Digitalkompass Hattingen
Die Hattinger Innenstadt lebt von einer Vielzahl innerstädtischen Akteure, welche das Zentrum in seiner Nutzung und Wahrnehmung prägen. Im Folgenden werden die Ergebnisse des Digitalkompasses dargestellt und die Stärken und Entwicklungspotentiale der Innenstadtakteure hinsichtlich ihrer Online-Sichtbarkeit aufgezeigt. So kann die Außenwirkung der Hattinger Innenstadt auch im virtuellen Raum abgebildet werden.
Methodisches Vorgehen
Die Ergebnisse dieser Auswertung basieren auf einer im Dezember 2025 durchgeführten Vor-Ort-Kartierung sowie einer ergänzenden Online-Recherche.
Das Untersuchungsgebiet wurde auf den Innenstadtbereich fokussiert, um eine räumlich klar abgegrenzte und inhaltlich relevante Betrachtung des zentralen Versorgungsbereichs zu ermöglichen. Die Abgrenzung erfolgte in Anlehnung an den in der Fortschreibung Masterplan Einzelhandel (2017) dargestellten Untersuchungsraum der Innenstadt.
Im Fokus standen Akteure aus den Bereichen Handel, Gastrogewerbe, Dienstleistung und Handwerk. Berücksichtigt wurden Akteure mit direktem Kundenkontakt und öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Darüber hinaus flossen auch Unternehmen in den darüberliegenden Etagen in die Untersuchung ein, sofern von außen eine gewerbliche Nutzung eindeutig erkennbar war. Medizinische Einrichtungen - wie Arztpraxen ohne klassischen Publikumsverkehr - bleiben bewusst außen vor, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Ein zentraler Bestandteil der Datenerhebung war die Auswertung der Online-Sichtbarkeit. Hierzu wurden unter anderem Unternehmenshomepages, Online-Shops, Google-Unternehmensprofile sowie Aktivitäten auf relevanten Social-Media-Kanälen analysiert. Diese Betrachtung ermöglichte eine differenzierte Einschätzung der Präsenz und Wahrnehmbarkeit aus Kundensicht.
Das Untersuchungsgebiet wurde auf den Innenstadtbereich fokussiert, um eine räumlich klar abgegrenzte und inhaltlich relevante Betrachtung des zentralen Versorgungsbereichs zu ermöglichen. Die Abgrenzung erfolgte in Anlehnung an den in der Fortschreibung Masterplan Einzelhandel (2017) dargestellten Untersuchungsraum der Innenstadt.
Im Fokus standen Akteure aus den Bereichen Handel, Gastrogewerbe, Dienstleistung und Handwerk. Berücksichtigt wurden Akteure mit direktem Kundenkontakt und öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Darüber hinaus flossen auch Unternehmen in den darüberliegenden Etagen in die Untersuchung ein, sofern von außen eine gewerbliche Nutzung eindeutig erkennbar war. Medizinische Einrichtungen - wie Arztpraxen ohne klassischen Publikumsverkehr - bleiben bewusst außen vor, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Ein zentraler Bestandteil der Datenerhebung war die Auswertung der Online-Sichtbarkeit. Hierzu wurden unter anderem Unternehmenshomepages, Online-Shops, Google-Unternehmensprofile sowie Aktivitäten auf relevanten Social-Media-Kanälen analysiert. Diese Betrachtung ermöglichte eine differenzierte Einschätzung der Präsenz und Wahrnehmbarkeit aus Kundensicht.
Kurzprofil des Standortes
Hattingen zählt mit ca. 53.000 Einwohnern zwar zu der kleinsten Stadt im Kammerbezirk, weist allerdings eine besonders starke wirtschaftliche Situation auf. Der Kaufkraftindex von 101,7 liegt als einziger Standort unseres Kammerbezirks über dem Referenzwert von 100 und zeigt, dass den privaten Haushalten in Hattingen im Durchschnitt mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft erreicht mit einem Index von 100,9 ebenfalls einen Wert oberhalb des Referenzniveaus. Sie beschreibt das Nachfragepotenzial, das grundsätzlich für Ausgaben zur Verfügung steht. Unabhängig davon, ob diese Ausgaben tatsächlich vor Ort erfolgen. Es zeigt sich allerdings auch, dass ein Teil des vorhandenen Nachfragepotentials nicht im Stadtgebiet gebunden wird. Dies unterstreicht die Umsatzkennziffer, welche bei 96,7 liegt. Bedeutet: Das vorhandene Nachfragepotenzial fließt auf andere Standorte ab. Ergänzend dazu zeigt die Zentralitätskennziffer von 95,8, dass Hattingen weniger Kaufkraft aus dem Umland anzieht und somit kaum Kunden aus anderen Stadtgebieten anlockt.
Übersicht Ergebnisse
Analyse von 289 Hattinger Unternehmen davon sind 210 regional vertreten und 79 bundesweit vertreten.
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Unternehmen mit eigener Homepage
davon responsiv
Sichtbar auf Google My Business
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Aktiv auf Social Media
Aktiv bei Instagram
Aktiv bei Facebook
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Branchenstruktur im Überblick
| Einzelhandel (78 / 128) |
Gastrogewerbe (60/61) |
Dienstleister (55/81) |
Handwerk (19/23) |
|
| Homepage | 53% 69% |
55% 56% |
60% 70% |
58% 61% |
| responsiv | 85% 93% |
88% 88% |
94% 96% |
37% 93% |
| Google My Business | 90% 91% |
98% 96% |
85% 90% |
100% 100% |
| Facebook (aktiv) | 29% 48% |
23% 25% |
25% 38% |
11% 26% |
| Instagram (aktiv) | 27% 50% |
32% 33% |
38% 48% |
32% 39% |
| Sonstige SoMe-Kanäle | 12% 35% |
3% 5% |
40% 54% |
37% 48% |
| Online-Shop | 21% 44% |
28% 28% |
19% 38% |
16% 17% |
Übersicht der Akteure mit den meisten Followern (Stand: Ende 2025)
Facebook
| Unternehmen (regional) | Anzahl Follower | |
| 1 | Frühlingsmarkt | 4.601 |
| 2 | Kingly Fashion & Style | 3.688 |
| 3 | Tattoo und Piercing Friede | 3.103 |
| 4 | Lux Tattoo | 2.569 |
| 5 | Mexx Gastronomie | 2.512 |
| Unternehmen (gesamt) | Anzahl der Follower | |
| 1 | Deichmann | 7,5 Millionen |
| 2 | KiK | 2,6 Millionen |
| 3 | DM | 2,5 Millionen |
| 4 | Douglas | 1,4 Millionen |
| 5 | Tschibo | 1,2 Millionen |
Instagram
| Unternehmen (regional) | Anzahl der Follower | |
| 1 | Milas Juwelier | 24.200 |
| 2 | Tulpay | 9.493 |
| 3 | Confiserie Harmonie | 3.765 |
| 4 | Hattingen Marketing | 2.751 |
| 5 | Maschenprobe | 2.515 |
| Unternehmen (gesamt) | Anzahl der Follower | |
| 1 | H&M | 38,5 Millionen |
| 2 | DM | 2,0 Millionen |
| 3 | Douglas | 1,1 Millionen |
| 4 | Deichmann | 494.000 |
| 5 | Ernsting´s family | 458.000 |
Ergebnisbetrachtung
Zur Einordnung der nachfolgenden Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass die dargestellten Kennzahlen eine Momentaufnahme darstellen und jeweils im Kontext des definierten Untersuchungsgebietes zu interpretieren sind. Die folgenden Auswertungen zeigen die einzelnen Ergebnisse im Detail und bilden die Grundlage für die anschließenden Handlungsempfehlungen.
Homepage
Mit 56% der regionalen Unternehmen mit eigener Homepage (66% inkl. bundesweittätiger Unternehmen) liegt das Untersuchungsgebiet deutlich unter dem bundesweiten Vergleichswert von 87%, welcher in der ibi-Handelsstudie 2024 ermittelt wurde. Quantitativ besteht somit ein klares Optimierungspotential. 88% (93% gesamt) von den vorhandenen Homepages sind responsiv. Dieser Anteil ist auf den ersten Blick hoch. Angesichts der heutigen technischen Möglichkeiten fällt dieser Wert negativ ins Gewicht. Eine veraltete oder nicht technisch gepflegte Homepage ist einem erhöhten Risiko hinsichtlich Cybersicherheit ausgesetzt. Außerdem ist eine responsive Homepage besonders wichtig, da die Mehrheit der lokalen Suchanfragen über die mobilen Endgeräte durchgeführt werden. Insbesondere Handwerksbetriebe sind mit nur rund 37% responsiver Homepages für diese Zielgruppe kaum sichtbar. Die Folge ist eine schwache Suchmaschinenpräsenz, denn veraltete Systeme werden im Suchprozess weiter unten angezeigt.
Social Media
Ein zentrales Hemmnis für Reichweite und Markenbildung bleibt die geringe Attraktivität in sozialen Medien. Nur 37% der regionalen Akteure (51% gesamt) nutzen entsprechende Kanäle. Besonders inhabergeführte Unternehmen agieren zurückhaltend, obwohl soziale Netzwerke eine wichtige Brücke zwischen lokalem Angebot, Online-Handel und jüngeren Zielgruppen darstellen. Dabei liegt Instagram (36%) noch vor Facebook (26%). Beide dieser Werte bleiben deutlich unter den Ergebnissen der bundesweiten Handelsstudie (ibi-Handelsstudie 2024). Damit verschenken viele Akteure die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und lokale Besonderheiten sichtbar zu machen.
Online-Shops
Im Kontext des Online-Handels fällt insbesondere der geringe Anteil an Online-Shops und digitalen Interaktionsmöglichkeiten aller Branchen ins Gewicht. Nur 21% der Händler:innen bieten entsprechende Funktionen an; auch das Gastrogewerbe (28%), die Dienstleister:innen (19%) und das Handwerk (16%) bleiben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück . Dabei zählen bereits einfache Online-Terminbuchungen, Vorbestellungsoptionen oder Bestellsysteme zu diesen Angeboten. Gerade für Innenstadtakteure sind solche hybriden Modelle ein entscheidender Faktor, um Kaufkraft in der Stadt zu halten und Abwanderungen auch hin zu reinen Online-Anbietern zu verringern.
Handlungsempfehlungen
Die Akteure der Hattinger Innenstadt verfügen über eine digitale Basis, nutzen ihre Potentiale jedoch nicht flächendeckend. Auf dieser Grundlage werden im Folgenden konkrete Handlungsempfehlungen vorgestellt, die zur gezielten Weiterentwicklung der Online-Sichtbarkeit beitragen sollen.
Digitale Grundpräsenz als Selbstverständlichkeit
Eine eigene Homepage ist heute eine zentrale Anlaufstelle für Kund:innen. Sie entscheidet darüber, ob ein Unternehmen wahrgenommen wird oder im digitalen Raum nicht existiert.
Akteure ohne eigene Homepage sollten zeitnah eine digitale Grundpräsenz aufbauen. Bereits einfache, klar strukturierte Seiten mit Leistungsübersicht, Kontaktdaten und Öffnungszeiten erhöhen die Auffindbarkeit und stärken das Vertrauen.
Akteure ohne eigene Homepage sollten zeitnah eine digitale Grundpräsenz aufbauen. Bereits einfache, klar strukturierte Seiten mit Leistungsübersicht, Kontaktdaten und Öffnungszeiten erhöhen die Auffindbarkeit und stärken das Vertrauen.
Mobile Nutzer in den Fokus rücken
Ein Großteil der Informationssuche erfolgt heute über mobile Endgeräte. Nicht mobiloptimierte (nicht responsive) Homepages führen häufig zu einer frühzeitigen Abwanderung potenzieller Kundschaft.
Unternehmen mit älteren Homepages - insbesondere im Handwerk - sollten ihre Online-Auftritte regelmäßig auf mobile Nutzbarkeit überprüfen und bei Bedarf modernisieren. Responsive Homepages verbessern die Nutzerfreundlichkeit und erhöhen die Reichweite.
Unternehmen mit älteren Homepages - insbesondere im Handwerk - sollten ihre Online-Auftritte regelmäßig auf mobile Nutzbarkeit überprüfen und bei Bedarf modernisieren. Responsive Homepages verbessern die Nutzerfreundlichkeit und erhöhen die Reichweite.
Social Media als ergänzenden Kommunikationskanal nutzen
Soziale Medien ergänzen den klassischen Webauftritt und bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Steigerung von Sichtbarkeit und Kundenbindung. Unternehmen sollten mindestens einen für ihre Zielgruppe relevanten Social-Media-Kanal aktiv nutzen. Regelmäßige authentische Inhalte tragen dazu bei, Präsenz aufzubauen und stationäre Angebote digital zu begleiten.
Digitale Services gezielt einsetzen
Kund:innen erwarten zunehmend Kontakt- und Serviceangebote - auch bei lokal ansässigen Unternehmen. Diese Angebote können Kaufentscheidungen positiv beeinflussen und die lokale Wertschöpfung stärken.
Unternehmen sollten prüfen, welche digitalen Services sinnvoll integrierbar sind, etwa Online-Terminbuchungen, Click & Collect oder eine Online-Shop-Funktion. Ziel ist eine bedarfsgerechte Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells.
Unternehmen sollten prüfen, welche digitalen Services sinnvoll integrierbar sind, etwa Online-Terminbuchungen, Click & Collect oder eine Online-Shop-Funktion. Ziel ist eine bedarfsgerechte Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells.
Branchenspezifische Stärken aufbauen
Digitale Anforderungen und Potentiale unterscheiden sich je nach Branche. Erfolgreiche Maßnahmen orientieren sich an konkreten betrieblichen Bedürfnissen.
Unternehmen sollten digitale Maßnahmen gezielt und branchenspezifisch einsetzen; beispielsweise mit Fokus auf Servicequalität bei Dienstleistern, Sichtbarkeit bei Handel und Gastronomie oder Kontaktanbahnung im Handwerk.
Unternehmen sollten digitale Maßnahmen gezielt und branchenspezifisch einsetzen; beispielsweise mit Fokus auf Servicequalität bei Dienstleistern, Sichtbarkeit bei Handel und Gastronomie oder Kontaktanbahnung im Handwerk.
Gemeinsame Sichtbarkeit als Standort stärken
Die digitale Präsenz einzelner Unternehmen prägt die Wahrnehmung des gesamten Wirtschaftsstandorts. Eine hohe Online-Sichtbarkeit wirkt sich positiv auf Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit aus.
Eine Beteiligung an gemeinsamen digitalen Aktionen, Plattformen oder Kampagnen kann die Sichtbarkeit des lokalen Angebots insgesamt erhöhen und zur Stärkung des Standortes beitragen.
Eine Beteiligung an gemeinsamen digitalen Aktionen, Plattformen oder Kampagnen kann die Sichtbarkeit des lokalen Angebots insgesamt erhöhen und zur Stärkung des Standortes beitragen.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an.
