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Herne im Aufbruch
Herne ist eine der dichtest besiedelten Städte Deutschlands und gehört zu jenen Kommunen im Ruhrgebiet, die der Strukturwandel nach dem Ende des Steinkohlebergbaus besonders hart getroffen hat. Jahrzehntelang lebte die Stadt von der Montanindustrie – und litt nach deren Niedergang unter den Folgen: fehlende Alternativstrukturen, strukturelle Unterfinanzierung, ein Mangel an Hochschulen sowie eine Innenstadt, die von Leerstand geprägt war. Doch in den vergangenen Jahren hat Herne eine bemerkenswerte Neuausrichtung vollzogen. Wir schauen genauer hin.
- I. General Blumenthal: Vom Bergwerk zum Innovationsquartier
- II. Das FunkenbergQuartier: Herne wird Hochschulstadt
- III. Die „Blumenthal Airline": Eine Seilbahn als städtisches Infrastrukturprojekt
- IV. Urban Arts District Wanne: Kreativität als Stadtentwicklungsstrategie
- V. Innenstadtrevitalisierung als Modellprojekt
- Interview mit Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: „Herne 2040, eine moderne, vernetzte und lebenswerte Stadt.“
Grüne Idylle mit Seilbahn: So stellt sich die KI die Ruhrgebietsstadt Herne in Zukunft vor.
I. General Blumenthal: Vom Bergwerk zum Innovationsquartier
Wer Hernes größtes Stadtentwicklungsprojekt verstehen will, muss zunächst seine Dimensionen betrachten: Das Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal XI ist rund 30 Hektar groß – das entspricht etwa 35 Fußballfeldern. Mitten im Stadtgebiet gelegen, ist es von Eisenbahntrassen umgeben. Für eine Stadt wie Herne, in der Gewerbeflächen chronisch knapp sind, stellt diese Brache eine außerordentliche Ressource dar. Und doch liegt das Gelände seit langer Zeit brach.
Seit 2020 werden die Planungen allerdings konkreter. Damals beschloss der Stadtrat, das Areal für wissens- und technologieorientierte Nutzungen zu öffnen. „Blumenthal hoch3" heißt das Gelände jetzt. Und wenn es nach Ronald Graf, dem Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Herne (SEG) geht, soll dieser Name in Zukunft Hernes Ruf als Innovationsort stärken. „Auf Basis der bisherigen Planungen des Architekturbüros Albert Speer & Partner muss jetzt ein städtebaulicher Rahmenplan entstehen“, erklärt Graf den nächsten Schritt. Dieser Rahmenplan wird aktuell von einem niederländischen Planungsbüro verfeinert. „Im Oktober werden wir die Varianten dann im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung vorstellen und Anregungen dazu einsammeln.“
Bei einem Vor-Ort-Termin verschafften sich IHK-Vertreter um Hauptgeschäftsführer Michael Bergmann (li.) bereits 2025 einen Überblick über das Projekt auf „General Blumenthal“.
Am Ende steht ein Innovationsquartier, das Arbeiten, Natur und Mobilität zusammendenkt – mit bis zu 4.000 neuen Arbeitsplätzen, einem hohen Grünanteil und einer parkähnlichen Landschaft, die von Wasserflächen durchzogen wird. Mindestens die Hälfte des Geländes soll als Grünfläche erhalten bleiben.
Das Projekt wird im Ruhrgebiet als bedeutende Initiative gewürdigt: Der Regionalverband Ruhr (RVR) zeichnete es im Rahmen der Initiative „Zukunft blüht" als zukunftsweisendes Transformationsprojekt aus. „Blumenthal hoch3" ist momentan Vision und Baustelle zugleich – aber eine Vision, die schrittweise Konturen annimmt.
II. Das FunkenbergQuartier: Herne wird Hochschulstadt
Ganz anders sieht es dagegen im FunkenbergQuartier aus. Das ehemalige Industrieareal des Bergbauzulieferers Pumpen-Müller nimmt bereits Gestalt an. Das Herzstück ist die Ansiedlung der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, deren Bau schon im kommenden Jahr abgeschlossen sein soll. Vier Städte hatten sich um diesen Standort beworben. Ende Januar 2022 fiel die Entscheidung für Herne. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bezeichnete den Tag der Entscheidung als einen historischen in der Geschichte der Stadt: „Ab diesem Moment steht Herne offiziell auf der Liste der deutschen Hochschulstandorte.“
Das Bauvorhaben wird von HOCHTIEF realisiert, das den Wettbewerb für Bau und Betrieb gewann. Auf rund 32.000 Quadratmetern entstehen in diesem Chancenquartier der Chancenregion Ruhr Hörsäle, ein Verwaltungsgebäude, eine Mensa, eine Bibliothek, Mehrzweckräume und 1.200 Parkplätze. Bis zu 5.000 Studierende aus ganz NRW sollen ab dem Wintersemester 2027 in Herne studieren – eine Zahl, die die Stadt demografisch, wirtschaftlich und kulturell spürbar verändern wird, so die Hoffnungen.
Baustellenbesuch mit Oberbürgermeister: Dr. Frank Dudda (3.v.li.) informierte sich über den Stand der Arbeiten an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung.
Auch der Herner Unternehmer Henrich Kleyboldt ist vom FunkenbergQuartier überzeugt: „Das Projekt hat großes Potenzial, weil es verkehrsgünstig liegt und viel Platz für innovative Dienstleistungen bietet.“ Entscheidend sei, dass die Aufenthaltsqualität mitgedacht werde – auch mit Blick auf die Anbindung der Innenstadt, so der Vizepräsident der IHK Mittleres Ruhrgebiet. Diese müsse aber gut umgesetzt werden. „Drei Meter hohe Stützwände, wie sie jetzt in der Nähe des geplanten Datacenters gesetzt wurden, sind allerdings wenig attraktiv.“ Das FunkenbergQuartier passe perfekt zu „Blumenthal hoch3“. Die Zechenbrache, so Kleyboldt, habe ebenfalls das Potenzial für einen echten Leuchtturm. „Auch an dem Thema muss Herne konsequent dranbleiben.“ Wichtig sei allerdings, dass das mit einer vernünftigen Verkehrsleitplanung einhergehe. „Der Verkehr muss aus der Innenstadt raus, beispielsweise über sinnvoll integrierten Nahverkehr, Quartiersparkhäuser oder intelligente Verkehrsleitsysteme.“ Sonst drohe sich die ohnehin schon schwierige Verkehrssituation weiter zu verschlimmern, so Kleyboldt.
III. Die „Blumenthal Airline": Eine Seilbahn als städtisches Infrastrukturprojekt
Kaum ein Element der Herner Stadtentwicklungsstrategie hat so viel Aufmerksamkeit und anfängliche Skepsis auf sich gezogen wie die geplante Seilbahn zwischen dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel und dem Blumenthal-Gelände. Tatsächlich ist die Idee auf den ersten Blick ungewöhnlich – Seilbahnen verbindet man gemeinhin mit Skistationen oder touristischen Attraktionen, nicht mit dem ÖPNV einer Ruhrgebietsstadt.
Doch die Logik hinter dem Projekt ist überzeugend. Zwar liegen der Hauptbahnhof Wanne-Eickel und das Blumenthal-Gelände nur wenige hundert Meter voneinander entfernt – doch zwischen beiden erstrecken sich weitläufige Gleisanlagen, die eine direkte Verbindung zu Fuß oder per Bus erheblich erschweren. Eine Brücke oder ein Tunnel wären technisch aufwändig und wesentlich kostspieliger. Eine Seilbahn hingegen überwindet diese Barriere auf direktem Luftweg, steht nie im Stau, ist barrierefrei und fügt sich in das bestehende ÖPNV-Netz. Auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer zeigte sich beeindruckt und ermutigte die Stadt: „Das mit der Seilbahn ist keine verrückte, sondern eine intelligente Idee.“
„Das Seilbahnprojekt ist mehr als ein Mobilitätsprojekt. Es ist ein Symbol für den Geist, mit dem Herne seinen Strukturwandel gestaltet – und für den Mut, auch unkonventionelle Lösungen zu verfolgen.“
Im Februar 2026 gründeten die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR) und das Mobilitätsunternehmen Transdev gemeinsam die „Herner Seilbahngesellschaft mbH", die das Projekt unter dem Markennamen „Blumenthal Airline" betreiben wird. Transdev verfügt dabei über einschlägige Erfahrung: Das Unternehmen betreibt unter anderem eine urbane Seilbahn in Paris. Der vorläufige Zeitplan in Herne sieht einen Baubeginn Ende 2030 vor; die Anlage könnte schon ein Jahr später in Betrieb gehen.
„Das Seilbahnprojekt ist mehr als ein Mobilitätsprojekt. Es ist ein Symbol für den Geist, mit dem Herne seinen Strukturwandel gestaltet – und für den Mut, auch unkonventionelle Lösungen zu verfolgen“, ist auch Michael Bergmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet, überzeugt. „Und es fügt sich in einen Gesamtplan, der die Stadt entschieden voranbringen wird.“
IV. Urban Arts District Wanne: Kreativität als Stadtentwicklungsstrategie
Während General Blumenthal und das Funkenberg-Quartier auf technologische und akademische Ansiedlung setzen, verfolgt die Entwicklung des Stadtteils Wanne-Mitte einen anderen Ansatz: Hier sollen Kultur und kreative Wirtschaft als Motor der Quartiersbelebung wirken. Das Konzept des „Urban Arts District" zielt darauf ab, Künstlerinnen und Künstler sowie Menschen aus der Kreativwirtschaft nach Wanne-Mitte zu holen und den Stadtteil zu einer Kulturmeile zu entwickeln.
Die Idee des Urban Arts District ist in einen größeren Kontext eingebettet. Wanne-Mitte leidet seit Jahren unter Leerstand, dem Rückgang des Einzelhandels und einem ungünstigen öffentlichen Image. Gleichzeitig besitzt der Stadtteil Potenziale: den gut angebundenen Hauptbahnhof Wanne-Eickel, kulturelle Ankerpunkte wie den Mondpalast sowie eine lebendige, heterogene Stadtgesellschaft.
Als Botschafter des Projekts konnte die Stadt mit Christian Stratmann einen prominenten Vertreter der Kulturszene des Reviers gewinnen. Stratmann, der mit dem Volkstheater Mondpalast in Wanne und dem RevuePalast Ruhr zwei ruhrgebietsweit bekannte Kulturorte mitgegründet hat, bringt sein Netzwerk und seine Erfahrung ein.
Mitten im Herzen von Wanne sollen Kultur und Kreativität die Stadtentwicklung beflügeln.
Der Urban Arts District soll überdies Teil der Manifesta 16 sein, der europäischen Kulturbiennale, die 2026 im Ruhrgebiet stattfindet. Diese überregionale Einbettung gibt dem lokalen Projekt internationale Sichtbarkeit, die weit über Herne hinausreicht. Das Konzept ist erklärtermaßen ein Gegenentwurf zur klassischen Förderlogik: Nicht Investitionen in Stahl und Beton stehen im Vordergrund, sondern die weiche Infrastruktur aus Kreativität, Gemeinschaft und Kultur.
V. Innenstadtrevitalisierung als Modellprojekt
Das am weitesten fortgeschrittene Projekt der Herner Stadtentwicklung ist eines, das auch in anderen Ruhrgebietsstädten Schule machen könnte: die Neuen Höfe Herne. Was hier entstand, ist mehr als die Sanierung eines Gebäudes. Es ist ein Statement über die Zukunft des Stadtzentrums.
Der Ausgangspunkt war ein Fall, der sich in vielen Ruhrgebietsstädten ereignet hat: Das Hertie-Warenhaus an der zentralen Bahnhofstraße und am Robert-Brauner-Platz schloss 2009. Das Gebäude stand danach mehr als zehn Jahre leer – ein Symbol des Verfalls im Herzen der Stadt. Private Investoren scheuten das Risiko einer Revitalisierung in einer strukturschwachen Mittelstadt.
Die Stadt Herne reagierte: Sie erwarb das Gebäude, entwickelte ein umfassendes Quartierskonzept für den gesamten Bereich um den Robert-Brauner-Platz und schrieb es anschließend in einem Investorenwettbewerb aus. Den Zuschlag erhielt die Landmarken AG, die gemeinsam mit HPP Architekten ein Konzept für eine gemischtgenutzte Immobilie entwickelte.
Die Stadt Herne reagierte: Sie erwarb das Gebäude, entwickelte ein umfassendes Quartierskonzept für den gesamten Bereich um den Robert-Brauner-Platz und schrieb es anschließend in einem Investorenwettbewerb aus. Den Zuschlag erhielt die Landmarken AG, die gemeinsam mit HPP Architekten ein Konzept für eine gemischtgenutzte Immobilie entwickelte.
2018 begann der Umbau, Anfang 2021 eröffneten die Neuen Höfe. Das Konzept: Im Untergeschoss ein Fitnessstudio, im Erdgeschoss Gastronomie und Einzelhandel mit Außenterrasse, in den Obergeschossen moderne Büroflächen. Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sieben Unternehmen arbeiten heute im Gebäude.
Eine ist Britta Rommel. Die Gastronomin betreibt das Wirtshaus Herne im Erdgeschoss der Neuen Höfe. Zwischen Kaffeeduft und klapperndem Geschirr wirft Britta Rommel einen kurzen Blick nach draußen. Die Bahnhofstraße ist an diesem sonnigen Frühlingsvormittag belebt, Menschen schlendern vorbei. „Ich gucke immer auf die Frequenz“, sagt die Gastronomin. „Was ist los? Wie viele Leute bewegen sich hier?“ Für sie ist das der direkteste Gradmesser für den Zustand der Herner Innenstadt. Und der fällt je nach Tag sehr unterschiedlich aus.
Britta Rommel, Inhaberin des Wirtshaus Herne in den Neuen Höfen
Gleichzeitig erkennt sie klare Chancen. Große Projekte wie das FunkenbergQuartier bewertet sie positiv: „Das wird auf jeden Fall Veränderung bringen.“ Neue Arbeitsplätze, Studierende und zusätzliche Frequenz könnten Impulse setzen: „Dafür muss die Innenstadt allerdings gewappnet sein.“
Ein Schlüssel dafür seien Veranstaltungen. „Es braucht mehr Events, die auch wirklich Leute in die Stadt ziehen – und die gut beworben werden.“ Gerade Formate mit Erlebnischarakter könnten helfen, auch jüngere Zielgruppen zu erreichen. Die seien an der Bahnhofstraße aktuell weniger anzutreffen. Rommels Wunsch für die Zukunft ist klar formuliert: mehr Vielfalt, mehr Gastronomie, mehr Leben. Und vor allem ein Stück Atmosphäre, das verloren gegangen scheint.
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda nimmt Rückmeldungen dieser Art sehr ernst: „Eine lebendige Innenstadt ist wichtig für die Attraktivität unserer Stadt.“ Im interkommunalen Vergleich gehe es der Herner Innenstadt noch recht gut, ist der Oberbürgermeister überzeugt. „Unsere Entwicklungsimpulse am Europaplatz und mit den Neuen Höfen zeigen Wirkung. Wir haben gezielt Arbeit, Freizeit und Wohnen in die Innenstadt gebracht und damit die Frequenz in der Fußgängerzone gesteigert.“ Dudda räumt aber auch Defizite ein: „Schwächen gibt es vor allem noch im unteren Bereich zum Bahnhof Herne. Durch die geplante Bahnhofssanierung und die Entwicklung im benachbarten FunkenbergQuartier profitiert auch die untere Bahnhofstraße.“ Dudda rechnet in Zukunft mit 2.000 neuen Arbeitsplätzen in Innenstadtnähe: „Also auch in der Fußgängerzone machen wir Fortschritte und erwarten Entwicklung.“
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda vor dem entstehenden FunkenbergQuartier. Foto: Stadt Herne
Interview mit Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: „Herne 2040, eine moderne, vernetzte und lebenswerte Stadt.“
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda setzt auf eine ganzheitliche Strategie bei der Entwicklung der Stadt. Im Hintergrund ist die Bautätigkeit am FunkenbergQuartier zu sehen.
Herr Dr. Dudda, als sie 2015 das Amt des Herner Oberbürgermeisters übernahmen, was waren die größten Herausforderungen mit Blick auf die Stadtentwicklung?
Über Jahrzehnte war die Stadtentwicklung in Herne von Entwicklungshemmnissen geprägt. Wir haben schnell erkannt, dass Herne als starker Standort der Gesundheitswirtschaft weiter ausgebaut werden kann und muss. Heute arbeiten mehr als 14 Prozent der versicherungspflichtig Angestellten in Herne im Gesundheitsbereich. Auf der anderen Seite fehlten uns wissenschaftliche Einrichtungen, um Innovationen umzusetzen und zukunftsorientierte Arbeitsplätze anzusiedeln.
Und was haben Sie getan?
Wir haben uns angeschaut, wie andere Städte und Regionen erfolgreich Veränderungsprozesse gestalten. Wir waren in Barcelona und haben dort gesehen, wie internationale Großveranstaltungen auf Kommunen wirken. In Maastricht haben wir gelernt, wie Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft funktionieren. Und in China wurde deutlich, wie stark Innovationen und wissensbasierte Arbeitsplätze Stadtentwicklung positiv beeinflussen.
Wenn Sie auf die aktuellen Entwicklungen in Ihrer Stadt blicken: Was ist Ihr Lieblingsprojekt?
Mein Lieblingsprojekt ist die ganzheitliche Entwicklung von Herne. Aber mit Vorfreude blicke ich auf die europäische Kulturbiennale Manifesta in Wanne. Wir werden sehen, wie Kultur als Treiber für Quartiersentwicklung das Leben der Menschen positiv verändern wird. Die Manifesta wird ein Schlaglicht auf die geplante Kulturmeile, den Urban Arts District, und auf die vielen Stadtentwicklungsprojekte in Wanne werfen.
In welchem Bereich hat sich aus Ihrer Sicht in Herne am meisten getan?
Das ist schwer zu bewerten, denn wir haben bewusst auf die Entwicklung von Leuchttürmen verzichtet. Dafür haben wir ein dichtes Netz von Impulsen über das gesamte Stadtgebiet gelegt. Dabei sticht das FunkenbergQuartier hervor. Das, was wir dort begonnen haben, soll sich auf dem Blumenthal-Areal fortsetzen. Darüber hinaus planen wir mit einem namhaften Industrieunternehmen und renommierten Start-ups einen dritten Campus mit internationaler Spitzenforschung aus dem Bereich der Chemie. Wir haben Herne also auf der Landkarte der internationalen Forschung in Nischen klar verortet.
Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft wagen: Wo sehen Sie Herne im Jahr 2040?
Wir entwickeln Herne zu einer modernen, vernetzten und lebenswerten Stadt im Herzen des Ruhrgebiets, zu einer Stadt, die offen ist für Innovationen. Wir werden attraktive Wohn- und Arbeitsstandorte bieten, eine starke Bildungslandschaft haben und eng mit anderen Kommunen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) zusammenarbeiten. Kurz: Herne ist dann eine Stadt mit klarer Identität und guten Perspektiven für kommende Generationen.
