalen Veranstaltungen und Workshops. Alle Angebote und die Mitgliedschaft sind kostenfrei.
Jetzt Mitglied werden unter: www.nuif.de/mitglied-werden.
Weitere Information erhalten Sie unter:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de.
Katharina Reiche
NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge
Tel.: 030 20308–6559
Mobil: 0151 1131 4647
reiche.katharina@dihk.de
Mit aktuell rund 4900 Mitgliedern ist das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge deutschlandweit der größte Zusammenschluss von Betrieben, die sich für die Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten und Zugewanderten engagieren. Das NETZWERK unterstützt Unternehmen mit praxisnahen Informationsmaterialien, individueller Beratung, Webinaren sowie mit regionalen Veranstaltungen und Workshops. Alle Angebote und die Mitgliedschaft sind kostenfrei.
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Weitere Information erhalten Sie unter:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de.
Katharina Reiche
NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge
Tel.: 030 20308–6559
Mobil: 0151 1131 4647
reiche.katharina@dihk.de
