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Qualifizierte Arbeitskräfte sichern – Der sicherste Fachkräftepool ist die eigene Belegschaft
Der Fachkräftemangel prägt längst den Alltag vieler Unternehmen in Deutschland und auch in der Region Braunschweig. Im aktuellen DIHK-Fachkräftereport geben 86 Prozent der befragten Unternehmen an, dass diese für 2026 negative Folgen durch den Arbeits- und Fachkräftemangel erwarten. Der Konjunkturbericht der IHK Braunschweig unterstreicht diese Sorge: Im 4. Quartal 2025 sehen demnach 45 Prozent der befragten niedersächsischen Unternehmen bzw. 39 Prozent der Firmen des Wirtschaftsraumes Braunschweig-Wolfsburg im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre künftige Geschäftsentwicklung.
Im Jahresdurchschnitt 2024/2025 fehlten in Niedersachsen 45 839 qualifizierte Arbeitskräfte. Engpässe bestehen vor allem bei dual Ausgebildeten und Fachkräften. Die Top-5-Engpassberufsgattungen in Niedersachsen sind: Bauelektrik, Kraftfahrzeugtechnik, Altenpflege, elektrische Betriebstechnik und Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Auch Social-Media- und Content-Manager werden aktuell gesucht.
Wer heute gezielt in die Weiterbildung seiner Beschäftigten investiert, sichert seine Wettbewerbsfähigkeit von morgen.Dr. Kirsten van Elten
Die digitale und ökologische Transformation führt zudem zu veränderten Tätigkeits- und Branchenstrukturen und geht mit einem sich wandelnden Bedarf an Kompetenzen einher. In dieser Situation spielt die berufliche Weiterbildung eine wichtige Rolle. Sie ist aus betrieblicher Sicht ein zentrales Instrument zur Bewältigung des Wandels und zur Deckung des Fachkräftebedarfs.
Wie sichern wir Fachkräfte, wenn der Markt sie nicht liefert?
Dabei stellt sich eine strategische Leitfrage: Wie bleiben wir wettbewerbsfähig, wenn wir Fachkräfte nicht einfach einkaufen können? Bestehende Mitarbeitende zu binden ist dabei als Antwort genauso wichtig wie zusätzliche Fachkräfte zu finden. Eine Lösung für Unternehmen könnte wie folgt aussehen: Nicht der Fachkräftemangel ist das eigentliche Problem, sondern wie Sie heute rekrutieren, qualifizieren und führen.
Halten:
Investitionen sichern und Fluktuation senken
Faktoren wie Führung, Unternehmenskultur, Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen entscheiden maßgeblich über den Verbleib von Fachkräften. Weiterbildung steigert Bindung, wenn Entwicklungsperspektiven klar kommuniziert werden. Das Halten von Mitarbeitenden ist daher Teil betriebswirtschaftlicher Vernunft.
Faktoren wie Führung, Unternehmenskultur, Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen entscheiden maßgeblich über den Verbleib von Fachkräften. Weiterbildung steigert Bindung, wenn Entwicklungsperspektiven klar kommuniziert werden. Das Halten von Mitarbeitenden ist daher Teil betriebswirtschaftlicher Vernunft.
Entwickeln:
Weiterbildung als entscheidender Hebel
Die gezielte Entwicklung eigener Mitarbeitenden kann die Fachkräftelücke weiter schließen. Analysen von IAB, IW und weiteren Institutionen belegen, dass Unternehmen, die frühzeitig in interne Qualifizierung investieren, Engpässe weniger über Lohnwettbewerb oder Abwerbung lösen müssen. Weiterbildung wirkt damit nicht nur gegen Fachkräftemangel, sondern stabilisiert auch die Mitarbeitendenbindung und senkt Fluktuationskosten. Das BIBB-Qualifizierungspanel zeigt zudem, dass betriebliche Weiterbildung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sichert. Da viele der Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Betrieben in Helfertätigkeiten arbeiten, kann es sich darüber hinaus lohnen zu prüfen, inwiefern diese zu Fachkräften nachqualifiziert werden können.
Die gezielte Entwicklung eigener Mitarbeitenden kann die Fachkräftelücke weiter schließen. Analysen von IAB, IW und weiteren Institutionen belegen, dass Unternehmen, die frühzeitig in interne Qualifizierung investieren, Engpässe weniger über Lohnwettbewerb oder Abwerbung lösen müssen. Weiterbildung wirkt damit nicht nur gegen Fachkräftemangel, sondern stabilisiert auch die Mitarbeitendenbindung und senkt Fluktuationskosten. Das BIBB-Qualifizierungspanel zeigt zudem, dass betriebliche Weiterbildung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sichert. Da viele der Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Betrieben in Helfertätigkeiten arbeiten, kann es sich darüber hinaus lohnen zu prüfen, inwiefern diese zu Fachkräften nachqualifiziert werden können.
Gewinnen:
Neue Zielgruppen erschließen – aber Grenzen erkennen
Rekrutierung bleibt unverzichtbar. Gehalt, flexible Arbeitsmodelle und gezielte Ansprache neuer Zielgruppen, Quereinsteiger oder internationaler Fachkräfte erhöhen kurzfristig das Arbeitskräfteangebot. Studien zeigen jedoch, dass Gewinnung allein keine nachhaltige Fachkräftebasis sichert, da alle Firmen auf denselben Pool zugreifen.
Rekrutierung bleibt unverzichtbar. Gehalt, flexible Arbeitsmodelle und gezielte Ansprache neuer Zielgruppen, Quereinsteiger oder internationaler Fachkräfte erhöhen kurzfristig das Arbeitskräfteangebot. Studien zeigen jedoch, dass Gewinnung allein keine nachhaltige Fachkräftebasis sichert, da alle Firmen auf denselben Pool zugreifen.
Warum Weiterbildung der Schlüssel ist
Von allen drei Hebeln ist Weiterbildung der Einzige, der das Fachkräfteangebot selbst schafft: Gewinnung verteilt knappe Ressourcen, Halten schützt die Investition, Entwickeln vergrößert die eigene Fachkräftebasis. Das entsprechende Credo lautet demnach: Der sicherste Fachkräftepool ist die eigene Belegschaft.
Die IHK: neutraler Partner für praxisnahe Unterstützung
„Fachkräfte entstehen nicht am Markt, sondern im Unternehmen. Wer heute gezielt in die Weiterbildung seiner Beschäftigten investiert, sichert seine Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Genau dabei unterstützt die IHK ihre Mitgliedsunternehmen – neutral, praxisnah und kostenfrei“, betont Dr. Kirsten van Elten, Abteilungsleitung Beruf & Bildung und stellvertretende Hauptgeschäftsführerin.
Die Kammer unterstützt Betriebe konkret bei der strategischen Weiterbildungsberatung, der Erschließung von Fördermöglichkeiten und in Fragen der Finanzierung. Ergänzt um Seminare im Wirtschafts- und Bildungsbereich, adressieren diese Angebote gezielt unterschiedliche Bedürfnisse von Unternehmern und Mitarbeitenden.
Strategische Weiterbildungsberatung
- Die IHK berät bei der Planung von Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, um Fachkräftelücken proaktiv zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Fördermöglichkeiten und Finanzierung
- Unternehmen erhalten Unterstützung sowohl bei der Identifikation von Förderprogrammen als auch bei der Suche nach Finanzierung von Weiterbildungen.
Ergänzende Beratungen und Validierungen
- Rekrutierung internationaler Fachkräfte: In Zusammenarbeit mit der IHK Hannover bietet die IHK Braunschweig eine kostenlose Beratung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse an.
- Einstiegsqualifizierung: In einem geförderten, vier- bis zwölfmonatigen Praktikum werden Jugendlichen in Firmen Inhalte anerkannter Ausbildungsberufe vermittelt.
Teilqualifikation: Ein Angebot für Erwachsene über 25 Jahre, die sich weiterbilden und nachqualifizieren wollen. - Validierungsverfahren: Jahrelange, berufliche Kompetenzen von Mitarbeitenden ohne formale Berufsausbildung werden hier bewertet und mit einem Referenzberuf abgeglichen. Die IHK bescheinigt diese Fähigkeiten offiziell mit einem Zertifikat.
Fazit: Fachkräfte sichern ist Führungsaufgabe
Alle, die heute in gezielte Weiterbildung investieren, sichern morgen ihre Wettbewerbs- und Handlungsfähigkeit. Fachkräftesicherung ist keine unüberwindliche Hürde – sie ist eine strategische Führungsentscheidung. Wer jetzt handelt, gestaltet aktiv die Zukunft seines Unternehmens. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf unter:
weiterbildungsberatung@braunschweig.ihk.de.
weiterbildungsberatung@braunschweig.ihk.de.
Quellen:
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026, IHK Braunschweig: Konjunkturumfrage Q4/2025, KOFA 2026: Ländersteckbrief Niedersachsen, Familienunternehmen Jahresmonitor 2022, KfW-ifo-Fachkräftebarometer 2023, IAB/IW/Institutionenberichte zu Qualifizierung als Reaktionsstrategie, BIBB-Qualifizierungspanel.
DIHK-Fachkräftereport 2025/2026, IHK Braunschweig: Konjunkturumfrage Q4/2025, KOFA 2026: Ländersteckbrief Niedersachsen, Familienunternehmen Jahresmonitor 2022, KfW-ifo-Fachkräftebarometer 2023, IAB/IW/Institutionenberichte zu Qualifizierung als Reaktionsstrategie, BIBB-Qualifizierungspanel.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: www.ihk.de/braunschweig/weiterbildungsberatungonline.
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