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Lösungen im Blick

Nachhaltigkeit gehört zu den Eckpfeilern zukunftsorientierter Entwicklung. Wie das geht, zeigen Unternehmen bei einem Festival der IHK am 25. August
Festival der Nachhaltigkeit
Wie viele Facetten hat Nachhaltigkeit? Mindestens 50! Denn so viele Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen beim Festival der Nachhaltigkeit am 25. August 2022, getragen vom Netzwerk Unternehmensverantwortung, wie die nachhaltige Transformation der Wirtschaft gelingen kann. Jede und jeder bringt einen eigenen Blickwinkel auf die drängendsten Fragen der Gegenwart mit, die entscheidend sind für die Zukunft Berlins und der Welt: Wie schaffen wir eine nachhaltige Transformation in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht?
„Bei unserem Festival geht es um Lösungen für eine nachhaltige Arbeitswelt, Mobilität, Ernährung und soziale Gemeinschaft. Es geht um uns Menschen und wie wir unsere Gesundheit, Sicherheit und unseren Wohlstand zukünftig gestalten wollen“, sagt Antje Meyer, Vorsitzende des Netzwerkes Unternehmensverantwortung. Wirtschaft trägt einen bedeutenden Anteil an Zukunftsgestaltung. In sechs Bereichen teilen Berliner Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihre Expertise, u. a. die Florida-Eis Manufaktur GmbH, Veganz Group AG, Charité CFM Facility Management, Gegenbauer Holding SE & Co. KG und Getränke Hoffmann GmbH.
„Wir nennen es ,Festival‘, weil wir die Vielfalt und Innovationsfreude der Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer in den Fokus rücken und feiern wollen. Es gibt große Herausforderungen und ebenso viele Lösungen, die heute bereits klug darauf einzahlen – made in Berlin.“ 
Sagt Antje Meyer. Sie betont auch, dass die Berliner Wirtschaft kreativ, leistungsstark und Partner einer nachhaltigen Zukunft ist. „Diesen Perspektiven geben wir Raum und Bühne.“
von Eva Gartmann und Björn Barutzki
Wann: Donnerstag, 25.08.2022 von 9:00 bis 17:00 Uhr
Wo: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
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Programm in Kürze

  • Key Notes und Podiumsdiskussionen: Blick auf die Rahmenbedingungen und wie Wirtschaft und Stadt gemeinsam nachhaltiges Wirtschaften voranbringen können.
  • Im Growth Space dreht sich alles um ökonomische Nachhaltigkeit, u.a. Förderung für nachhaltige Geschäftsmodelle und Start-ups und neue Wirtschaftsmodelle.
  • Im Green Space geht es um ökologische Nachhaltigkeit – um die Umgestaltung von Betriebsstätten über Klimaneutralität und CO2-Zertifikate bis hin zur Nachhaltigkeits-Berichterstattung.
  • Im Social Space steht der Austausch zu sozialer Nachhaltigkeit im Vordergrund. Diskussionen und Infos zu Diversität und nachhaltiger (Aus)Bildung.
  • Die Toolbox vollzieht den Transfer von der Theorie zur Praxis. Mit Tipps & Tools für die Umsetzung von Nachhaltigkeit im Unternehmen.
  • Meet the Experts: Nachhaltigkeitsexpertise kompakt: Kurze Impulsvorträge, Fish Bowls und interaktive Austauschmöglichkeiten schaffen den Raum zum fachlichen Wissenstransfer.
  • Sandbox: Lösungen und konkrete Ideen aus Berlin - Nachhaltigkeit in der Praxis erleben!

Festival der Nachhaltigkeit

Service

Innovationskraft für Unternehmen

Der Digitalisierungs- und Innovationsdruck hat sich für Unternehmen in der Corona-Krise verschärft, wodurch ihre Anpassungsfähigkeit auf die Probe gestellt wird wie selten zuvor. Dabei sind die Potenziale groß: Innovative Geschäftsideen und digitale Expertise der Start-ups treffen auf bewährte Geschäftsmodelle, etablierte Netzwerke und Know-how des Mittelstands. Durch die Kombination dieser Stärken lässt sich Innovationsdruck in Innovationskraft umwandeln, die schon jetzt und insbesondere künftig den entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt.  
Die Anbahnung von Kooperationen gestaltet sich jedoch nicht immer einfach. Das neue Online-Format „Mittelstand trifft Start-ups bundesweit“, das von der IHK Berlin angeschoben und gemeinsam mit IHKs aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Bahn gebracht wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, Start-ups und Mittelstand über regionale und unternehmenskulturelle Grenzen hinweg zueinanderzubringen. Unter dem Fokus auf die Branche Bau konnten sich Start-ups aus ganz Deutschland mit ihren innovativen Lösungen um die Teilnahme bewerben. Die Einreichungen wurden von IHK-Gründungsexpertinnen und -experten bewertet – das Ergebnis ist eine Gruppe von fünf Start-ups, deren Ideen und Projekte besonders überzeugend waren.

Gute Ideen für die Baubranche

Die Angebote dieser Top 5 reichen von der digitalen Planung von Abläufen auf der Baustelle (koppla GmbH, Potsdam) und der einfachen Einholung von Leitungsauskünften (LAO Ingenieurgesellschaft mbH, Kürten) über Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Wohnquartieren (Quartiervolt GmbH, Mannheim) bis zur Reduzierung von Baumaterialengpässen durch ihre Wiederverwendung (Concular GmbH, Stuttgart). Auch ein Berliner Start-up erreichte bei dem Ranking einen Platz im Spitzenfeld: Die alcemy GmbH unterstützt mit ihrer KI-Software bei der Produktion von CO2-armem Zement und Beton und ist damit eine hervorragende Botschafterin für die Start-up-Szene der Hauptstadt, die immer wieder Digitalisierung und Nachhaltigkeit vereint. Alle diese Lösungen wurden in der ersten Runde von „Mittelstand trifft Start-ups bundesweit“ am 28. Juni dem mittelständischen Fachpublikum online präsentiert. In anschließenden Break-out Sessions fand ein persönlicher Austausch statt, damit wurde der Grundstein für künftige Kooperationen gelegt. Schon die erste Ausgabe des neuen Formats kann damit als großer Erfolg gewertet werden.
Die Erkenntnisse aus der ersten Runde werden für die Weiterentwicklung des Formats genutzt. Unter einem neuen Branchenfokus sollen dann noch in diesem Jahr erneut Start-ups und Mittelständler an einen virtuellen Tisch gebracht werden. Die IHK Berlin hofft, mit dieser Initiative dazu beitragen zu können, dass aus den großen Herausforderungen, vor denen Gesellschaft und Wirtschaft stehen, gute Chancen für die Berliner Unternehmen erwachsen.  
von Tim Schneider