Leitungsbauer/-in für Infrastrukturtechnik (neu ab 01.08.2026)

Mit der Neuordnung der Bauberufe zum 01.08.2026 wurde der Beruf einer umfassenden Prüfung unterzogen. Inhalte wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung haben Einzug in die Ausbildungsrahmenpläne gehalten. Der Beruf ersetzt den ehemaligen Rohrleitungsbauer/-in.
Die Prüfungsform wurde in die gestreckte Abschlussprüfung mit Teil 1 und Teil 2 geändert.

Arbeitsgebiet:
Leitungsbauer-/innen für Infrastrukturtechnik verlegen Druckrohrleitungen, die Wasser, Gas, Öl und Fernwärme leiten. Sie montieren, schweißen, kleben oder löten Einzelstücke zu ganzen Leitungssystemen, überprüfen sie auf Dichtheit und Korrosion. Rohleitungsbauer führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch.
Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle. Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.
Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik setzen Geräte und Maschinen ein, bauen Arbeits-, Schutz- und Traggerüste auf und ab und messen Bauwerke und Bauteile ein.

Branchen/Betriebe:
Industrie und Handwerk, Baubetriebe mit Schwerpunkt Tiefbau

Berufliche Qualifikationen:
1. Ausbildungsjahr - berufliche Grundausbildung (einschließlich überbetriebliche Ausbildung)
2. Ausbildungsjahr - berufsspezifische Ausbildung (einschließlich überbetriebliche Ausbildung)
3.Ausbildungsjahr - berufsspezifische Ausbildung (einschließlich überbetriebliche Ausbildung)

Für die überbetriebliche Ausbildung sind 30 Wochen verpflichtend vorgesehen. Eine weitere Neuerung ist, dass es 9 zusätzliche Wahlwochen gibt. Die Entscheidung über die Wahrnehmung der Wahlwochen trifft der Ausbildungsbetrieb:
1.Ausbildungsjahr: 13 Wochen plus 3 zusätzliche Wochen
2.Ausbildungsjahr: 11 Wochen plus 2 zusätzliche Wochen
3.Ausbildungsjahr: 6 Wochen plus 4 zusätzliche Wochen

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Inkrafttreten: 1. August 2026

Berufsschule:

alle Landkreise und Stadt Frankfurt (Oder)

Oberstufenzentrum Havelland
Berliner Allee 6
14662 Friesack
Tel.: (03 32 35) 4 42 00
Fax: (03 32 35) 4 42 22
E-Mail: sekretariat@osz-havelland.de

Module zur Einstiegsqualifizierung (EQ):
Berufestart Bau
Bau - Herstellen von Druckrohrleitungen

Fortbildungsmöglichkeiten (Auswahl):
Geprüfte(r) Polier/-in,
Technische(r) Fachwirt/-in,
Technische(r) Betriebswirt/-in (IHK)