DIHK veröffentlicht Sonderumfrage zum Wettbewerb mit China

Chinesische Anbieter werden für deutsche Unternehmen zunehmend zur Herausforderung. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Unternehmensbefragung, an der sich vom 20. Juli bis 10. August 2026 über 1.300 Unternehmen beteiligt haben.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Zwei Drittel der Unternehmen nehmen einen zunehmenden Konkurrenzdruck durch chinesische Wettbewerber wahr. Mehr als ein Drittel bewertet diesen als stark oder sehr stark.
  • Besonders ausgeprägt ist der Wettbewerbsdruck in der Industrie und bei Unternehmen mit Investitionen oder eigenen Standorten in China. Aber auch Betriebe ohne direkte Geschäftsbeziehungen zu China sind betroffen.
  • Der steigende Konkurrenzdruck wird auf allen Märkten wahrgenommen: vor Ort auf dem chinesischen Markt, auf Drittmärkten, aber auch im EU-Binnenmarkt und im Inland.
  • Aus den Freitext-Antworten der Unternehmen wird deutlich, dass chinesische Unternehmen dabei längst nicht mehr allein über den Preis, sondern zunehmend auch über Technologie, Qualität und Innovation konkurrieren. Gleichzeitig beklagen viele deutsche Unternehmen auch Wettbewerbsverzerrungen auf chinesischer Seite und Standortnachteile wie hohe Kosten und überbordende Bürokratie hierzulande.
  • Die Unternehmen reagieren vor allem mit Produktinnovationen: Drei von fünf Betrieben setzen auf neue oder verbesserte Produkte. 50 Prozent wollen ihre Kosten senken, 39 Prozent suchen neue Absatzmärkte und etwa ein Drittel kooperiert mit chinesischen Partnern. Ein Rückzug aus umkämpften Geschäftsfeldern kommt für 88 Prozent nicht infrage.
  • Von der Politik erwarten die Unternehmen insbesondere ein geschlossenes europäisches Vorgehen gegenüber China. 67 Prozent fordern ein geeintes Auftreten der EU, 60 Prozent eine Verringerung strategischer Abhängigkeiten. Zugleich spricht sich ein Teil der Unternehmen weiterhin für den Abbau gegenseitiger Handels- und Investitionshürden sowie für erleichterte Innovationspartnerschaften aus.
  • 55 Prozent würden stärkere handelspolitische Maßnahmen gegenüber China befürworten – auch dann, wenn das eigene Unternehmen von negativen Folgen betroffen sein könnte.
Die vollständigen Ergebnisse hat die DIHK auf ihrer Internetseite Deutsche Wirtschaft im Wettbewerb mit China veröffentlicht. Dort finden Sie auch den kompletten Report zum Download.
Quelle: DIHK
Stand: 03.09.2026