Digitalkompass Witten
Die Wittener Innenstadt lebt von einer Vielzahl innerstädtischen Akteure, welche das Zentrum in seiner Nutzung und Wahrnehmung prägen. Die digitale Sichtbarkeit trägt heutzutage wesentlich dazu bei, wie eine Innenstadt wahrgenommen wird. Im folgenden zeigen die Ergebnisse des Digitalkompass, Stärken und Entwicklungspotentiale der Innenstadtakteure hinsichtlich ihrer Online-Sichtbarkeit. So kann die Außenwirkung der Wittener Innenstadt auch im virtuellen Raum weiterentwickelt werden.
Methodisches Vorgehen
Die Ergebnisse dieser Auswertung basieren auf einer im Dezember 2025/Januar 2026 durchgeführten Vor-Ort Kartierung sowie einer ergänzenden Online-Recherche.
Im Fokus standen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Gastrogewerbe und Handwerk. Berücksichtigt wurden Akteure mit direktem Kundenkontakt und öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Darüber hinaus flossen auch Akteure in den darüberliegenden Etagen in die Untersuchung ein, sofern von außen eine gewerbliche Nutzung eindeutig erkennbar war. Medizinische Einrichtungen - wie Arztpraxen ohne klassischen Publikumsverkehr - blieben bewusst außen vor, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Ein zentraler Bestandteil der Datenerhebung war die Auswertung der Online-Sichtbarkeit der Akteure. Hierzu wurden unter anderem Unternehmenswebsites, Online-Shops, Google-Unternehmensprofile sowie Aktivitäten auf relevanten Social-Media Kanälen analysiert. Diese Betrachtung ermöglichte eine differenzierte Einschätzung der Präsenz und Wahrnehmbarkeit aus Kundensicht.
Kurzprofil Standort
Die Stadt Witten zählt ca. 98.000 Einwohner und weist insgesamt eine stabile wirtschaftliche Situation auf. Mit dem Kaufkraftindex von 94,8 erreicht Witten den zweithöchsten Wert im Kammerbezirk, liegt damit jedoch unter dem Referenzwert von 100, was bedeutet, dass die durchschnittliche Kaufkraft der Bevölkerung leicht unter dem Durchschnitt liegt. Gleichzeitig verfügt die Stadt über die höchste Umsatzkennziffer im Kammerbezirk, die mit 115,3 deutlich über dem Referenzwert liegt und damit auf überdurchschnittliche Einzelhandelsumsätze hinweist. Dies deutet auf zusätzliche Kaufkraftzuflüsse, etwa aus dem Umland, hin. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bewegt sich unterhalb des Referenzwertes, liegt dennoch über den Werten von Bochum und Herne, was auf ein im regionalen Vergleich solides Nachfragepotential schließen lässt. Die sehr hohe Zentralitätskennziffer von 119,2 liegt ebenfalls deutlich über dem Referenzwert und zeigt, dass Witten als Einkaufsstandort eine überdurchschnittliche Anziehungskraft besitzt und Kaufkraft aus angrenzenden Kommunen bindet
Übersicht Ergebnisse
Analyse von 293 Wittener Unternehmen davon sind 214 regional vertreten und 79 bundesweit vertreten.
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Unternehmen mit eigener Homepage
davon responsiv
Sichtbar auf Google My Business
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Aktiv auf Social Media
Aktiv bei Instagram
Aktiv bei Facebook
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Branchenstruktur im Überblick
| Einzelhandel (87/128) |
Gastrogewerbe (46/53) |
Dienstleister (54/84) |
Handwerk (25/28) |
|
| Homepage | 51 % 66 % |
54% 60% |
72 % 80 % |
64 % 68 % |
| responsiv | 82 % 90 % |
96% 94% |
90 % 94 % |
88 % 89 % |
| Google My Business | 85 % 90 % |
93% 94% |
89 % 92 % |
100 % 100 % |
| Facebook (aktiv) | 34 % 52 % |
28 % 34 % |
20 % 43 % |
28 % 29 % |
| Instagram (aktiv) | 38 % 53 % |
35 % 42 % |
30 % 44 % |
44 % 39 % |
| Sonstige SoMe-Kanäle | 8 % 27 % |
4 % 11 % |
6 % 23 % |
4 % 7 % |
| Online-Shop | 16 % 36 % |
17 % 19 % |
13 % 29 % |
20 % 21 % |
Übersicht der Akteure mit den meisten Followern (Stand: Jan 2026)
Facebook (nur aktive Accounts)
| Unternehmen (regional) | Anzahl Follower | |
| 1 | WAZ | 20.508 |
| 2 | Naturtuche | 5.431 |
| 3 | Stadtmarketing Witten | 4.992 |
| 4 | Sam´s Tattoo & Piercing Witten | 4.264 |
| 5 | Handarbeiten Vogt | 4.140 |
| Unternehmen (gesamt) | Anzahl der Follower | |
| 1 | H&M | 41.000.000 |
| 2 | Deichmann | 7.500.000 |
| 3 | Action | 3.800.000 |
| 4 | New Yorker | 3.400.000 |
| 5 | DM | 2.500.000 |
Instagram (nur aktive Accounts)
| Unternehmen (regional) | Anzahl der Follower | |
| 1 | Maleeq's Hair Lounge | 10.300 |
| 2 | ettics.fashion | 10.200 |
| 3 | Wittenet | 8.703 |
| 4 | WAZ (lokale Redaktion) | 8.200 |
| 5 | Slay Beauty | 5.843 |
| Unternehmen (gesamt) | Anzahl der Follower | |
| 1 | H&M | 38.500.000 |
| 2 | DM | 2.000.000 |
| 3 | New Yorker | 1.300.000 |
| 4 | Hunkemöller | 1.200.000 |
| 5 | Rossmann | 984.000 |
Ergebnisbetrachtung
Zur Einordnung der nachfolgenden Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die dargestellten Kennzahlen eine Momentaufnahme darstellen und jeweils im Kontext des definierten Untersuchungsgebietes zu interpretieren sind. Die folgenden Auswertungen zeigen die einzelnen Ergebnisse im Detail und bilden die Grundlage für die anschließenden Handlungsempfehlungen.
Homepage
Die erhobenen Daten zeigen, dass 59% der regional Tätigen Unternehmen und 69% aller untersuchten Unternehmen eine eigene Homepage haben. Damit liegt das Untersuchungsgebiet unter dem bundesweiten Vergleichswert von 57%, welcher in der ibi-Handelsstudie 2024 ermittelt wurde. Dieses Ergebnis liegt aber dennoch oberhalb der im Kammergebiet untersuchten Quartiere. Quantitativ dennoch ein Entwicklungspotenzial.
Im Bereich der Responsivität erreichen die Unternehmen 57% regional sowie 93% insgesamt. Auch wenn diese Werte auf den ersten Blick hoch erscheinen, relativiert sich die Einordnung hinsichtlich der Wichtigkeit einer responsiven Website, um bei Suchmaschinen gefunden zu werden. In nahezu allen Branchen liegen die Werte durchgehend über 80%, was für eine insgesamt stabile, jedoch wenig differenzierte Ausprägung spricht. Im Vergleich zu anderen Kammerstädten fehlen deutlichere Spitzenwerte, die eine besonders ausgeprägte Innovations- oder Anpassungsdynamik erkennen lassen. Positiv hervorzuheben ist das Handwerk mit 88% responsive Homepages.
Im Bereich der Responsivität erreichen die Unternehmen 57% regional sowie 93% insgesamt. Auch wenn diese Werte auf den ersten Blick hoch erscheinen, relativiert sich die Einordnung hinsichtlich der Wichtigkeit einer responsiven Website, um bei Suchmaschinen gefunden zu werden. In nahezu allen Branchen liegen die Werte durchgehend über 80%, was für eine insgesamt stabile, jedoch wenig differenzierte Ausprägung spricht. Im Vergleich zu anderen Kammerstädten fehlen deutlichere Spitzenwerte, die eine besonders ausgeprägte Innovations- oder Anpassungsdynamik erkennen lassen. Positiv hervorzuheben ist das Handwerk mit 88% responsive Homepages.
Social Media
Die Analyse der digitalen Präsenz in sozialen Netzwerken zeigt, dass 44% der regionalen Akteure (54% gesamt) derzeit auf Social-Media aktiv sind.
Im Vergleich zu anderen Quartieren ist dieser Wert zwar höher, dennoch bleibt das vorhandene Potenzial deutlich ungenutzt. Interessant ist die Social-Media-Verteilung. 36% der regionalen Akteure (47% gesamt) sind auf Instagram aktiv, lediglich 21 % regionaler Akteure (44% gesamt) auf Facebook. Für Unternehmen und das Quartier ist eine strategische Social-Media-Präsenz jedoch ein zentraler Hebel für Sichtbarkeit, Reichweite und Markenprofilierung. Sie stärkt die lokale Identität, fördert die Vernetzung der Akteure und ermöglicht eine direkte Ansprache von Kund:innen - auch über die Quartiersgrenzen hinaus. Viele Akteure verschenken somit die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und lokalen Besonderheiten gezielt sichtbar zu machen.
Im Vergleich zu anderen Quartieren ist dieser Wert zwar höher, dennoch bleibt das vorhandene Potenzial deutlich ungenutzt. Interessant ist die Social-Media-Verteilung. 36% der regionalen Akteure (47% gesamt) sind auf Instagram aktiv, lediglich 21 % regionaler Akteure (44% gesamt) auf Facebook. Für Unternehmen und das Quartier ist eine strategische Social-Media-Präsenz jedoch ein zentraler Hebel für Sichtbarkeit, Reichweite und Markenprofilierung. Sie stärkt die lokale Identität, fördert die Vernetzung der Akteure und ermöglicht eine direkte Ansprache von Kund:innen - auch über die Quartiersgrenzen hinaus. Viele Akteure verschenken somit die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und lokalen Besonderheiten gezielt sichtbar zu machen.
Online-Shops
Die Ergebnisse zeigen einen insgesamt sehr geringen Anteil an Online-Shops und digitalen Interaktionsmöglichkeiten über alle Branchen hinweg. Den höchsten Wert erreicht das Handwerk mit nur 20% der regionalen Akteure, gefolgt von der Gastronomie mit 17%, dem Einzelhandel mit 16% sowie den Dienstleistern mit lediglich 13%. Damit nutzt nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Unternehmen digitale Vertriebs- und Kontaktkanäle. Dabei zählen bereits einfache Online-Terminbuchungen, Vorbestellungsoptionen oder Bestellsysteme zu diesen Angeboten. Gerade für Innenstadtakteure sind solche hybriden Modelle ein entscheidender Faktor, um Kaufkraft in der Stadt zu halten und Abwanderungen auch hin zu reinen Online-Anbietern, zu verringern.
Handlungsempfehlungen
Die Akteure der Wittener Innenstadt verfügen über eine digitale Basis, nutzen ihre Potenziale jedoch nicht flächendeckend. Auf dieser Grundlage werden im Folgenden konkrete Handlungsempfehlungen vorgestellt, die zur gezielten Weiterentwicklung der Online-Sichtbarkeit beitragen sollen.
Digitale Grundpräsenz als Selbstverständlichkeit
Eine eigene Homepage ist heute eine zentrale Anlaufstelle für Kund:innen. Sie entscheidet darüber, ob ein Unternehmen wahrgenommen wird oder im digitalen Raum nicht existiert.
Akteure ohne eigene Homepage sollten zeitnah eine digitale Grundpräsenz aufbauen. Bereits einfache, klar strukturierte Seiten mit Leistungsübersicht, Kontaktdaten und Öffnungszeiten erhöhen die Auffindbarkeit und stärken das Vertrauen.
Akteure ohne eigene Homepage sollten zeitnah eine digitale Grundpräsenz aufbauen. Bereits einfache, klar strukturierte Seiten mit Leistungsübersicht, Kontaktdaten und Öffnungszeiten erhöhen die Auffindbarkeit und stärken das Vertrauen.
Mobile Nutzer in den Fokus rücken
Ein Großteil der Informationssuche erfolgt heute über mobile Endgeräte. Nicht mobiloptimierte (nicht responsive) Homepages führen häufig zu einer frühzeitigen Abwanderung potenzieller Kundschaft.
Unternehmen mit älteren Homepages - insbesondere im Handwerk - sollten ihre Online-Auftritte regelmäßig auf mobile Nutzbarkeit überprüfen und bei Bedarf modernisieren. Responsive Homepages verbessern die Nutzerfreundlichkeit und erhöhen die Reichweite.
Unternehmen mit älteren Homepages - insbesondere im Handwerk - sollten ihre Online-Auftritte regelmäßig auf mobile Nutzbarkeit überprüfen und bei Bedarf modernisieren. Responsive Homepages verbessern die Nutzerfreundlichkeit und erhöhen die Reichweite.
Social Media als ergänzenden Kommunikationskanal nutzen
Soziale Medien ergänzen den klassischen Webauftritt und bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Steigerung von Sichtbarkeit und Kundenbindung. Unternehmen sollten mindestens einen für ihre Zielgruppe relevanten Social-Media-Kanal aktiv nutzen. Regelmäßige authentische Inhalte tragen dazu bei, Präsenz aufzubauen und stationäre Angebote digital zu begleiten.
Digitale Services gezielt einsetzen
Kund:innen erwarten zunehmend Kontakt- und Serviceangebote - auch bei lokal ansässigen Unternehmen. Diese Angebote können Kaufentscheidungen positiv beeinflussen und die lokale Wertschöpfung stärken.
Unternehmen sollten prüfen, welche digitalen Services sinnvoll integrierbar sind, etwa Online-Terminbuchungen, Click & Collect oder eine Online-Shop-Funktion. Ziel ist eine bedarfsgerechte Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells.
Unternehmen sollten prüfen, welche digitalen Services sinnvoll integrierbar sind, etwa Online-Terminbuchungen, Click & Collect oder eine Online-Shop-Funktion. Ziel ist eine bedarfsgerechte Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells.
Branchenspezifische Stärken aufbauen
Digitale Anforderungen und Potenziale unterscheiden sich je nach Branche. Erfolgreiche Maßnahmen orientieren sich an konkreten betrieblichen Bedürfnissen.
Unternehmen sollten digitale Maßnahmen gezielt und branchenspezifisch einsetzen; beispielsweise mit Fokus auf Servicequalität bei Dienstleistern, Sichtbarkeit bei Handel und Gastronomie oder Kontaktanbahnung im Handwerk.
Unternehmen sollten digitale Maßnahmen gezielt und branchenspezifisch einsetzen; beispielsweise mit Fokus auf Servicequalität bei Dienstleistern, Sichtbarkeit bei Handel und Gastronomie oder Kontaktanbahnung im Handwerk.
Gemeinsame Sichtbarkeit als Standort stärken
Die digitale Präsenz einzelner Unternehmen prägt die Wahrnehmung des gesamten Wirtschaftsstandorts. Eine hohe Online-Sichtbarkeit wirkt sich positiv auf Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit aus.
Eine Beteiligung an gemeinsamen digitalen Aktionen, Plattformen oder Kampagnen kann die Sichtbarkeit des lokalen Angebots insgesamt erhöhen und zur Stärkung des Standortes beitragen.
Eine Beteiligung an gemeinsamen digitalen Aktionen, Plattformen oder Kampagnen kann die Sichtbarkeit des lokalen Angebots insgesamt erhöhen und zur Stärkung des Standortes beitragen.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an.
