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Neues aus den IHK-Arbeitskreisen
Wechselseitiger Informations- und Erfahrungsaustausch: In den Arbeitskreisen der IHK Braunschweig wird fachliche Expertise nicht nur geteilt, sondern gezielt verknüpft, um mit Mitgliedsunternehmen praxisnahe Lösungen für konkrete Herausforderungen zu entwickeln. Dies zeigte sich auch bei den jüngsten Treffen der Arbeitskreise Zoll sowie Umwelt & Energie, in denen spannende Diskussionen neue Impulse setzten.
Dr. Aida Gonzalez-Mellado von der Nordzucker AG gaben den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.
Von der Zuckerrübe bis zur PPWR: Arbeitskreis Umwelt & Energie besucht Nordzucker
Wie eng Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und aktuelle Regulierung miteinander verbunden sind, zeigte sich bei der zweiten Sitzung des Arbeitskreises Umwelt & Energie der IHK Braunschweig am 10. Juli bei der Nordzucker AG.
Dr. Aida Gonzalez-Mellado und Dr. Daniel Tudela-Staub gaben den Teilnehmenden Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Besonders anschaulich war der Blick auf die Zuckerrübe selbst: Sie besteht zu etwa 18 Prozent aus Zucker und zu fast 75 Prozent aus Wasser. Nordzucker versteht sich daher nicht nur als Zucker-, sondern gewissermaßen auch als „Wasserfabrik“. Zugleich werden die Bestandteile der Rübe möglichst umfassend genutzt, unter anderem für Zucker, Düngemittel und Biogas. Auch die Energieeffizienz spielt für Nordzucker eine wichtige Rolle: Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine geringere Abhängigkeit von Preisschwankungen sind entscheidend für eine dauerhaft wirtschaftliche Produktion.
Anschließend stand der Austausch zwischen den Unternehmen im Mittelpunkt. Besonders intensiv diskutiert wurde die neue EU-Verpackungsverordnung, die PPWR. Dabei ging es vor allem um Rollen und Pflichten innerhalb der Lieferkette sowie um die Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung in den EU-Mitgliedstaaten. Die nächste Sitzung findet am 9. Oktober statt. Weiterführende Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei Melissa Lozano unter melissa.lozano@braunschweig.ihk.de, 0531 4715-268.
Der Arbeitskreis Zoll verabschiedete sein langjähriges Mitglied Frank Müller-Nentwig von der BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt GmbH.
Arbeitskreis Zoll zu Gast bei der Seilflechter Tauwerk GmbH
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), ergo das EU-Emissionshandelssystem für bestimmte, besonders CO2-intensiv produzierte Importwaren, wurde Anfang 2026 durch zahlreiche EU-Durchführungsrechtsakte angepasst. Stefanie Eich von der GTAI gab den Teilnehmenden bei der Seilflechter Tauwerk GmbH einen kompakten Überblick über die seit Anfang 2026 verabschiedeten EU-Durchführungsrechtsakte zum CBAM und die damit einhergehenden Änderungen. Deutlich wurde dabei auch: die CBAM-Gesetzgebung ist nicht statisch, sondern wird laufend von der EU-Kommission angepasst. Beispielsweise soll der Kreis der betroffenen Waren in den nächsten Jahren ausgeweitet werden.
Auch die finanzielle Dimension rückt näher: Laut EU-Kommission sollen CBAM-Zertifikate ab Februar 2027 erworben werden können. Stephan Klingl von der FutureCamp Climate GmbH erläuterte praxisnah, wie Unternehmen bereits heute anhand des veröffentlichten Zertifikatspreises für Q1/2026 die potenziellen Kosten für CBAM-pflichtige Importe kalkulieren können. In der anschließenden Diskussion im Arbeitskreis stand insbesondere die Zertifizierung von Produktionsbetrieben in Drittländern im Fokus – eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung tatsächlicher Emissionsdaten bei der Berechnung der benötigten CBAM-Zertifikate. Offen bleibt derzeit noch, in welchem Umfang diese realen Emissionsdaten zum offiziellen Verkaufsstart Anfang 2027 tatsächlich nutzbar sein werden.
Außerdem verabschiedete der Arbeitskreis sein langjähriges Mitglied Frank Müller-Nentwig von der BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt GmbH, der nach vielen arbeitsintensiven Jahren im Bereich Zoll & Logistik in den verdienten Ruhestand geht. Die nächste Sitzung findet am 7. Oktober statt. Weiterführende Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei Timo Prange unter timo.prange@braunschweig.ihk.de, 0531 4715-271.
6/2026
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Timo Prange
