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Kickstarter Ausbildung
Viele Ausbildungsverträge scheitern nicht an der fachlichen Leistung, sondern am Start: an Unsicherheiten, Rollenfragen und fehlender Kommunikation. Das Format „Kickstarter Ausbildung“ setzt genau hier an. Wir haben mit Jan Dettweiler, Teamleiter im KompetenzWerk der IHK Mittleres Ruhrgebiet, und Trainer Michael Goulao darüber gesprochen, für wen sich das Format eignet.
Das Gespräch führte Christina Kiesewetter
Jan, warum hat unser KompetenzWerk das Format „Kickstarter Ausbildung“ ins Angebot aufgenommen?
Jan Dettweiler: Weil der Start in die Ausbildung entscheidend ist. Ein erheblicher Teil der Ausbildungsverträge wird frühzeitig gekündigt – häufig von den Azubis. Viele Unternehmen denken: „Vertrag ist unterschrieben, Onboarding erledigt.“ Aber das stimmt nicht. Das Onboarding dauert die gesamte Ausbildung, und die ersten Wochen sind besonders sensibel. Wenn junge Menschen gut begleitet werden, sich fachlich und sozial zurechtfinden und im Team ankommen, sind sie motivierter und bleiben eher. Gleichzeitig haben gerade kleinere Unternehmen oft gar nicht die Zeit, sich intensiv um diese ersten Schritte zu kümmern. Genau da setzt „Kickstarter Ausbildung“ an.
Jan Dettweiler: Weil der Start in die Ausbildung entscheidend ist. Ein erheblicher Teil der Ausbildungsverträge wird frühzeitig gekündigt – häufig von den Azubis. Viele Unternehmen denken: „Vertrag ist unterschrieben, Onboarding erledigt.“ Aber das stimmt nicht. Das Onboarding dauert die gesamte Ausbildung, und die ersten Wochen sind besonders sensibel. Wenn junge Menschen gut begleitet werden, sich fachlich und sozial zurechtfinden und im Team ankommen, sind sie motivierter und bleiben eher. Gleichzeitig haben gerade kleinere Unternehmen oft gar nicht die Zeit, sich intensiv um diese ersten Schritte zu kümmern. Genau da setzt „Kickstarter Ausbildung“ an.
Herr Goulao, Sie sind einer der Trainer an den beiden Tagen. Welche sozialen oder kommunikativen Hürden erleben Sie bei Auszubildenden besonders häufig beim Einstieg?
Michael Goulao: Ich beobachte vor allem drei Herausforderungen. Erstens den Rollenwechsel: von der Schülerin/vom Schüler zur Mitarbeiterin oder zum Mitarbeiter. Viele unterschätzen, dass sie jetzt Teil eines professionellen Systems sind. Da zählt nicht nur die Schulnote, sondern auch Verlässlichkeit, Teamarbeit und Verantwortung. Zweitens gibt es viel Unsicherheit in der Kommunikation – Hemmungen, ans Telefon zu gehen oder Fragen zu stellen, Schwierigkeiten im Umgang mit Feedback oder im Kontakt mit älteren Kolleg:innen. Viele kennen solche Gespräche aus der Schule gar nicht. Und drittens geht es um die informelle Kommunikation. Da kommt dann auf eine Anweisung schon mal ein „Chill doch mal“. Oder in einem Verkaufsgespräch fällt ein gut gemeintes „Ich fühl’ mit dir“, worauf der Kunde fragt: „Was fühlen Sie denn?“ Da merkt man, wie unterschiedlich Kommunikationsstile wirken.
Michael Goulao: Ich beobachte vor allem drei Herausforderungen. Erstens den Rollenwechsel: von der Schülerin/vom Schüler zur Mitarbeiterin oder zum Mitarbeiter. Viele unterschätzen, dass sie jetzt Teil eines professionellen Systems sind. Da zählt nicht nur die Schulnote, sondern auch Verlässlichkeit, Teamarbeit und Verantwortung. Zweitens gibt es viel Unsicherheit in der Kommunikation – Hemmungen, ans Telefon zu gehen oder Fragen zu stellen, Schwierigkeiten im Umgang mit Feedback oder im Kontakt mit älteren Kolleg:innen. Viele kennen solche Gespräche aus der Schule gar nicht. Und drittens geht es um die informelle Kommunikation. Da kommt dann auf eine Anweisung schon mal ein „Chill doch mal“. Oder in einem Verkaufsgespräch fällt ein gut gemeintes „Ich fühl’ mit dir“, worauf der Kunde fragt: „Was fühlen Sie denn?“ Da merkt man, wie unterschiedlich Kommunikationsstile wirken.
Und wie gestalten Sie die zwei Trainingstage?
Michael Goulao: Interaktiv und erlebbar – keine zwei Tage Frontalvortrag. Tag 1 steht unter dem Motto „Einführung & fit fürs Team“. Wir schauen: Was ist meine neue Rolle? Was erwartet man von mir? Wie funktioniert Teamarbeit? Dazu gehören auch scheinbar einfache Dinge wie Pünktlichkeit oder Abstimmungswege.
Michael Goulao: Interaktiv und erlebbar – keine zwei Tage Frontalvortrag. Tag 1 steht unter dem Motto „Einführung & fit fürs Team“. Wir schauen: Was ist meine neue Rolle? Was erwartet man von mir? Wie funktioniert Teamarbeit? Dazu gehören auch scheinbar einfache Dinge wie Pünktlichkeit oder Abstimmungswege.
Tag 2 heißt „Fit für Kunden und Kollegen“. Da geht es vor allem um Kommunikation: Grundlagen, klare Formulierungen, Nachfragen, Feedback annehmen. Ein großes Thema ist auch der Umgang mit Fehlern. Niemand startet als fertige Fachkraft – Fehler gehören dazu. Am Ende bekommen die Teilnehmenden einen kleinen Werkzeugkoffer an Handlungsstrategien für typische Situationen.
Wie geht es nach den zwei Tagen weiter? Unterstützen Sie als Trainer auch den Transfer in den Alltag?
Michael Goulao: Ja, das machen wir durch kleine, realistische Transferziele. Die Azubis sind oft erst ein paar Wochen im Betrieb und von neuen Eindrücken überflutet: Arbeitssicherheit, Krankmeldung, neue Abläufe. Da funktionieren große Veränderungen nicht. Aber kleine Schritte tun es: Gespräche vorbereiten, aktiv nachfragen, Aufgaben strukturieren, morgens grüßen, ehrlich sagen, wenn man etwas nicht weiß. Solche einfachen Mechanismen geben Sicherheit – und verändern schon viel.
Michael Goulao: Ja, das machen wir durch kleine, realistische Transferziele. Die Azubis sind oft erst ein paar Wochen im Betrieb und von neuen Eindrücken überflutet: Arbeitssicherheit, Krankmeldung, neue Abläufe. Da funktionieren große Veränderungen nicht. Aber kleine Schritte tun es: Gespräche vorbereiten, aktiv nachfragen, Aufgaben strukturieren, morgens grüßen, ehrlich sagen, wenn man etwas nicht weiß. Solche einfachen Mechanismen geben Sicherheit – und verändern schon viel.
Jan, die Abschlussfrage an dich: Kickstarter Ausbildung ist ein neues Format. Wird es das künftig regelmäßig geben?
Jan Dettweiler: Das ist unser Ziel. Wir möchten „Kickstarter Ausbildung“ zum festen Bestandteil zum Ausbildungsstart machen. Viele Betriebe haben nur ein oder zwei Auszubildende und können intern kein eigenes Programm aufsetzen. Für sie ist das Angebot eine echte Entlastung. Und: Es steigert Motivation und Leistungsbereitschaft – und hilft, Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.
Jan Dettweiler: Das ist unser Ziel. Wir möchten „Kickstarter Ausbildung“ zum festen Bestandteil zum Ausbildungsstart machen. Viele Betriebe haben nur ein oder zwei Auszubildende und können intern kein eigenes Programm aufsetzen. Für sie ist das Angebot eine echte Entlastung. Und: Es steigert Motivation und Leistungsbereitschaft – und hilft, Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.
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Jan Dettweiler
