IHK Wirtschaft online
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Wer ist eigentlich Anne Venema?

Anne Venema ist Projektverant-wortliche des QIMP High-Tech Incubator. Sie begleitet junge High-Tech- und Deep-Tech-­Unternehmen dabei, aus anspruchsvollen Technologien skalierbare Geschäftsmodelle zu entwickeln und sie gezielt auf Wachstum und Investitionen vorzubereiten. Dafür bringt sie die Start-ups mit Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft, möglichen Pilotkunden sowie Investorinnen und Investoren zusammen.
Mit Start-up-Ökosystemen und internationalen Geschäftsmodellen beschäftigt sie sich bereits seit ihrem Studium. Ihr Master in Global Business führte sie nach Kanada, Taiwan und Österreich. Dort lernte sie verschiedene Wirtschafts- und Kulturräume kennen und ging der Frage nach, was junge Unternehmen brauchen, um neue Märkte zu erschließen und nachhaltig zu wachsen. Nach ihrem Studium sammelte sie praktische Erfahrungen in einem Berliner Start-up und arbeitete anschließend in der Digitalisierungsberatung.
Im QIMP High-Tech Incubator laufen diese Erfahrungen zusammen. Anne ­Venema koordiniert die Zusammenarbeit der beteiligten Partner, begleitet Start-ups durch das Programm und unterstützt sie dabei, aus einer technologischen Lösung ein Unternehmen mit echtem Wachstumspotenzial zu entwickeln: „Mich interessiert nicht nur, ob eine Technologie funktioniert. Entscheidend ist, welches Problem sie löst, wie groß ihr Marktpotenzial ist und ob daraus ein Unternehmen entstehen kann, das wirklich wächst.“

Von der Technologie zum Wachstum

Der QIMP High-Tech Incubator ist eine gemeinsame Initiative der Braunschweig Zukunft GmbH, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und der Technischen Universität Braunschweig. Das Programm richtet sich an bereits gegründete Unternehmen, die höchstens fünf Jahre alt sind und in den Bereichen Quantentechnologie, IT, Mobilität oder Produktionstechnik arbeiten.
Zu Beginn durchlaufen die Teams eine sechsmonatige Coachingphase. In individuellen Coachings und praxisnahen Workshops schärfen sie ihr Geschäftsmodell, entwickeln eine Finanzierungsstrategie und bereiten sich auf Gespräche mit möglichen Kapitalgeberinnen und Kapitalgebern vor. Gleichzeitig erhalten sie Zugang zu Unternehmen, Pilotkunden sowie Investorinnen und Investoren, die für ihre weitere Entwicklung relevant sein könnten.
„Das Ziel lautet ‚investment ready‘. Dafür reicht eine gute Technologie allein nicht aus. Die Teams müssen verständlich zeigen können, welches Problem sie lösen, wie ihr Geschäftsmodell funktioniert und wie sie ihr Unternehmen skalieren wollen“, sagt Anne Venema. Start-ups, die in der Coachingphase überzeugen, können anschließend in die Förderphase aufgenommen werden und Fördermittel bis zu je 300 000 Euro erhalten. Auch während dieser Zeit wird unterstützt: unter anderem bei der Antragstellung und allen weiteren Schritten im Förderprozess.
Die Bewerbungsphase für die nächste Runde des QIMP High-Tech Incubator startet Ende Oktober. Gesucht werden erneut junge High-Tech- und Deep-Tech-Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln, sich auf Wachstum vorbereiten und die nächsten Schritte in Richtung Finanzierung gehen möchten.

Vom Forschungsstandort zum Gründungsstandort

Braunschweig verfügt über eine hohe Forschungsdichte, starke Firmen und besondere technologische Kompetenzen. Für Anne Venema bietet die Region damit gute Voraussetzungen für erfolgreiche High-Tech-Gründungen. Entscheidend sei, Forschung, Unternehmertum und Kapital noch enger miteinander zu verbinden, damit aus technologischen Entwicklungen marktfähige Produkte und skalierbare Geschäftsmodelle entstehen. „Braunschweig verfügt über das entsprechende Know-how. Wenn daraus wachstumsstarke Unternehmen entstehen, profitiert die gesamte Region.“
Für sie ist Braunschweig mehr als ein Technologie- und Wissenschaftsstandort. Sie schätzt die hohe Lebensqualität, die kulturelle Vielfalt und die kurzen Wege. Besonders freut sie sich über die wachsende Gründungscommunity, die immer mehr Menschen, Ideen und Unternehmen miteinander verbindet.
7/2026