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IHK - Breites Leistungsspektrum für die Wirtschaft

Die IHKs vertreten nicht nur die Interessen der Wirtschaft, sondern stehen ihren Mitgliedern auch mit einem vielfältigen Angebot an Leistungen zur Seite, das passgenau auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betriebe vor Ort zugeschnitten ist.

Stark in der Aus- und Weiterbildung

Die IHKs beraten Unternehmen, Azubis und Arbeitnehmer rund um die Aus- und Weiterbildung. So befähigen sie Menschen und legen seit Generationen den Grundstein für berufliche Erfolge. Sie ermitteln im Kontakt mit den Unternehmen neue Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft und setzen eine zukunftsorientierte Ausgestaltung der rund 250 IHK-Berufe sowie über 70 bundeseinheitlichen IHK-Weiterbildungen in Gang. Die IHKs organisieren zudem die Zwischen- und Abschlussprüfungen in der beruflichen Bildung.

Über 809.000 Azubis betreut

Die IHKs betreuen derzeit über 795.000 Azubis. In den über 27.000 Prüfungsausschüssen in der Ausbildung waren 2015 über 174.000 ehrenamtliche Prüfer tätig. Von ihnen wurden rund 218.000 Zwischen- und rund 315.000 Abschlussprüfungen abgenommen.

Die duale Ausbildung ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig die passenden Fachkräfte zu qualifizieren – mit großem Erfolg: Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist vor allem deshalb mit gut 7 Prozent die niedrigste in der gesamten Europäischen Union, in Frankreich beträgt die Quote hingegen knapp 25 Prozent, in Spanien fast 50 Prozent.

135.000 Weiterbildungsprüfungen abgenommen

Analoges gilt für die Weiterbildung: Hier wurden zuletzt rund 135.000 Prüfungen abgelegt, die von 4.500 Prüfungsausschüssen mit rund 32.500 Prüfern abgenommen wurden.

199.000 Unternehmen bilden in IHK-Berufen aus

Insgesamt bildeten im Jahr 2015 knapp 199.000 Betriebe in IHK-Berufen aus. Wer ausbilden will, muss neben der fachlichen auch die persönliche Eignung mitbringen. Die IHKs prüfen Ausbilder und vermitteln, soweit erforderlich, Lehrgänge. Wenn ein Unternehmen nicht alle Ausbildungsbereiche eines Berufes abdecken kann, organisieren die IHKs Verbundausbildungen zwischen verschiedenen Betrieben.

Einbezogen werden die IHKs auch, wenn die Ausbildungszeit verkürzt oder verlängert werden soll. Gibt es während der Ausbildung Unstimmigkeiten zwischen Ausbildungsbetrieb und Azubi, vermitteln die IHKs Gespräche und bieten bei Bedarf paritätisch besetzte Schlichtungsstellen an, die teure Gerichtsverfahren vor den Amtsgerichten vermeiden.

Günstige Ausbildungsgebühren durch Solidarfinanzierung

Die Ausbildungsgebühren betragen im Durchschnitt 1 Prozent der gesamten Ausbildungskosten.

So lagen die Eintragungs- und Prüfungsgebühren 2015 für Kaufleute für Büromanagement bei durchschnittlich 243 Euro, für Einzelhandelskaufleute bei 214 Euro und für Industriemechaniker/-innen bei 311 Euro.

Die Gebühren sind bei nahezu allen IHKs nicht kostendeckend; der Deckungsgrad liegt im Durchschnitt bei gut 49 Prozent. 

Stattdessen wird ein Teil der Kosten durch die Beiträge aller Unternehmen und damit auf dem Wege der Solidarfinanzierung gedeckt. Denn der Nutzen der dualen Ausbildung kommt der gesamten Wirtschaft zugute: Auch Unternehmen, die nicht selbst ausbilden, profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften.

Der Bereich Aus- und Fortbildungen ist ein wichtiger Teil der Arbeit der IHKs, das zeigt sich auch an den entsprechenden Personal- und Sachaufwendungen: Im Durchschnitt lag der Anteil für diesen Bereich an den Gesamtaufwendungen einer IHK zuletzt bei 22 Prozent.

Bundesweite Vermittlung per Lehrstellenbörse

Diese Aufwendungen sind auch die Basis für weitere IHK-Services: So unterstützt die IHK-Organisation junge Menschen bei der Lehrstellensuche mit der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse unter der Adresse www.ihk-lehrstellenboerse.de.

Sie bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen und stellt zu jeder Zeit im Jahr ca. 40.000 aktuelle IHK-Lehrstellenangebote und -gesuche von Jugendlichen bereit.

IHK-FOSA zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Ein zweites Beispiel ist die Beteiligung der IHKs bei Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen. Die IHK-Organisation hat eine gemeinsame Stelle in Nürnberg geschaffen, die IHK-FOSA (Foreign Skills Approval, www.ihk-fosa.de), um die Verfahren effizient zu gestalten.

Im Jahr 2015 wurden dort 3.769 Anträge gestellt; 1.651 Antragsteller erhielten eine volle Gleichwertigkeit und 893 eine teilweise Gleichwertigkeit. Die individuelle Beratung zum Anerkennungsverfahren findet vor Ort in der einzelnen IHK statt.

IHKs unterstützen Integration von Flüchtlingen

Die IHKs übernehmen Verantwortung bei der Integration von Flüchtlingen. Sie engagieren sich auf vielfältige Weise im Rahmen von zahlreichen Projekten und Kooperationen mit Partnern und bringen dabei ihre Kompetenzen in den Bereichen Ausbildung und Weiterbildung aber auch Beschäftigung aktiv ein. Das IHK-Aktionsprogramm „Ankommen in Deutschland – Gemeinsam unterstützen wir Integration“ ist im Februar 2016 gestartet. Dabei werden allein für das Jahr 2016 Personalkapazitäten von 170 Mitarbeitern und finanzielle Mittel in Höhe von rund 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Bestehende Aktivitäten werden gebündelt und ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot für Flüchtlinge und Unternehmen entsteht. Konkret unterstützt die IHK-Organisation vor allem bei der Vermittlung in Praktika, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung.

Treibende Kraft in der Kooperation von Schule und Wirtschaft

Inzwischen steht der Ausbildungsmarkt unter dem Vorzeichen der demografischen Entwicklung: Die IHKs setzen sich deshalb dafür ein, die Berufsorientierung an den Schulen zu verbessern. Sie helfen insbesondere dabei, jeder interessierten Schule einen Partnerbetrieb zu vermitteln. So können möglichst viele Jugendliche gut auf den Start in eine Ausbildung vorbereitet werden.

IHKs prüfen Sach- und Fachkunde

Jenseits der Aus- und Weiterbildung im engeren Sinne führen die IHKs auch mit über 140.000 Teilnehmern Sach- und Fachkundeprüfungen durch, zum Beispiel für Versicherungsvermittler, Finanzanlagenvermittler oder Berufskraftfahrer. Gewerbetreibende müssen diese Prüfungen erfolgreich absolvieren, um ihren Beruf ausüben zu dürfen.

Für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten beispielsweise im Bewachungsgewerbe und – in einigen Bundesländern – auch im Gaststättengewerbe muss hingegen eine Unterrichtung bei der IHK besucht werden. Im Jahr 2015 haben gut 43.000 Personen an einer solchen Unterrichtung teilgenommen.

Freiwilliges Engagement der IHK-Mitglieder wird auch in den Prüfungsausschüssen für Sach- und Fachkundeprüfungen und im Rahmen von Unterrichtungen großgeschrieben. Hier waren vergangenes Jahr insgesamt über 5.300 Ehrenamtliche tätig.

Serviceangebote für Unternehmen in allen Phasen

Die IHKs stehen mit ihrem Dienstleistungsangebot Unternehmen in allen Phasen zur Seite – von der Gründung über Innovation und Sicherung bis schließlich zur Unternehmensnachfolge:

Existenzgründer bekommen Rat …

So unterstützen die IHKs angehende Unternehmerinnen und Unternehmer mit über 220.000 Einstiegsgesprächen und Beratungen zum Geschäftskonzept.

Die IHKs geben jährlich knapp 11.000 Stellungnahmen zu Förderanträgen ab – vor allem bei Bürgschaften und bei Zuschüssen für Existenzgründer.

… Chefs auf Nachfolgesuche ebenfalls

In Fragen der Unternehmensnachfolge sind die IHKs wichtige Ansprechpartner. Jährlich besuchen circa 10.000 Interessenten rund 300 Veranstaltungen zu diesem Thema. Rund 10.000 Seniorunternehmer und potenzielle Nachfolger lassen sich individuell in Gesprächen beraten.

Unternehmen brauchen Rechtssicherheit

Die IHKs geben Auskunft in vielen für Unternehmen relevanten Rechtsbereichen. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ohne spezialisierte Rechtsabteilung sind diese IHK-Dienstleistungen eine wichtige Unterstützung. So erteilten die IHKs im Jahr 2015 mehr als 518.000 Rechtsauskünfte.

IHKs gewährleisten, dass das Handelsregister stimmt

Das öffentliche Handelsregister gibt Auskunft über unternehmensbezogene Rechtsverhältnisse und Rechtstatsachen. Damit das Handelsregister fehlerfrei bleibt, unterstützen die IHKs die registerführenden Stellen mit jährlich über 106.000 gutachterlichen Stellungahmen. So verhindern sie beispielsweise rechtswidrige Eintragungen und helfen dabei, Einträge zu berichtigen oder zu vervollständigen.

IHKs wirken an der kommunalen Bauleitplanung mit

Die IHKs vertreten die Interessen der Unternehmen bei städtebaulichen Fragen wie etwa der Entwicklung des Verkehrsnetzes oder der Ausweisung von Gewerbegebieten. Im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung geben die IHKs bundesweit über 15.000 Stellungnahmen pro Jahr ab. Als Träger öffentlicher Belange werden die IHKs bereits im frühesten Verfahrensstadium von der Kommune einbezogen. Auf dieser Grundlage ist die Kommunalpolitik in der Lage, über einen Ausgleich oder Kompromiss zwischen verschiedenen Nutzungsinteressen zu entscheiden.

Wachstum über Grenzen hinweg unterstützen

Die IHKs unterstützen Unternehmen dabei, auf internationalen Märkten Fuß zu fassen. Der exportorientierten deutschen Wirtschaft liefern die IHKs Marktinformationen, geben Hinweise zu Fragen des Zollrechts und bieten persönliche Beratungen. Gleichzeitig erhalten die Unternehmen das für viele Märkte erforderliche Ursprungszeugnis für die Ausfuhr ihrer Waren.

Informationen über ausländische Märkte

Knapp 42.000 Unternehmen haben sich 2015 im Rahmen von Länderberatungstagen informiert. Themenbezogene Veranstaltungen zu Zoll- und Außenwirtschaftsrecht zählten mehr als 37.000 Teilnehmer. Oftmals greifen die IHKs dabei auf das Know-how aus dem Ausland zurück: Sie halten engen Kontakt zu dem vom DIHK koordinierten Netz der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegationen und Repräsentanzen mit rund 130 Büros in mehr als 90 Ländern und weltweit rund 45.000 Mitgliedsunternehmen. Oftmals vermitteln AHK-Experten persönlich praxisnahe Ratschläge bei solchen Veranstaltungen.

Meistgefragt: Rat rund um Zoll- und Außenwirtschaft

Die persönliche Beratung ist mit Blick auf das internationale Geschäft wichtig. Häufig sind Informationen zum ersten Engagement auf einem neuen Zielmarkt oder zur Suche nach Geschäftspartnern gefragt. Insgesamt erteilten die IHKs im Jahr 2015 mehr als 140.000 Auskünfte zu Auslandsmärkten – ein Beleg auch für das starke internationale Engagement der deutschen Unternehmen.

Zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht gaben die IHKs rund 411.000-mal Rat und Unterstützung. Die meisten Fragen zielen dabei auf die Höhe von Zöllen und Steuern, auf die notwendigen Handelspapiere und die Frage nach erforderlichen Genehmigungen ab.

Hinzu kommen jährlich 1,9 Millionen Ursprungszeugnisse, Carnets – sozusagen die Reisepässe einer Ware – und andere Bescheinigungen für den Außenwirtschaftsverkehr, die die IHKs den Unternehmen ausstellen.

Welcome Center helfen Zuwanderern

Etwa jede dritte IHK engagiert sich beim Thema Welcome Center. IHKs gründen und betreiben IHK-Welcome Center, kooperieren mit Partnern oder unterstützen mit ihren Angeboten bestehende Einrichtungen in ihren Regionen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für Zugewanderte und ihre Familien, um die Integration in Beschäftigung und Leben in Deutschland zu unterstützen. Außerdem helfen sie Unternehmen bei der Suche und Integration von ausländischen Fachkräften. Zunehmend sind sie auch Anlaufstelle für qualifizierte Flüchtlinge und Asylsuchende.

Energie und Rohstoffe für morgen

Die Energiewende sowie die angespannte Situation auf vielen Rohstoffmärkten haben starken Einfluss auf die Standortbedingungen hierzulande. Die IHK-Organisation achtet dabei auf eine angemessene Berücksichtigung der Versorgungssicherheit, der Bezahlbarkeit und Planungssicherheit sowie der Nachhaltigkeit. In diesem Rahmen unterstützt sie die Unternehmen vor Ort vielfältig: Von Effizienzsteigerungen über eine Optimierung der Energieeinkaufsstrategie bis hin zur verstärkten Eigenenergieerzeugung reichen die Themen, die IHKs aufgreifen.

Bereits über 3.000 Energiemanager weitergebildet

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive der IHKs wurden bereits mehr als 3.200 Mitarbeiter zum "Energiemanager (IHK)" weitergebildet. Bis September 2016 haben zudem im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz über 2.200 Energiescouts aus 700 Unternehmen Effizienzpotenziale in ihren Betrieben aufgedeckt.

Inserieren statt entsorgen

In der IHK-Recyclingbörse (www.ihk-recyclingboerse.de) können Unternehmen kostenlos Inserate für verwertbare Abfälle und Produktionsrückstände einstellen, zum Beispiel Kunststoffe, Metalle, Papier / Pappe und Gummi. 2015 suchten rund 36.000 Unternehmen in der Börse nach recycelfähigem Material.

3.600 Vollständigkeitserklärungen abgegeben

Jährlich hinterlegen Firmen ihre Verpackungsmengen bei der örtlichen IHK im Rahmen einer Vollständigkeitserklärung elektronisch. Der Gesetzgeber hat die IHKs mit dieser Aufgabe beauftragt, um eine mittelstandsfreundliche und kostengünstige Lösung sicherzustellen. Das Register bietet Informationen und Empfehlungen sowie einen direkten Kontakt zu jedem IHK-Ansprechpartner. Zuletzt weisen so rund 3.600 Unternehmen entsprechend der gesetzlichen Regelung nach, wie viele Verpackungen sie in Verkehr gebracht haben.

Vor Ort in Unternehmen

Zum Selbstverständnis gehört bei all diesen Aktivitäten, dass IHK-Mitarbeiter regelmäßig Unternehmen besuchen und sich vor Ort nach den aktuellen Herausforderungen erkundigen – allein 2015 gab es knapp 133.000 solcher Gespräche. Hier können die Unternehmen der IHK ihre Sorgen und Schwierigkeiten mit auf den Weg geben, die dies wiederum an die Politik übermittelt. Die IHK erfährt aber auch, in welchen Bereichen die Betriebe sich weitere Unterstützung wünschen.