05.05.2026
Leichtes Beschäftigungsplus im Fichtelgebirge
Industrie im Landkreis Wunsiedel stark unter Druck
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Landkreis Wunsiedel seit 2019, dem Jahr vor Corona, um 426 auf 30.187 gestiegen, so das Ergebnis einer regionalisierten Analyse der IHK für Oberfranken Bayreuth.
Hinter diesem leicht positiven Gesamtergebnis stehen jedoch unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten. Die IHK für Oberfranken Bayreuth wirft einen genaueren Blick in die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Industrie als Sorgenkind der Region
Die Beschäftigtenentwicklung im Landkreis Wunsiedel zeichnet sich durch gegenläufige Trends in den einzelnen Wirtschaftsbranchen aus. So verlor das Verarbeitende Gewerbe 666 Beschäftigte im Zeitraum zwischen 2019 und 2025. Dramatisch sind besonders die jüngsten Entwicklungen in der Industrie. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 gingen ganze 506 Beschäftigte verloren, so Dr. Roman Pausch, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb. Das stellt einen erheblichen Rückgang für eine Branche dar, die im Landkreis traditionell das Rückgrat der Wirtschaft gilt. Die Entwicklung birgt auch die Gefahr von langfristigen negativen Auswirkungen auf andere Branchen und damit für die regionale Wirtschafts- und Innovationskraft sowie das Steueraufkommen, mahnt Dr. Pausch an.
Daneben sank die Beschäftigung in Finanz- und Versicherungsdienstleistungen seit 2019 um 209 Personen, was einen satten Beschäftigtenrückgang von 31 Prozent darstellt. Das Baugewerbe nahm um 53 Beschäftigte ab.
Im gleichen Zeitraum sind dagegen vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen mit einem Beschäftigtenzuwachs von 355 Beschäftigten gewachsen sowie der Bereich "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung" mit einem Plus von 240. Auch die die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wuchsen um 219 Beschäftigte.
Politik in der Pflicht
"Auch im Landkreis Wunsiedel verschlechtert sich das Umfeld für vor allem für unsere Industrieunternehmen zusehends, mahnt Dr. Pausch. "Es reicht nicht, Problemfelder nur zu benennen - jetzt ist entschlossenes Handeln gefordert. Wir erwarten von der Politik konkrete und zügige Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit: Das bedeutet vor allem weniger regulatorische Hürden, schnellere Verfahren, steuerliche Entlastungen und endlich erschwingliche Energiepreise. Damit Deutschland im internationalen Vergleich nicht weiter zurückfällt, muss die Verbesserung der Rahmenbedingungen oberste Priorität haben.
Oberfranken: Seit 2019 Verlust von 15.252 Industriearbeitsplätzen
In Gesamtoberfranken verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe einen sehr deutlichen Beschäftigtenabbau mit einem Minus von 15.252 Beschäftigten seit 2019 (-11,1 Prozent). Zudem ist bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen eine nennenswerte Abnahme zu verzeichnen (-1.406 Beschäftigte). Dies lässt sich durch deren enge Verknüpfung mit dem Verarbeitenden Gewerbe erklären. Es gibt allerdings auch Wirtschaftsabschnitte, welche sich im Wachstum befinden, etwa die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+5.741 seit 2019), das Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), Verkehr und Lagerei (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134).
Während in der Summe seit 2019 oberfrankenweit 4.224 neue Arbeitsplätze entstanden sind, ist die Entwicklung zuletzt spürbar gekippt. Gegenüber 2024 verzeichnet Oberfranken einen Rückgang von 1.858 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, verursacht vor allem durch den Abbau im Verarbeitenden Gewerbe (-3.764), aber auch im Handel und den wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Neue Arbeitsplätze sind im vergangenen Jahr vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen entstanden (+1.524).
Hinweis: Die Berechnungen basieren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Stichtag 30.06 des jeweiligen Jahres.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Landkreis Wunsiedel seit 2019, dem Jahr vor Corona, um 426 auf 30.187 gestiegen, so das Ergebnis einer regionalisierten Analyse der IHK für Oberfranken Bayreuth.
Hinter diesem leicht positiven Gesamtergebnis stehen jedoch unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten. Die IHK für Oberfranken Bayreuth wirft einen genaueren Blick in die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Industrie als Sorgenkind der Region
Die Beschäftigtenentwicklung im Landkreis Wunsiedel zeichnet sich durch gegenläufige Trends in den einzelnen Wirtschaftsbranchen aus. So verlor das Verarbeitende Gewerbe 666 Beschäftigte im Zeitraum zwischen 2019 und 2025. Dramatisch sind besonders die jüngsten Entwicklungen in der Industrie. Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 gingen ganze 506 Beschäftigte verloren, so Dr. Roman Pausch, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb. Das stellt einen erheblichen Rückgang für eine Branche dar, die im Landkreis traditionell das Rückgrat der Wirtschaft gilt. Die Entwicklung birgt auch die Gefahr von langfristigen negativen Auswirkungen auf andere Branchen und damit für die regionale Wirtschafts- und Innovationskraft sowie das Steueraufkommen, mahnt Dr. Pausch an.
Daneben sank die Beschäftigung in Finanz- und Versicherungsdienstleistungen seit 2019 um 209 Personen, was einen satten Beschäftigtenrückgang von 31 Prozent darstellt. Das Baugewerbe nahm um 53 Beschäftigte ab.
Im gleichen Zeitraum sind dagegen vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen mit einem Beschäftigtenzuwachs von 355 Beschäftigten gewachsen sowie der Bereich "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung" mit einem Plus von 240. Auch die die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wuchsen um 219 Beschäftigte.
Politik in der Pflicht
"Auch im Landkreis Wunsiedel verschlechtert sich das Umfeld für vor allem für unsere Industrieunternehmen zusehends, mahnt Dr. Pausch. "Es reicht nicht, Problemfelder nur zu benennen - jetzt ist entschlossenes Handeln gefordert. Wir erwarten von der Politik konkrete und zügige Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit: Das bedeutet vor allem weniger regulatorische Hürden, schnellere Verfahren, steuerliche Entlastungen und endlich erschwingliche Energiepreise. Damit Deutschland im internationalen Vergleich nicht weiter zurückfällt, muss die Verbesserung der Rahmenbedingungen oberste Priorität haben.
Oberfranken: Seit 2019 Verlust von 15.252 Industriearbeitsplätzen
In Gesamtoberfranken verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe einen sehr deutlichen Beschäftigtenabbau mit einem Minus von 15.252 Beschäftigten seit 2019 (-11,1 Prozent). Zudem ist bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen eine nennenswerte Abnahme zu verzeichnen (-1.406 Beschäftigte). Dies lässt sich durch deren enge Verknüpfung mit dem Verarbeitenden Gewerbe erklären. Es gibt allerdings auch Wirtschaftsabschnitte, welche sich im Wachstum befinden, etwa die öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+5.741 seit 2019), das Gesundheits- und Sozialwesen (+3.342), Verkehr und Lagerei (+2.566), Erziehung und Unterricht (+2.557) oder die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.134).
Während in der Summe seit 2019 oberfrankenweit 4.224 neue Arbeitsplätze entstanden sind, ist die Entwicklung zuletzt spürbar gekippt. Gegenüber 2024 verzeichnet Oberfranken einen Rückgang von 1.858 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, verursacht vor allem durch den Abbau im Verarbeitenden Gewerbe (-3.764), aber auch im Handel und den wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Neue Arbeitsplätze sind im vergangenen Jahr vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen entstanden (+1.524).
Hinweis: Die Berechnungen basieren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Stichtag 30.06 des jeweiligen Jahres.
