Wirtschaftslage Herbst 2026

Konjunkturbericht der IHK Köln

Trotz der leichten Verbesserung zum Herbst 2026 verharrt das Konjunkturklima in der Region Köln auf niedrigem Niveau. Die wirtschaftliche Stagnation der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Nachdem sich die konjunkturelle Stimmung seit dem Frühjahr 2025 kontinuierlich eingetrübt hatte, zeichnet sich nun zumindest wieder eine leicht positive Entwicklung ab. Der IHK-Konjunkturklimaindikator steigt von 85,2 auf 91,3 Punkte, bleibt damit jedoch weiterhin unter der neutralen Marke von 100 Punkten.
Die Konjunkturumfrage zum Herbst 2026 wurde vom 07.09.2026 bis zum 02.10.2026 bei rund 2.300 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Köln durchgeführt. In die Auswertung sind Antworten von 464 Unternehmen eingeflossen.

L.: Lage; Erw.: Erwartungen; Inv.: Investitionspläne; Exp.: Exportpläne (nur Industrie); Besch.: Beschäftigungspläne

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zum Herbst 2026 im Überblick

Geschäftslage

Die gesamtwirtschaftliche Lage in der Region verharrt zum siebten Mal in Folge im negativen Bereich. Mehr als jedes vierte Unternehmen gibt weiterhin eine schlechte Geschäftslage an.

Geschäftsaussichten

Die Erwartungen der Unternehmen hellen sich zum Herbst 2026 etwas auf. Es rechnen allerdings nur 13 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage und ein Viertel geht von einer Verschlechterung aus.

Investitionen

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in der Region bleibt auch im Herbst 2026 auf niedrigem Niveau. Jedes dritte Unternehmen plant, seine Investitionen zu reduzieren. Nur 28 Prozent der Unternehmen wollen mehr investieren. Dabei zeigen sich deutliche Branchenunterschiede: Während die IT-Branche und der Maschinenbau positive Entwicklungen verzeichnen, bleibt die Investitionsbereitschaft in den übrigen Industriebranchen sehr schwach.

Beschäftigung

Die weiterhin angespannte konjunkturelle Lage wirkt sich insbesondere auf den Arbeitsmarkt aus. Der Beschäftigungsindikator stagniert im deutlich negativen Bereich und liegt im Saldo bei –15,1 Punkten. So plant weiterhin mehr als ein Viertel der Betriebe eine Verringerung des Personalstands. Lediglich 13 Prozent wollen die Beschäftigtenzahl erhöhen.

Risiken

Die schwache Inlandsnachfrage löst die hohen Energiepreise wieder als größtes Geschäftsrisiko ab. An dritter Stelle stehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dies deutet auf ein weiterhin belastetes Vertrauen der Unternehmen in die Politik hin. Das Risiko der schwachen Auslandsnachfrage wird inzwischen seltener genannt: Statt knapp der Hälfte sieht nur noch ein Drittel der Industrieunternehmen darin ein Risiko. Dies dürfte jedoch vor allem auf kurzfristige Effekte infolge des Golfkonflikts zurückzuführen sein.

Export

Die Exportaussichten der regionalen Industrie bleiben angesichts anhaltender Zollkonflikte, geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten schwach. Obwohl sich die Ausgangslage bereits schwierig gestaltet, rechnet weiterhin fast jedes dritte Industrieunternehmen mit einem weiteren Rückgang seines Exportgeschäfts in den kommenden zwölf Monaten.

Konjunkturbericht zum Herbst 2026 als Download

Weitere Informationen zur konjunkturellen Entwicklung

Zahlen, Daten und Fakten

Wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute:

DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Konjunkturprognosen, DIW-Wochenberichte
HWWI - Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut
Konjunkturanalyse, ökonomische Trends bis 2030 sowie Klima, Energie- und Rohstoffmärkte
ifo Institut
monatliches Geschäftsklima, Konjunkturprognosen
IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft
Konjunkturprognosen
Institut der deutschen Wirtschaft
Konjunkturumfrage, Statistiken, Informationen zum Arbeitsmarkt
Institut für Mittelstandsforschung
Konjunkturanalysen
Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle
Konjunkturumfragen in „Wirtschaft im Wandel"
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Konjunkturprognosen
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Jahresbericht (im Internet jeweils ab dem 15. November)
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Branchenreport Dienstleister, Konjunkturreport