Wirtschaft am Bayerischen Untermain
Nr. 7063426
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bayernhafen Aschaffenburg

Güterdrehscheibe und regionaler Jobmotor

ASCHAFFENBURG. Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2025 per Schiff und Bahn 1.100.989 Tonnen Güter umgeschlagen, das sind 13,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie die Bayernhafen GmbH & Co. KG mitteilte, sind die Zahlen aus dem vorausgegangenen Jahr vor allem auf einen Sondereffekt, die Abwicklung einer Großbaustelle, zurückzuführen und wurden im Jahr 2025 nicht wieder erreicht. Durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die Verkehrsträger Schiff und Bahn konnten im letzten Jahr etwa 64.000 Lkw-Fahrten eingespart werden. Die Zahl der Beschäftigten im Hafengebiet ist seit der letzten Erhebung im Jahr 2014 um 46,2 Prozent auf rund 3.700 Arbeitsplätze angewachsen. Dies unterstreicht die Bedeutung des bayernhafen Aschaffenburg als regionaler Jobmotor.
Insgesamt schlug bayernhafen an seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau im vergangenen Jahr 8,37 Millionen Tonnen Güter per Schiff und Bahn um. Der Bahngüterumschlag erreichte 535.414 Tonnen und ist in etwa mit dem Jahr 2023 vergleichbar. Der Rückgang um 21,4 Prozent gegenüber 2024 sei insbesondere auf die starken Zahlen im Vorjahr zurückzuführen. So konnte bayernhafen seine Infrastruktur für die Baustellenlogistik der Riedbahnsanierung unter Beweis stellen. Per Binnenschiff wurden 2025 im bayernhafen Aschaffenburg 565.575 Tonnen umgeschlagen, das sind 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückgänge bei fossilen Brennstoffen wie Kohle und Mineralöl konnten durch ein Plus bei Holz sowie Metallen und Erzen weitgehend ausgeglichen werden. Auch Schwergüter wie Kabelrollen für einen Übertragungsnetzbetreiber sowie Großteile wie Schleusentore wurden 2025 umgeschlagen. 122 Flusskreuzfahrtschiffe nutzten die Anlegestellen im bayernhafen Aschaffenburg sowie im Floßhafen, für den bayernhafen die Betriebsführung übernimmt. Dies entspricht in etwa dem Vorjahresniveau (131).
2025 wurde der 100. Geburtstag des Zusammenschlusses mehrerer Häfen zur heutigen Bayernhafen GmbH & Co. KG gefeiert. Im bayernhafen Aschaffenburg bieten die angesiedelten Firmen rund 3.684 Arbeitsplätze, das entspricht einem Zuwachs von 46,2 Prozent seit der letzten Erhebung im Jahr 2014. „Das Plus bei der Beschäftigung im Hafengebiet bestätigt eindrucksvoll, dass sich unser intensiver Investitionskurs in die Hafeninfrastruktur und Ansiedlungsflächen auszahlt“, so Niederlassungsleiter Alexander Zeiger. bayernhafen investierte 2025 rund 5,5 Millionen Euro in Hafeninfrastruktur und Logistikflächen für Unternehmen. So wurden im Zuge der Terminalschließung an Kai 5 freigewordene Flächen für die Vermarktung als Ansiedlungsflächen vorbereitet. Parallel laufen die Vorbereitungen für den Neubau des Terminals am neuen Standort an Kai 4. bayernhafen setzt sich zudem aktiv dafür ein, wieder regelmäßige Zugverkehre im Kombinierten Verkehr (Container und Sattelauflieger) von Aschaffenburg aus zu starten. Teile des früheren Terminalgeschäfts wie die Lagerung und Reparatur von Wechselbrücken sind bereits an Kai 4 umgezogen.
„Den eigenen Investitionskurs plant bayernhafen 2026 am Standort Aschaffenburg auf hohem Niveau fortzusetzen“, berichtet Niederlassungsleiter Alexander Zeiger. „Dazu gehören insbesondere auch mehrjährige Projekte wie die Sanierung der beiden Bahnbrücken über den Main und die Großostheimer Straße. Zudem investiert bayernhafen weiter in die Optimierung des Umschlagequipments und in die Gleisinfrastruktur.“
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