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Made in Germany – So will die Hightech Agenda des Bundes den Unterschied machen

Deutschland steht im globalen Technologiewettlauf vor einer entscheidenden Herausforderung. Um Anschluss an führende Innovationsstandorte nicht zu verlieren und sowohl die wirtschaftliche als auch die technologische Souveränität zu sichern, hat die Bundesregierung im Sommer 2025 die so genannte „Hightech Agenda Deutschland“ beschlossen.
Das Ziel: Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendung stärker zu verknüpfen mit dem Anspruch, „Technologien Made in Germany“ wieder wettbewerbsfähig zu machen und die Wertschöpfung im Land zu stärken.
Kern der Agenda sind sechs Schlüsseltechnologien, die als Bausteine künftiger Wettbewerbsfähigkeit gelten:
  • Künstliche Intelligenz
  • Quantentechnologien
  • Mikroelektronik
  • Biotechnologie
  • Fusions- und klimaneutrale Energie­erzeugung

Technologien für klimaneutrale Mobilität

Diese Bereiche wurden bewusst gewählt: Sie sind wissenschaftlich wegweisend und wirtschaftlich transformativ. KI und Quantentechnologien treiben Digitalisierung und Datenwirtschaft voran, Mikroelektronik bildet die Grundlage für vernetzte Produkte, und Biotechnologie eröffnet neue Chancen in Medizin, Chemie und Produktion. Gleichzeitig soll die Energie- und Mobilitätswende technologisch begleitet und beschleunigt werden.

So funktioniert die Agenda

Die Hightech Agenda ist mehr als ein Strategiepapier: Sie markiert den Start einer langfristigen Innovationsoffensive. Für jede Schlüsseltechnologie sind Flaggschiff-Initiativen mit klaren Zeitplänen und messbaren Meilensteinen vorgesehen. Bis 2029 sollen rund 18 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Parallel werden Rahmenbedingungen für Innovationen verbessert: Bürokratieabbau, Public-Private-Partnerships, Reallabore und ein effizienterer Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft stehen ganz besonders im Fokus.
Bis 2029 sollen rund 18 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Warum das für Unternehmen relevant ist

Für Unternehmen, insbesondere den Mittelstand, liegt der Nutzen der Hightech Agenda klar auf der Hand: Sie soll Umsetzung beschleunigen. Fördermittel, bessere Forschungsinfrastruktur und weniger Bürokratie erleichtern den Sprung von Innovationen in marktfähige Produkte.
Entscheidend sind die Hebel, die die Agenda setzt: vereinfachte Förderverfahren, gezielte Investitionen in Schlüsseltechnologien, Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft sowie verbesserter Technologietransfer. Für KMU wird damit ein leichterer Zugang zu Technologien wie KI, Mikroelektronik oder Biotechnologie geschaffen – und damit einhergehend auch neue Chancen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Gleichzeitig richtet sich die Agenda als Aufruf zum Mitgestalten: Wer frühzeitig in Projekte, Partnerschaften und strategische Prozesse einsteigt, kann Entwicklungen aktiv prägen. Das IHK-Netzwerk unterstützt diesen Prozess: In einem gemeinsamen Diskussionspapier prüfen die Kammern derzeit, wie die vorgesehenen Hebel in der Praxis wirken, welche Maßnahmen sinnvoll ergänzt werden können und wo die Wirtschaft selbst Impulse setzen kann. So fließen Erkenntnisse aus der Unternehmenspraxis direkt in die weitere Ausgestaltung der Agenda.
Quelle: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
3/2026