Nr. 1859
IHK-Wahl 2026 - Wirtschaft aktiv mitgestalten

Kandidatur bis zum 30. Juni möglich

Noch bis zum 30. Juni können Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aschaffenburg Kandidatinnen und Kandidaten für die IHK-Wahl benennen oder selbst kandidieren.
Die IHK-Vollversammlung gilt als „Parlament der Wirtschaft“ in der Region. Sie entscheidet über grundlegende Positionen, Schwerpunkte und Projekte der IHK-Arbeit. Die 55 Sitze verteilen sich auf unterschiedliche Wahlgruppen – darunter Industrie, Handel, Gastgewerbe oder Finanzdienstleistungen – sowie auf regionale Wahlbezirke.
Eine breite Beteiligung an der Wahl wünscht sich Martin Suffel, IHK-Ehrenpräsident und Vorsitzender des Wahlausschusses. „Die IHK lebt vom Engagement ihrer Mitgliedsunternehmen. Wer kandidiert, übernimmt Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region. Wir freuen uns über weitere Bewerberinnen und Bewerber.“
Rund 30.000 IHK-zugehörige Unternehmen sind aufgerufen, sich an der Wahl zu beteiligen. Die Mitgliedschaft in der IHK ergibt sich gesetzlich aus der gewerblichen Tätigkeit. Unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche gelten dabei gleiche Rechte und Pflichten – vom Einzelunternehmen bis zum Industriebetrieb.
Kandidieren kann jede Person, die ein Unternehmen rechtsverbindlich vertreten darf. Die erforderlichen Unterlagen für eine Kandidatur und weitere Informationen zur Wahl gibt es hier oder beim Wahl-Team der IHK Aschaffenburg.
Die Wahl findet ausschließend als Briefwahl statt. Der Wahlzeitraum läuft von Mitte November bis zum 8. Dezember 2026.
BIHK-Studie

Warenexport bleibt Eckpfeiler der bayerischen Wirtschaft

Der IHK-Bezirk Aschaffenburg zählt weiterhin zu den exportstarken Regionen Bayerns. Eine aktuelle Analyse zeigt: Rund 19,2 Prozent der regionalen Wertschöpfung hängen direkt vom Export ab – und damit überdurchschnittlich viel im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt. Auch auf dem Arbeitsmarkt ist die internationale Verflechtung deutlich spürbar: Fast 39.000 Arbeitsplätze sind exportabhängig.
Die wirtschaftliche Struktur der Region erweist sich dabei als besonderer Stabilitätsfaktor. Statt einer einseitigen Spezialisierung prägt eine diversifizierte Mischung aus Industrie und exportnahen Dienstleistungen das Bild. Neben klassischen Exportbranchen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kunststoffindustrie und Automotive-Zulieferern spielen Logistik, Großhandel und technische Dienstleistungen eine wichtige Rolle.
„Diese Kombination macht die Region widerstandsfähiger gegenüber konjunkturellen Schwankungen und strukturellem Wandel“, so die Bewertung der Studie.
Auch für die öffentlichen Haushalte ist der Export von zentraler Bedeutung: Rund 358 Millionen Euro an Steuereinnahmen in der Region sind exportabhängig. Damit trägt die internationale Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich zur finanziellen Handlungsfähigkeit der Kommunen bei.

Chancen durch neue Märkte und Standortvorteile

Die Lage im Rhein-Main-Gebiet mit Nähe zu internationalen Verkehrsknotenpunkten bietet ideale Voraussetzungen für den Export. Gleichzeitig eröffnen neue Wachstumsmärkte – insbesondere in Indien, Südostasien und Südamerika – zusätzliche Perspektiven für die stark mittelständisch geprägte Wirtschaft.

Herausforderungen bleiben bestehen

Trotz der stabilen Ausgangslage sieht die Studie auch Risiken. Die starke industrielle Basis macht die Region anfällig für globale Konjunkturschwankungen und geopolitische Spannungen. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen wie der Fachkräftemangel sowie der Transformationsdruck durch Digitalisierung, Dekarbonisierung und den Wandel in der Automobilindustrie.

Fazit

Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung des IHK-Bezirks Aschaffenburg als stabil bis positiv eingeschätzt. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Region wird sein, wie erfolgreich Unternehmen und Politik gemeinsam die industrielle Transformation gestalten, neue Märkte erschließen und die Fachkräftebasis sichern.
Neue Chancen erkennen

Infoveranstaltung für Studienzweifler

Studierende, die an ihrem Studium zweifeln oder nach praxisnahen Alternativen suchen, erhalten am 12. Mai 2026 Unterstützung: Von 17:00 bis 19:00 Uhr laden die IHK Aschaffenburg und das Projekt "Switch zur Ausbildung" gemeinsam mit regionalen Partnern zur kostenlosen Veranstaltung „Neue Chancen erkennen – Karrierewege über die berufliche Bildung“ in die IHK Aschaffenburg ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Orientierungs- und Entscheidungswege bei Studienzweifeln. Neben Einblicken in berufliche Perspektiven über die duale Ausbildung und Fortbildungsmöglichkeiten werden auch Wege aufgezeigt, wie ein Studiengangwechsel oder andere Veränderungen innerhalb des Studiums sinnvoll angegangen werden können. Mit dabei sind neben der IHK Aschaffenburg und dem Projekt "Switch zur Ausbildung" der Career Service der TH Aschaffenburg, die Bundesagentur für Arbeit und ein Karrierescout, der aus eigener Erfahrung berichtet.
Im Anschluss an kurze Impulse besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zu kurzen Erstberatungen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung im Vorfeld ist erforderlich. Snacks und Getränke sind inklusive.
Infos & Anmeldung unter www.switch-zur-ausbildung.de