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Region im Dialog – „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ treibt regionalen Austausch an
Seit 2018 findet das Format „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ am Rande des ATP Challenger Turniers statt und ist zu einer festen Institution des Braunschweiger Sommers geworden. Anfang Juli trafen sich daher Vertreterinnen und Vertreter von TU Braunschweig, HBK Braunschweig, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, TU Clausthal, PTB und DLR mit einer starken Spitze der regionalen Wirtschaft zum Austausch und Netzwerken auf dem Gelände der BRAWO OPEN. An der Kooperationsveranstaltung waren neben den beiden Industrie- und Handelskammern Braunschweig und Lüneburg-Wolfsburg auch die Volksbank BRAWO eG, die Salzgitter AG und die Allianz für die Region beteiligt.
Haben sich für die Organisation zusammengetan (v. l.): Thomas Ahlswede-Brech (Allianz für die Region), Dr. Florian Löbermann (IHK Braunschweig), Dr. Benedikt Ritterbach (Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH), Prof. Dr. Angela Ittel (TU Braunschweig), Michael Zeinert (IHK Lüneburg-Wolfsburg), Tobias Hoffmann (IHK Braunschweig), Michael Wilkens (IHK Lüneburg-Wolfsburg) und Markus Beese (Volksbank BRAWO eG).
Markus Beese, Leiter Marketing Volksbank BRAWO eG und Geschäftsführer der BRAWO Open, sowie Tobias Hoffmann, Präsident der IHK Braunschweig, begrüßten die rund 200 Gäste im Tandem und fühlten im anschließenden Interview Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, Dr.-Ing. Benedikt Ritterbach, Geschäftsführer der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, und Thomas Ahlswede-Brech, Geschäftsführer der Allianz für die Region, auf den Zahn. Denn das Motto des Abends „Innovation made in Germany“ brachte die zentrale Frage mit: Wie entsteht Innovation in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten?
„Es braucht flexiblere Regelungen, damit Grundlagenforschung in die Anwendung kommt. Dafür müssen Wirtschaft und Wissenschaft Vertrauen aufbauen und die gleiche Sprache sprechen. Das sollte man nicht dem Zufall überlassen, sondern muss es strategisch gestalten und institutionalisieren“, so Prof. Dr. Ittels unmissverständliche Botschaft.
Auch Dr.-Ing. Ritterbach wurde deutlich: „Deutschland hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem: Forschung und Wirtschaftskompetenz sind stark, doch Innovation heißt am Markt wirksam gewordene Invention, und dafür braucht es keine weiteren Netzwerke, sondern gegenseitiges Verständnis in wenigen klaren Schwerpunktkorridoren, damit die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft kürzer, verbindlicher und wirksamer wird.“
Auch Dr.-Ing. Ritterbach wurde deutlich: „Deutschland hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem: Forschung und Wirtschaftskompetenz sind stark, doch Innovation heißt am Markt wirksam gewordene Invention, und dafür braucht es keine weiteren Netzwerke, sondern gegenseitiges Verständnis in wenigen klaren Schwerpunktkorridoren, damit die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft kürzer, verbindlicher und wirksamer wird.“
Auf die Frage, welche Rolle die Region spielt, um Innovation in die Umsetzung zu bringen, sagte Ahlswede-Brech: „Unsere Region ist ein Wirtschaftsraum und wenn wir diesen auch als solchen verstehen, können wir miteinander ins Handeln kommen. Aus meiner Sicht fehlt es an konkretem Handeln, um die wissenschaftlichen Themen in wirtschaftliche Handlungsfelder zu übersetzen.“
Anknüpfend an die vorausgegangene Diskussion würdigte IHK-Vizepräsident Dr. Ralf Utermöhlen Braunschweigs wohl bekanntesten Wissenschaftler Carl-Friedrich Gauß, der durch bahnbrechende innovative mathematische Modelle das Fundament für heutige Technologien legte. Anlässlich des 250. Geburtstages des Mathematikers findet im Jahr 2027 in Braunschweig das Gauß-Jahr statt.
6/2026
