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TOP Ausbildung – Ausbildungsqualität sichtbar machen
Mit dem Qualitätssiegel „TOP Ausbildung“ erhalten Ausbildungsunternehmen die Möglichkeit, ihr besonderes Engagement in der betrieblichen Ausbildung hervorzuheben. Das Siegel bietet neben einem Imagegewinn auch die Möglichkeit, konkrete Rückmeldungen zur Ausbildungsqualität im Unternehmen zu erhalten. Das Ziel? Die betriebliche Ausbildung zu stärken und ihre Attraktivität darzustellen.
Betriebe, die das Qualitätssiegel erlangen möchten, durchlaufen insgesamt drei Phasen. In einem Eingangscheck bestätigt das Unternehmen zunächst erste wichtige Aspekte einer Ausbildung. In einem zweiten Schritt erfolgt die Selbsteinschätzung zur Ausbildungsqualität und -praxis mithilfe eines Kriterienkataloges. Nach einer Rückmeldung durch die IHK steht dem Unternehmen frei, ob die finale Phase in Form eines Audits vor Ort im Betrieb erfolgen soll.
„Der Umfang des Kriterienkataloges ist nicht zu unterschätzen. Dieser ist recht umfassend, damit ein möglichst präzises Bild der Ausbildungsqualität erfasst werden kann. Auch wenn das Ausfüllen einige Zeit beansprucht, ist die Freude über den ausgefüllten Katalog oft groß – immerhin macht er sichtbar, was das Unternehmen im Bereich der Ausbildungsqualität leistet. Dinge, die tagtäglich gemacht werden, sind vielen gar nicht so bewusst – da ist das eigene Erstaunen häufig groß“, sagt Ann-Kathrin Frohmüller, Teamleiterin Ausbildungsberatung und Verzeichnisführung der IHK.
Die Auditierung
Ist eine Auditierung gewünscht, prüft ein Auditteam das Unternehmen entlang des Kriterienkataloges mitsamt der einzelnen Phasen einer Ausbildung. Vom Ausbildungsmarketing und Recruiting, dem Start der Ausbildung über die Organisation und Durchführung der Ausbildung bis hin zu Prüfung und Abschluss der Ausbildung werden sämtliche Aspekte beleuchtet. Auch Gespräche mit den Beteiligten, darunter Auszubildende, Ausbildende und Personalverantwortliche, zählen dazu. Obwohl im Kriterienkatalog viele Aspekte einer Ausbildung abgefragt und festgehalten werden, spiegeln diese lediglich einen Teil der Ausbildungsqualität wider.
„Auf dem Papier kann alles festgehalten werden. Wichtig ist, ob das Geschriebene in der Realität auch stattfindet“, meint Sabrina Pannier, eine der Auditorinnen des Projektes. Insbesondere die Gespräche mit allen Beteiligten sowie die Art und der Umgang untereinander zeigen, ob beides zusammenpasst. Im Rahmen der Auditierung erhält das Unternehmen von den Auditierenden direktes Feedback sowie Hinweise zu Bereichen, in denen noch Entwicklungspotenziale bestehen. Dabei wird den Auditteams immer wieder Spannendes aus der Ausbildungspraxis der jeweiligen Firmen zuteil.
„Mich beeindruckt die Vielfalt der Ausbildung und wie unterschiedlich die Betriebe diese leben. Bei einem unserer Audits war ich überrascht, dass ein Unternehmen komplett auf Einstellungstests verzichtet und sich hingegen auf Menschenkenntnis und Passung verlässt. Das kenne ich anders. Für uns funktioniert es dennoch ausgezeichnet“, bekräftigt Stefan Hausmann, ebenfalls Auditor.
Die Siegelträger
Das erste Siegel konnte die IHK 2021 an die Hch. Perschmann GmbH und die Perschmann Business Services GmbH vergeben. Im selben Jahr schlossen sich die Urkundenvergaben an die GWE pumpenboese GmbH, die Wentronic GmbH, die Direktion für Deutsche Vermögensberatung Sascha Rabe und die Nibelungen-Wohnbau-GmbH an.
2022 folgten mit der Kroschke sign-international GmbH und der FIBAV GmbH weitere Ausbildungsunternehmen, die das Audit erfolgreich absolviert haben. Im Folgejahr konnten die Blome & Pillardy Event GmbH und die MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet werden.
Aufgrund der dreijährigen Gültigkeit des Siegels folgten in den Jahren 2024 und 2025 erste Re-Auditierungen. Im vergangenen Jahr kamen Erst-Auditierungen der Landwind Verwaltungs GmbH & Co. KG, der Eiffage Infra-Lärmschutz GmbH und der PSD Bank Braunschweig eG hinzu.
„Ich freue mich sehr, dass wir bereits einigen unserer besonders engagierten Teilnehmenden die Urkunde als TOP Ausbildungsbetrieb übergeben durften. Es beeindruckt mich jedes Mal, wie vielfältig, innovativ und engagiert Ausbildung in unserer Region ist“, so Dr. Kirsten van Elten, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Abteilungsleiterin Beruf & Bildung der IHK.
Weitere Informationen zum Qualitätssiegel finden Sie hier.
2/2026
Kontakt
Ann-Kathrin Frohmüller
